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Casino Lizenzen

Seriöse Online Casinos und Online Spielotheken haben eine Gemeinsamkeit: Sie verfügen über eine gültige Glücksspiellizenz. Wer als Anbieter Online-Glücksspiele ohne eine solche Lizenz anbietet, arbeitet nicht vertrauenswürdig und ist daher unseriös. Allerdings fragen sich viele Glücksspielfreunde mit Blick auf die zahlreichen vorhandenen Casino Lizenzen, welcher Lizenzbehörde sie am meisten vertrauen können und ob es im Problemfall auch tatsächlich einen Ansprechpartner gibt. Aktuell sind vor allem die Casino Lizenzen aus Malta, Curacao, Großbritannien und aus Deutschland am meisten verbreitet.

Im Folgenden wollen wir alle relevanten Lizenzgeber für Online-Glücksspiele einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Wir haben uns dabei angeschaut, welche Voraussetzungen die Glücksspielanbieter erfüllen müssen, um eine Lizenz zu erhalten und wie streng hier üblicherweise kontrolliert wird. Auch haben wir überprüft, ob im Streitfall ein Ansprechpartner der Lizenzbehörde zur Verfügung steht oder ob der Spieler hier allein gelassen wird.


Übersicht der wichtigsten Lizenzen:

MGA - Malta Gaming Authority

MGA - Malta Gaming Authority Länderflagge Malta
  • Malta Gaming Authority (MGA) wurde bereits 2001 gegründet
  • Die Behörde regulierte als einer der ersten offiziellen Stellen das Online-Glücksspiel
  • MGA ist bekannt für strenge Vorschriften und umfassenden Spielerschutz
  • Bei wiederkehrenden Regelverstößen entzieht die MGA eine erteilte Lizenz wieder
  • Der Online-Glücksspielsektor in Malta erwirtschaftet zuletzt 12 % vom gesamten BIP

Der Online-Glücksspielsektor ist für die kleine europäische Mittelmeerinsel Malta mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden. Die im Jahr 2001 gegründete Malta Gaming Authority (MGA) nimmt dabei als renommierte Aufsichtsbehörde eine Vorreiterstellung ein. Zur Aufgabe der MGA gehört es, Fairness und Transparenz bei allen Online-Glücksspielen zu garantieren und zu überprüfen. Zudem ist die MGA zuständig dafür, kriminelle Aktivitäten wie Geldwäsche oder Korruption zu unterbinden. Dazu arbeitet die MGA mit der Polizei von Malta zusammen. Des Weiteren trägt die MGA für den Spieler- und Jugendschutz Sorge und legt die Mindestauszahlungsquoten für die Casino Spiele fest. Da Malta seit 2004 Mitglied der Europäischen Union ist, handelt es sich hierbei um eine hoch angesehene EU-Lizenz.

Ebenfalls kümmert sich die MGA darum, dass die Spielergelder geschützt werden, indem sie separat vom übrigen Firmenvermögen der Anbieter aufbewahrt werden. Natürlich kontrolliert die Lizenzbehörde auch stichprobenartig die Aktivitäten des jeweiligen Lizenznehmers. Die Mehrheit der am deutschsprachigen Online-Glücksspielmarkt aktiven Online Casinos verfügt über eine solche EU-Lizenz aus Malta. Eine MGA-Lizenz genießt innerhalb der Branche zumeist hohes Ansehen. Auch für die Anbieter ist der Standort Malta aufgrund niedriger Steuersätze und vergleichsweise niedriger Lizenzkosten (ca. 25.000 Euro pro Jahr) attraktiv. Wer sich als Spieler über ein in Malta lizenziertes Online Casino beschweren möchte, kann das über das englischsprachige Online Formular der MGA tun.

Webseite: http://www.mga.org.mt/
Support-Mail: support.lga@lga.org.mt

Curacao eGaming

Curacao eGaming  Länderflagge Curacao
  • Die Curaçao eGaming ist eine der ältesten Lizenzbehörden im Online-Glücksspielgeschäft weltweit
  • Seit dem Inkrafttreten des GlüStV in Deutschland, hat die Relevanz der Curaçao Casinos spürbar zugenommen
  • Um eine Curaçao Lizenz zu erhalten, müssen Anbieter nur wenige Anforderungen erfüllen
  • Master-Lizenznehmer sind dazu berechtigt, mehrere Sub-Lizenzen zu erteilen
  • Im Problemfall ist der Kunde jedoch meist auf sich allein gestellt, da die Glücksspielbehörde wenig unterstützt

Die kleine Karibikinsel Curacao ist inzwischen zu einem Pionier in der Regulierung von Online Casinos aufgestiegen. Curacao eGaming ist dabei der führende Master-Lizenzinhaber von Curacao. Dieser Master-Lizenzinhaber ist dazu berechtigt, weitere Sub-Lizenzen auszustellen. Das erfolgt dann üblicherweise unter der Referenz 1668/JAZ. Curacao eGaming ist bereits seit 1996, also seit über 25  Jahren, im Lizenzgeschäft tätig. Natürlich achtet die Curacao eGaming als Lizenzgeber darauf, den Spielern ein sicheres und faires Spiel zu ermöglichen. Zudem achten die Verantwortlichen darauf, dass Spieler und Betreiber vor kriminellen Handlungen jeder Art geschützt werden (z.B. Geldwäsche, Betrug). Des Weiteren wird kontrolliert, ob die Anbieter ordnungsgemäß arbeiten

Nach zahlreichen Einschränkungen im Online-Glücksspiel stieg die Beliebtheit der Curacao Casinos zuletzt stark an. Nachdem der Ruf von Online Casinos mit Lizenz aus Curacao lange Zeit sehr schlecht war, scheint mittlerweile ein Wandel stattgefunden zu haben. Viele Curacao Casinos verfügen heute nämlich über exzellente Bewertungen. Im Streitfall können Spielerinnen und Spieler ein englischsprachiges Beschwerdeformular der Curacao eGaming ausfüllen. Bislang ist der Lizenzgeber jedoch nicht bekannt dafür, im Problemfall den Glücksspielfreunden übermäßig stark unter die Arme zu greifen. Aus diesem Grund sollten interessierte Gambler besser von Beginn an darauf achten, ein seriöses und zuverlässiges Curacao Casino zu finden.

Die Kosten für eine Casino Lizenz aus Curacao belaufen sich auf ca. 34.000 US-Dollar. Zudem besticht der Standort Curacao durch eine niedrige Steuer, die im Glücksspielsektor lediglich 2 % beträgt. Curacao ist eine rund 444 Quadratkilometer große Insel mit rund 160.000 Einwohnern und gehört zum Königreich der Niederlande. Von der deutschen Hauptstadt Berlin sind es bis nach Curacao über 8.400 Kilometer.

Webseite: https://www.curacao-egaming.com/
Support-Mail: compliance@curacao-egaming.com

Schleswig- Holstein - MIB

Schleswig- Holstein - MIB Länderflagge Deutschland
  • Schleswig-Holstein ist beim Online-Glücksspiel jahrelang einen Sonderweg gegangen
  • Als einziges Bundesland hat Schleswig-Holstein Lizenzen an Anbieter vergeben
  • Lizenzvergabe war an die Einhaltung besonders strenger Vorschriften gekoppelt
  • Insgesamt erhielten nur ca. 20 Glücksspielanbieter eine der begehrten SH-Lizenzen
  • Seit Juli 2021 ist das Online-Glücksspiel deutschlandweit legalisiert (gemäß GlüStV)

Schon im Jahr 2011 hat Schleswig-Holstein als nördlichstes deutsches Bundesland einen Sonderweg eingeschlagen. Während alle anderen deutschen Bundesländer den staatlichen Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) akzeptierten und keine Casino Spiele im Internet erlaubten, erteilte Schleswig-Holstein zumindest eine begrenzte Anzahl an Casino Lizenzen. Genau genommen galten diese Casino Lizenzen ausschließlich für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Schleswig-Holstein. Die sogenannte SH-Lizenz wurde dabei nur unter besonders strengen Voraussetzungen erteilt, sodass Glücksspielfreunde sicher sein konnten, hier an einen seriösen Anbieter geraten zu sein. Die Spielerinnen und Spieler konnten sicher sein, dass es sich beim Betreiber um ein zuverlässiges Unternehmen handelt und dass hier ein faires Spiel gewährleistet wird. Bis zuletzt verfügten nur knapp über 20 Glücksspielunternehmen über eine solche SH-Lizenz.

Heute ist das Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung (MILIG) die oberste Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes Schleswig-Holstein. Seit dem Inkrafttreten des neuen GlüStV am 1. Juli 2021 hat die Glücksspiellizenz aus Schleswig-Holstein jedoch stark an Relevanz verloren. Das liegt daran, dass es nun bundesweit ein einheitliches Lizenzierungsverfahren für Online Spielotheken gibt. Damit wurde die SH-Lizenz von der deutschen Lizenz quasi abgelöst. Um als Anbieter eine Casino Lizenz der deutschen Behörde zu erhalten, müssen jedoch alle Spielerschutzmaßnahmen beachtet werden. Dazu gehört eine 5 Sekunden-Wartefrist zwischen den Spielrunden, ein 1 Euro-Einsatzlimit pro Spin sowie ein monatliches anbieterübergreifendes Einzahllimit in Höhe von 1.000 Euro pro Spieler. Außerdem gibt es nun eine bundesweite Glücksspielaufsichtsbehörde in Halle (Saale).

Webseite: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/G/gluecksspiel.html
Support-Mail: Gluecksspielaufsicht@im.landsh.de

UK Gambling Commission

UK Gambling Commission Länderflagge United Kingdom
  • UK Gambling Commission (UKGC) hat im Jahr 2007 das Gaming Board für GB abgelöst
  • Behörde lizenziert nur Glücksspielanbieter mit Hauptsitz in Großbritannien
  • Für deutsche Gambler hat die britische UKGC-Lizenz seit dem Brexit an Relevanz verloren
  • UKGC will vor allem Spieler bestmöglich vor den Gefahren des Glücksspiels schützen
  • Lizenzierte Anbieter müssen Spielereinlagen vom übrigen Firmenvermögen separieren

Die UK Gambling Commission (UKGC) ist der offizielle Name der britischen Glücksspielbehörde. Sie ist dementsprechend für die Regulierung des Glücksspiels sowie für die Überwachung des Glücksspielrechts in Großbritannien zuständig. Genauer gesagt will die Aufsichtsbehörde jegliche Art von Kriminalität vom Glücksspiel und Minderjährige vom Glücksspiel fernhalten. Zudem besteht ein wesentlicher Bestandteil der behördlichen Arbeit darin, den Spielerinnen und Spielern ein faires Spiel zu gewährleisten. Das bedeutet unter anderem, dass hier ein zertifizierter Zufallsgenerator zum Einsatz kommt. Dieser wird zumeist sogar von unabhängigen Unternehmen kontrolliert. Ebenso müssen die Lizenznehmer auch hier die Spielergelder getrennt vom übrigen Unternehmensvermögen aufbewahren.

Die Kommission kann Casino Lizenzen an Glücksspielanbieter vergeben, wenn diese die formellen Voraussetzungen erfüllen. Zudem ist die UK Gambling Commission bekannt dafür, bei Regelverstößen hohe Geldbußen zu verhängen und unbelehrbaren Anbietern auch die Lizenz wieder zu entziehen. Die UK Gambling Commission existiert in ihrer heutigen Form seit 2007, nachdem sie das Gaming Board für Großbritannien ablöste. Die UKGC beschäftigt aktuell rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für Spielerinnen und Spieler aus dem deutschsprachigen Raum hat die UKGC zuletzt spürbar an Relevanz verloren, da Glücksspielanbieter auf andere Casino Lizenzen ausgewichen sind. Die UKGC reguliert nämlich grundsätzlich nur Glücksspielaktivitäten von britischen Spielfreunden.

Webseite: http://www.gamblingcommission.gov.uk/home.aspx
Support-Mail: info@gamblingcommission.gov.uk

Isle of Man Gambling Supervision Commission

Isle of Man Gambling Supervision Commission  Länderflagge Isle of Men
  • Isle of Man Gambling Supervision Commission ist die offizielle Glücksspielbehörde der Insel
  • Kommission wurde bereits im Jahr 1962 gegründet
  • Um eine Lizenz zu erhalten, müssen sich Anbieter dem umfassenden Regelwerk unterwerfen
  • Für Spieler aus Deutschland hat die Lizenz der Isle of Man kaum Relevanz
  • Die jährlichen Lizenzkosten betragen 35.000 Pfund Sterling
  • Zuletzt besaßen unter anderem Yggdrasil, Unikrn und Bahigo eine solche Lizenz

Isle of Man ist eine Insel in der Irischen See mit rund 85.000 Einwohnern. Zwar ist Isle of Man der britischen Krone unterstellt, trotzdem ist sie zu keinem Zeitpunkt Mitglied der Europäischen Union gewesen. Die nationale Glücksspielbehörde heißt Isle of Man Gambling Supervision Commission und wurde bereits im Jahr 1962 gegründet. Die Behörde reguliert fast alle Formen des Glücksspiels im Land, darunter nicht nur den Online-Glücksspielsektor, sondern auch landbasierte Spielbanken und Wettbüros. Das Ziel der Kommission besteht darin, dass das Glücksspiel fair und kriminalitätsfrei bleibt.

Zu den Aufgaben der Isle of Man Gambling Supervision Commission gehören unter anderem der Schutz der Spielergelder sowie die Genehmigung und Prüfung von fairen Zufallsgeneratoren für die Casino Spiele. Die erste offizielle Isle of Man-Lizenz wurde bereits im Jahr 2009 an Celton Manx für den Betrieb von Live Dealer-Spielen erteilt. Wer als User ein Problem mit einem Online Casino hat, kann sich über das offizielle Formular auf der Website über den Anbieter mit der Isle of Man-Lizenz beschweren. Aktuell verfügen ca. 55 Glücksspielunternehmen über eine Isle of Man-Lizenz. Darunter befindet sich unter anderem der Softwareprovider Yggdrasil. Die nur 572 Quadratkilometer große Insel ist weltweit bekannt als Steueroase und Sitz von zahlreichen Offshorefirmen.

Webseite: https://www.gov.im/categories/business-and-industries/gambling-and-e-gaming/
Support-Mail: gaming@gov.im

Gibraltar - Gambling Comission

Gibraltar - Gambling Comission Länderflagge Gibraltar
  • Gibraltar Gambling Commission (GGC) ist die offizielle Glücksspielbehörde von Gibraltar
  • Seit dem Jahr 2000 gibt es in Gibraltar eine solche Lizenzierungsbehörde
  • Gibraltar liegt an der Südküste Spaniens, gehört jedoch zur britischen Krone
  • Aktuell besitzen knapp 40 teils namenhafte Glücksspielanbieter eine Lizenz aus Gibraltar

Gibraltar ist ein britisches Überseegebiet mit nur rund 34.000 Einwohnern an der südlichen Spitze der Iberischen Halbinsel. Die zuständige Lizenzierungsbehörde ist die Gibraltar Gambling Commission (GGC). Die Behörde ist dabei vorwiegend für den Online-Glücksspielsektor tätig, da es kaum niedergelassene Spielstätten gibt. Die Aufgabe der GGC besteht darin, die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu überwachen. Dazu gehört die Überprüfung von Werbevorschriften sowie die Prävention von Geldwäsche. Darüber hinaus soll die Behörde sicherstellen, dass die Spielerguthaben ausreichend abgesichert sind.

Um eine Lizenz aus Gibraltar zu erhalten, müssen sich die interessierten Anbieter zunächst einem umfassenden Prüfungsprozess unterwerfen. Hier wird beispielsweise festgestellt, ob finanzielle Rücklagen vorhanden sind und wie seriös der Businessplan ist. Außerdem muss die Geschäftsführung des Casinos entsprechende polizeiliche Führungszeugnisse vorlegen. Die Gebühren betragen aktuell rund 100.000 Pfund pro Lizenz, was im Vergleich zu den meisten anderen Lizenzen sehr viel ist. Die Vorgängerbehörde des heutigen Gibraltar Gambling Commissioners war die Gibraltar Regulatory Authority (GRA), die bereits im Jahr 2000 gegründet wurde. Im Problemfall können sich Spieler vertrauensvoll an die Lizenzbehörde wenden. Dazu steht das Online-Portal der Gibraltar Gambling Commission zur Verfügung.

Zum aktuellen Zeitpunkt besitzen 38 Anbieter eine Lizenz der GCC (Stand: September 2021). Darunter befinden sich unter anderem die 888.com PLC, die William Hill Limited, BetVictor sowie Softwareprovider wie NetEnt, Red Tiger, Pragmatic Play oder Greentube. Der Sitz der kleinen Glücksspielbehörde mit nur zwei Büros befindet sich an folgender Anschrift: Suite 812 & 813, Europort Road, GX11 1AA Gibraltar.

Webseite: https://www.gibraltar.gov.gi/new/remote-gambling
Support-Mail: gamblinglicensing@gibraltar.gov.gi

NBA - National Betting Authority

NBA - National Betting Authority Länderflagge Zypern
  • Die National Betting Authority (NBA) wurde bereits im Jahr 2012 gegründet
  • Behörde besteht nur aus insgesamt sieben Mitgliedern
  • Lizenzkosten sind hier sehr hoch; zusätzlich muss ein Mindeststartkapital aufgebracht werden
  • Für Spieler aus Deutschland hat diese Glücksspiellizenz kaum Relevanz

Bereits seit 2007 vergibt die im östlichen Mittelmeer befindliche Insel Zypern Lizenzen an Online-Glücksspielanbieter. Die nationale Glücksspielbehörde ist die National Betting Authority (NBA). Die NBA besteht dabei aus einem Präsidenten und sechs Mitgliedern, die vom Ministerrat ernannt werden. Die Amtszeit der Mitglieder und des Präsidenten beträgt jeweils vier Jahre. Gegründet wurde die Glücksspielbehörde von Zypern in ihrer heutigen Form im Jahr 2012. Im selben Jahr legalisierte die Republik Zypern nämlich sowohl Offline- als auch Online-Sportwetten. Seitdem ist die NBA zuständig für die Prüfung von Anträgen sowie für die Lizenzierung und Überwachung von niedergelassenen Spielstätten und Online-Anbietern. Die zypriotische Glücksspielbehörde befindet sich in der Hauptstadt Nicosia, genauer gesagt an folgender Anschrift: Digeni Akrita 83, 1070, Nicosia.

Zu den Werten, die die National Betting Authority vertritt, gehören eigenen Angaben zufolge Respekt, Integrität, Verlässlichkeit und Professionalität. Die Lizenzkosten belaufen sich grundsätzlich auf ca. 30.000 Euro pro Jahr, wobei es auch eine 2 Jahres-Lizenz für 45.000 Euro gibt. Um eine NBA-Lizenz aus Zypern zu erhalten, müssen die Lizenznehmer über ein Mindeststartkapital in Höhe von 500.000 Euro verfügen und zudem sicherstellen, dass keine Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Im Problemfall kann sich der Spieler über das Kontaktformular an die winzige Glücksspielbehörde von Zypern wenden. Die Republik Zypern ist seit 2004 Mitgliedsstaat der Europäischen Union.

Webseite: https://nba.gov.cy/en/
Support-Mail: info@nba.gov.cy

Alderney Gambling Control Commission

Alderney Gambling Control Commission Länderflagge Alderney
  • Alderney Gambling Control Commission (AGCC) wurde im Jahr 2000 gegründet
  • Zeitweise war die AGCC für den europäischen Online-Glücksspielmarkt sehr relevant
  • Mittlerweile besitzen nur noch wenige Glücksspielfirmen eine AGCC-Lizenz
  • Für deutsche Spieler ist die Lizenz aus Alderney deshalb kaum noch von Bedeutung

Die Alderney Gambling Control Commission (AGCC) wurde bereits im Mai 2000 gegründet. Die Kommission ist unabhängig und reguliert die Online-Glücksspielbranche. Eigenen Angaben zufolge stellt die Glücksspielkommission sicher, dass „höchste internationale Standards“ erfüllt werden. Das Ziel besteht dabei darin, die Fairness und die Integrität des Online-Glücksspiels zu wahren. Unter anderem müssen die Lizenznehmer dafür Sorge tragen, dass immer mehr Geld vorhanden ist als den Spielern ausgezahlt werden muss. 

Laut der Website der Lizenzbehörde belaufen sich die Kosten für eine Lizenz im ersten Jahr auf ca. 17.500 Euro. Zuletzt nahm die Anzahl der von der AGCC lizenzierten Glücksspielanbieter stark ab. Während im Jahr 2018 noch 53 Unternehmen von der Behörde lizenziert wurden, waren es 2019 nur noch 33. Ursächlich für diese Entwicklung könnte sein, dass viele EU-Länder mittlerweile eigene Glücksspielgesetze eingeführt haben, die Online-Glücksspiele erlauben. Die Alderney Gambling Control Commission ist postalisch unter folgender Anschrift zu erreichen: St Anne’s House, Queen Elizabeth ll Street, Alderney. Im Problemfall können sich die User direkt an die Mitarbeiter der Glücksspielbehörde wenden. Alderney sind als Kanalinseln mit ihren nur rund 2.000 Einwohnern direkt der britischen Krone unterstellt. 

Webseite: https://www.gamblingcontrol.org/
Support-Mail: info@agcc.gg

Gaming Control Board

Gaming Control Board Länderflagge Costa Rica
  • Einwohner von Costa Rica dürfen nicht am Online-Glücksspiel teilnehmen
  • Das Land vergibt trotzdem Glücksspiellizenzen
  • Es findet kaum eine staatliche Kontrolle statt, sodass der User auf sich selbst gestellt ist
  • Deutsche Spieler sollten Casinos mit einer Lizenz aus Costa Rica deshalb auf jeden Fall meiden

Costa Rica ist ein Staat in Zentralamerika mit rund fünf Millionen Einwohnern. Die Glücksspielgesetzgebung im Land ist selbst erfahrenen Branchenkennern bis heute ein Rätsel. Leider finden sich nämlich kaum Informationen von offizieller Seite zur Glücksspielgesetzgebung im Land. Fakt ist, dass den Einwohnern von Costa Rica das Online-Glücksspiel grundsätzlich verboten ist. Trotzdem erteilt Costa Rica jedoch Glücksspiellizenzen. Eine Überwachung der Lizenznehmer findet jedoch kaum statt. Und das, obwohl die Regierung von Costa Rica bereits im Jahr 2013 angekündigt hat, die Glücksspielkontrollstelle Gambling Control Board ins Leben zu rufen.

Um eine Lizenz aus Costa Rica zu erhalten, muss der Antragsteller lediglich einen Geschäftssitz im Land sowie über eine Registrierung bei den Steuerbehörden verfügen. Zudem ist es den Lizenznehmern unter allen Umständen verboten, Einzahlungen von Kunden mit Wohnsitz in Costa Rica anzunehmen. Die Lizenzkosten betragen pro Jahr etwa 5.000 US-Dollar. Hinzu kommen 500 US-Dollar an Bearbeitungsgebühren. Zusammenfassend gesagt sollten Spieler von einem Online Casino mit einer Lizenz aus Costa Rica möglichst die Finger lassen. Hier findet nämlich keine behördliche Regulierung oder Kontrolle statt. In Costa Rica herrscht seit den 1950er Jahren eine stabile Demokratie. Das Land wird teilweise auch als die „Schweiz Zentralamerikas“ bezeichnet.

Kahnawake Gaming Commission

Kahnawake Gaming Commission Länderflagge Kanada
  • Kahnawake-Glücksspielkommission lizenziert und reguliert bis zu 500 Online Casinos
  • Viele Online Casinos im nordamerikanischen Raum besitzen eine solche Lizenz
  • Für den europäischen Markt hat die KGC-Lizenz kaum Relevanz
  • KGC will Minderjährige sowie persönliche Daten schützen und Geldwäsche verhindern
  • Die Bearbeitungskosten für die Lizenzerteilung betragen mindestens 30.000 USD

Die Kahnawake Gaming Commission (KGC) reguliert mehrere hundert Online Casinos im nordamerikanischen Raum. Kahnawake ist nämlich ein Mohawk-Reservat in Quebec, Kanada. Für Spieler aus Europa ist die Kahnawake-Glücksspielkommission hingegen kaum von Bedeutung. Die Gründung der KGC wurde mit dem Erlass des entsprechenden Glücksspielgesetzes im Jahr 1996 ermöglicht. Im Juli 1999 erließ die Kommission dann die ersten Verordnungen für interaktive Glücksspielaktivitäten. Die Kahnawake Gaming Commission gehörte damit zu den ersten Organisationen weltweit, die Online Casinos lizenziert und reguliert.

Um eine Lizenz der KGC zu erhalten, müssen die Online Casinos bei Mohawk Internet Technologies gehostet werden. Hierbei handelt es sich um ein Rechenzentrum im kanadischen Kahnawake. Zu den Kernaufgaben der Glücksspielkommission gehört der Schutz Minderjähriger sowie die Verhinderung von Geldwäscheaktivitäten. Zudem soll die Kommission sicherstellen, dass Gewinne schnell ausgezahlt werden und dass persönliche Daten der Spieler geschützt werden. Die Kosten für die Erlangung einer KGC-Lizenz betragen mindestens 30.000 USD, wobei eine Lizenzverlängerung noch einmal mit mindestens 10.000 USD zu Buche schlägt. Interessant ist, dass die kanadischen Behörden die von der KGC vergebenen Lizenzen bis heute als illegal einstufen. Eine Strafverfolgung findet seit dem Inkrafttreten des Glücksspielgesetzes in den späten 1990er Jahren dennoch nicht statt. Es wird geschätzt, dass aktuell bis zu 500 Online Casinos mit einer Lizenz der Kahnawake Gaming Commission am Markt tätig sind.

Webseite: https://www.gamingcommission.ca/
Support-Mail: complaints@gamingcommission.ca

Swedish Gambling Authority

Swedish Gambling Authority Länderflagge Schweden
  • Glücksspielbehörde von Schweden heißt Spelinspektionen
  • Behörde ist dem Finanzministerium untergeordnet und hat ca. 65 Angestellte
  • Spelinspektionen ist bekannt dafür, auf Regelverstöße mit hohen Geldstrafen zu reagieren
  • Aktuell gibt es schätzungsweise eine überschaubare zweistellige Anzahl an Lizenznehmern

Die offizielle Glücksspielbehörde in Schweden heißt Spelinspektionen und hat ihren Sitz in Strängnäs. Die Behörde überwacht den Glücksspiel- und Lotteriemarkt und berät bzw. unterstützt die schwedische Regierung. Eigenen Angaben zufolge sind derzeit 65 Personen für die Swedish Gambling Authority tätig. Dabei werden unter anderem die Kompetenzbereiche Recht, Wirtschaft und IT abgedeckt. Die schwedische Glücksspielbehörde gliedert sich in drei Abteilungen: die operative Abteilung, in der es um die Lizenzierung und das Beschwerdemanagement geht, die Abteilung für Geschäftsunterstützung und eine Abteilung für Kommunikation. Die Swedish Gambling Authority hat mit Spelpaus.se ein freiwilliges Sperrsystem für Glücksspiele jeder Art ins Leben gerufen.

Primär soll die Behörde sicherstellen, dass das Risiko sozialer Schäden durch Glücksspiele verringert wird. Zudem soll die Behörde dafür sorgen, dass das illegale Angebot reduziert wird und parallel an einem sicheren Glücksspielmarkt arbeiten. Derzeit betragen die Kosten für die Erteilung einer Glücksspiellizenz durch die Behörde 400.000 Schwedische Kronen (= ca. 38.000 Euro). Die Verlängerung einer solchen Lizenz kostet immerhin noch 300.000 Schwedische Kronen (= ca. 29.000 Euro). Die schwedische Glücksspielbehörde Spelinspektionen hat dabei keine Höchstzahl an Lizenzen festgelegt, sodass jeder Anbieter, der die Anforderungen erfüllt, auch eine Erlaubnis erhält. Allerdings müssen die Lizenznehmer auf ihren Bruttoumsatz eine vergleichsweise hohe Steuer in Höhe von 18 % zahlen. Derzeit gibt es unseren Informationen zufolge nur eine niedrige zweistellige Anzahl an Lizenzen, die vergeben wurde. Die übergeordnete Behörde ist das schwedische Finanzministerium.

Webseite: https://www.spelinspektionen.se/
Support-Mail: registrator@spelinspektionen.se

Directorate General for the Regulation of Gambling (DGOJ)

Directorate General for the Regulation of Gambling (DGOJ) Länderflagge Spanien
  • DGOJ ist die offizielle Glücksspielbehörde von Spanien
  • Behörde ist mit der Genehmigung, Überwachung, Kontrolle und Sanktionierung von Glücksspielaktivitäten betraut
  • Um eine spanische Glücksspiellizenz zu erhalten, müssen etliche Voraussetzungen erfüllt werden

Im Jahr 2011 wurde in Spanien ein neues Glücksspielgesetz eingeführt. Seitdem ist die Directorate General for the Regulation of Gambling (DGOJ) die zuständige Glücksspielbehörde des Landes. Diese Generaldirektion ist nicht nur für den landbasierten Glücksspielsektor, sondern auch für die Online-Glücksspielbranche zuständig. Es handelt sich um ein Organ des Ministeriums für Verbraucherangelegenheiten. Zu den Kernaufgaben der DGOJ gehören die Regulierung, Genehmigung, Überwachung, Kontrolle und gegebenenfalls Sanktionierung von Glücksspielaktivitäten.

Die Behörde erteilt allgemeine Lizenzen für eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren, sofern die strengen Voraussetzungen vom Lizenznehmer erfüllt werden. Die Anzahl der Glücksspiellizenzen ist dabei grundsätzlich nicht begrenzt. Um eine begehrte spanische Glücksspiellizenz zu erhalten, muss der Antragsteller unter anderem ein Grundkapital von mindestens 100.000 Euro vorweisen können und zahlreiche technische Voraussetzungen erfüllen. Nach einer Antragstellung benötigt die DGOJ bis zu sechs Monate, um alle Unterlagen zu überprüfen. Insgesamt wurde bis heute eine niedrige dreistellige Anzahl an Glücksspiellizenzen durch die spanische Glücksspielbehörde erteilt. Für Spielerinnen und Spieler aus dem deutschsprachigen Raum hat die spanische Glücksspiellizenz in der Praxis jedoch kaum Relevanz.

Webseite: https://www.ordenacionjuego.es/en
Support-Mail: dgoj.incidencias@hacienda.gob.es

Spillemyndigheden

Spillemyndigheden Länderflagge Dänemark
  • Dänische Glücksspielbehörde Spillemyndigheden gilt als besonders streng
  • Spillemyndigheden hat in der Vergangenheit viele illegale Glücksspielseiten sperren lassen
  • In Dänemark kann jeder Anbieter, der die Voraussetzungen erfüllt, eine Lizenz beantragen (keine Obergrenze)
  • Glücksspielunternehmen müssen hier vergleichsweise hohe Steuersätze zahlen

Die Spillemyndigheden ist die offizielle dänische Glücksspielbehörde, die ihren Hauptsitz in Odense hat. Sie ist zuständig für die Regulierung des gesamten Glücksspielmarktes und soll gewährleisten, dass die Gambler vor unfairem und illegalem Glücksspiel geschützt werden. Darüber hinaus sperrt die Spillemyndigheden aktiv illegale Glücksspielseiten aus dem Ausland. Erst im März 2021 wurde bekannt, dass die dänische Behörde wieder einmal über 50 ausländische Online Casinos gesperrt hat. Glücksspiellizenzen an private Anbieter werden in Dänemark erst seit 2012 vergeben. Im Laufe der Zeit hat die dänische Glücksspielbehörde immer wieder die Vorgaben und Maßnahmen zum Spielerschutz verschärft.  

Die dänische Glücksspiellizenz ist grundsätzlich für fünf Jahre gültig. Lizenznehmer müssen zusätzlich zum Steuersatz von 20 % auf den Bruttojahresumsatz weitere 28 % an die dänischen Finanzbehörden abführen. Zudem müssen Glücksspielanbieter mit einer Lizenzgebühr zwischen 7.400 und 220.000 USD rechnen. Die Spillemyndigheden gilt als einer der strengsten Regulierungsbehörden für Glücksspielaktivitäten im europäischen Raum. Aus diesem Grund gibt es hier seit einigen Jahren auch das Spielersperrregister ROFUS. Eigenen Angaben zufolge sind aktuell insgesamt ca. 120 Mitarbeiter für die dänische Glücksspielbehörde tätig.  

Webseite: https://www.spillemyndigheden.dk/en
Support-Mail: mail@spillemyndigheden.dk

Fazit

Abschließend lässt sich feststellen, dass es aktuell eine Vielzahl an Casino Lizenzen gibt. Leider sind nicht alle Glücksspiellizenzen für Spielerinnen und Spieler aus dem deutschsprachigen Raum gleichermaßen gut geeignet. Wichtig ist jedoch, dass vor einer Registrierung überprüft wird, ob eine Casino Lizenz vorhanden ist, ob diese überhaupt noch gültig ist und von welcher Behörde diese ausgestellt wurde. Aktuell sind die EU-Lizenz aus Malta, die karibische Lizenz aus Curacao sowie seit dem Sommer 2021 die deutsche Lizenz am stärksten am deutschen Online-Glücksspielmarkt vertreten. All diese drei Lizenzen gelten grundsätzlich auch als sicher. Wir versuchen natürlich nach bestem Wissen und Gewissen alle Online Casinos und Online Spielotheken zu überprüfen, sodass wir bei uns ausschließlich Anbieter mit gültiger Lizenz empfehlen.

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