Bonusangebote in Online Casinos dienen dazu, die Spieler für ihre Aktivität zu belohnen oder sie zunächst überhaupt zur Anmeldung bei einem Anbieter zu bewegen. Ein Großteil der Online-Glücksspielanbieter bietet klassisch einen Bonus auf Basis der ersten Einzahlung. Immer beliebter sind in der Vergangenheit aber auch die sogenannten Cashback-Boni geworden. Aber wie funktioniert der Cashback-Bonus im Online Casino und wie gefährlich ist ein solches Angebot?

Eines der wichtigsten Ziele des neuen Staatsvertrages ist es, das „Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen“ (§ 1 GlüStV). Zweifellos bieten Bonusangebote den Spielerinnen und Spielern einen Anreiz, sich auf einer bestimmten Plattform zu registrieren und dort auch Geld einzuzahlen. Deutlich „gefährlicher“ als ein einmalig gewährter Neukundenbonus kann jedoch ein regelmäßiger Cashback-Bonus sein. Warum? Ganz einfach: Die Cashback-Angebote animieren die User, immer weiterzuspielen, da die Cashback-Zahlung häufig täglich oder wöchentlich stattfindet. Unter schlechten Umständen kann auf diesem Weg das Risiko für eine Spielsucht erhöht werden.

In der Regel gewähren die Online Casinos einen sogenannten verlustbasierten Cashback-Bonus. Das bedeutet, dass der Spieler von seinem verspielten Betrag einen vorher festgelegten prozentualen Anteil als Bonusguthaben zurückerstattet bekommt. Den gutgeschriebenen Cashback-Betrag müssen die Spieler dann wieder im Casino umsetzen, um ihn schrittweise in auszahlbares Echtgeld freizuspielen. Häufig sind solche Cashback-Angebote auch in den VIP-Programmen der Casinos integriert. Die prozentuale Cashback-Höhe steigt hier oft abhängig von der Aktivität und dem Umsatz. Weitere Details zum Cashback im Online Casino erläutern wir hier in unserem passenden Lexikoneintrag.

Wie gefährlich ist ein Cashback-Bonus für Casino-Spieler?

Vorab soll natürlich festgehalten werden, dass ein Cashback-Bonus im Grunde immer etwas Positives ist. Die Casino-Betreiber zahlen den Spielerinnen und Spielern einen Anteil der Verluste zurück und binden sie auf diesem Weg längerfristig an die Plattform. Eine Win-win-Situation? Eigentlich schon. Problematisch kann jedoch der Effekt sein, den ein solcher Cashback-Bonus erzielt. Die Glücksspieler werden so nämlich langfristig an die jeweilige Plattform gebunden und dazu animiert, regelmäßig zu spielen.

Darüber hinaus erhöht sich der prozentuale Cashback-Betrag oft mit der Höhe des Verlustes. Wer also zum Beispiel innerhalb einer Woche einen Betrag von 100 Euro verliert, erhält einen Cashback-Bonus von 2 % (2 Euro Cashback). Wer jedoch mindestens 1.000 Euro verliert, erhält bereits 4 oder 5 % Cashback (40 oder 50 Euro Cashback). Durch die wiederkehrenden Belohnungen in Form der Cashback-Zahlungen kann sich unter Umständen das Risiko dafür erhöhen, dass ein problematisches Spielverhalten entsteht.

So manch ein Spieler könnte sich durch die in Aussicht gestellten Cashback-Zahlungen motiviert fühlen, mehr Geld als ursprünglich geplant im Online Casino einzuzahlen und so gegebenenfalls die vollständige Kontrolle über sein Spielverhalten zu verlieren. In einem im Oktober 2021 veröffentlichten Artikel berichteten wir darüber, dass Lkw-Fahrer ebenfalls besonders gefährdet für Glücksspielsucht sind.

Ist ein Cashback-Bonus überhaupt attraktiv?

Grundsätzlich kann man natürlich behaupten, dass jeder Casinobonus attraktiv ist. In einem etwas älteren Artikel auf GambleJoe haben wir zum Beispiel bereits einen Bonus ohne Einzahlung mit einem Bonus mit Einzahlung verglichen. Alle Bonusangebote haben gemeinsam, dass die Online Casinos den Nutzerinnen und Nutzern freiwillig etwas schenken. Selbstredend verfolgen die Anbieter dabei eigene Interessen, da sie neue Kunden anwerben und bestehende Spieler möglichst lange halten wollen. Allerdings profitieren in jedem Fall auch die Spieler. Die Frage ist also eher, wie attraktiv ein Cashback-Bonus ist.

Meist bewegt sich die prozentuale Höhe von Cashback-Angeboten in einem Bereich zwischen 2 und 5 %. Wer also 100 Euro verspielt, bekommt etwa zwischen 2 und 5 Euro in Form von Bonusguthaben zurück. In Ausnahmefällen gewähren Online Casinos auch Cashback-Zahlungen in Höhe von bis zu 20 %. Es muss aber natürlich berücksichtigt werden, an welche Umsatzanforderungen die Cashback-Zahlung geknüpft ist. Nur selten wird das Cashback nämlich direkt auf das Echtgeldkonto gebucht, erfordert also keinen weiteren Umsatz. In einem Ratgeber aus dem Sommer 2021 haben wir die größten Fehler von Glücksspiel-Anfängern beschrieben.

Beispiel: Wenn bei einem Cashback von 3 % vom Spieler 100 Euro verspielt werden, erstattet der Anbieter zunächst 3 Euro. Dieser Betrag muss dann beispielsweise noch 35-fach im Spiel umgesetzt werden, sodass also ein zusätzlicher Umsatz von 105 Euro erforderlich ist, ehe das Cashback in auszahlbares Guthaben freigeschaltet wird.

Wer das Gefühl hat, dass er aufgrund von Bonusangeboten sein Spielverhalten nicht mehr unter Kontrolle hat, der sollte sich zunächst einmal unseren Ratgeber zum Thema "Spielsucht erkennen und bekämpfen" durchlesen.

Fazit

Wer sich in seinem eigenen Spielverhalten nicht von Bonusangeboten wie einem Cashback-Bonus beeinflussen lässt, der kann solche Bonusofferten ohne Sorgen genießen. Die Herausforderung besteht darin, sich durch einen Cashback-Bonus nicht dazu animieren zu lassen, mehr oder insgesamt mit höheren Einsätzen zu spielen. Stattdessen sollte der Cashback-Bonus im Casino schlicht und einfach als Geschenk angesehen werden, das den Spieler nicht in seiner Handlung beeinflusst. Wenn das gelingt, ist ein Cashback-Bonus für Spielerinnen und Spieler im Online Casino überhaupt nicht gefährlich. Leider bieten aber aktuell kaum lizenzierte Online Spielotheken in Deutschland einen Cashback-Bonus an.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/euro-banknoten-handschlag-1144835/

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