Die Spielhallenbetreiber fürchten immer stärker die Konkurrenz der Online Casinos und Café-Bistros. Die Abwanderungsbewegungen der Spieler werden deutlich spürbarer. Man möchte nun die Qualität des Glücksspiels verbessern und schlägt dafür deutschlandweit einheitliche Einlasskontrollen mit Gesichtserkennungssoftware vor. Der Kinder- und Jugendschutz soll damit entscheidend verbessert werden.

Einlasskontrollen in SpielhallenDas Spielhallen immer unattraktiver werden, steht für das GambleJoe-Team fest, seitdem wir das erste Mal die neuen TR 5.0 Spielautomaten gesehen haben. Inzwischen geben die meisten Spielhallenbetreiber bereits selbst zu, dass die neuen Geldspielgeräte der technischen Richtlinie 5.0 zu langweilig geworden sind. Zudem warnen immer noch Suchtexperten vor den Gefahren der Spielsucht durch die neuen Automaten.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Spielhallenbetreiber inzwischen alles versuchen, um das Image des Glücksspiels in den Spielotheken zu verbessern und es klar vom Online Glücksspiel abzugrenzen.

Die Branche musste erst durch neue Abstandsregelungen Schließungen von Spielhallen in fast allen Bundesländern hinnehmen. Die neuen Spielautomaten sorgten dann für eine Abnahme der Attraktivität und spielten somit den Glücksspielunternehmen im Internet in die Karten.

Ein Kampagne zu faires Spiel in Spielotheken mit Bastian Schweinsteiger brachte keine große Veränderung. Aus Richtung Sachsen-Anhalt kommen jetzt Vorschläge zur Verbesserung der Qualität beim Glücksspiel. Man fordert Gesichtserkennungssoftware in allen Spielhallen deutschlandweit für die Einlasskontrollen. Diese sollen im nächsten Glücksspielstaatsvertrag in der gesamten Bundesrepublik einheitlich geregelt werden. So zumindest ist die Forderung von Branchenvertretern.

Was genau wird von Seiten der Spielhallenlobby gefordert?

In Hinblick auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag fordern die Spielhallenbetreiber bundeseinheitliche Zutrittskontrollsysteme mit biometrischer Gesichtserkennungssoftware. Der Spieler- und Jugendschutz soll durch Kameras, Computer und eine zentrale Datenbank verbessert werden. Die Software soll neben dem Alter der Person ebenfalls gesperrte Mitglieder entlarven. Die technische Erkennung soll weniger Fehler aufweisen, als die Einschätzung durch das Personal.

In Magdeburg der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt haben verschiedene Branchenverbände der Glücksspielindustrie das Thema diskutiert. Thomas Breitkopf ist Präsident des Bundesverbandes Automatenunternehmer und Vorsitzender des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland. Er erklärte am 21. November 2019 bei der Versammlung, dass die Voraussetzungen in Sachsen-Anhalt besonders ungünstig für den Spielerschutz sind, da sich ein Spieler in jeder der 260 Spielhallen des Bundeslandes einzeln sperren lassen müsste, wenn er wirklich nicht mehr spielen wollte. Laut der Branche selbst gab es 2018 in Sachsen-Anhalt rund 3.000 Geldspielgeräte in den Spielhallen und noch einmal 800 Spielautomaten in der Gastronomie.

Die Industrieverbände haben sich für eine neue „Play Safe“-Kampagne ausgesprochen. Damit möchte man die Abwanderung von Spielern in Online Casinos und Café-Bistros stoppen. Um dies zu erreichen, möchten die Verbände stärkeren Einfluss auf den neuen Glücksspielvertrag nehmen, der derzeit ausgearbeitet und hoffentlich ab Mitte 2021 gelten wird. Durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag möchte man eine bessere Regulierung mit einer Stärkung der Qualität erreichen.

Spätes Umdenken in der Spielhallen-Branche

In Sachen Spieler- und Jugendschutz haben die Spielhallen ihre Pflichten über Jahre hinweg nur unzureichend erfüllt. Der Bremer Glücksspielforscher Prof. Gerhard Meyer hatte beispielsweise in den Jahren 2014 und 2016 große Mängel bei den Einlasskontrollen im Praxistest durch seine Studenten aufdecken lassen. In einem Artikel in der Fachzeitschrift SUCHT hat er dabei seine Ergebnisse aus Bremen geschildert.

2014 hatten die Studenten 29 der 129 Spielhallen in Bremen untersucht. Nur bei einem Viertel der Testspielenden wurde der Ausweis kontrolliert. Die Tester waren zwischen 20 und 25 Jahre alt. Den Jugendschutz hatte das Personal damit nur unzureichend erfüllt. Außerdem spielten die Tester verschiedene Spielverhaltens-Szenarien durch. Teilweise gaben die Testpersonen gegenüber dem Personal an, dass sie weniger spielen wollten, aber wieder alles verspielt hätten. Jetzt müssten sie erst zur Bank, um weiterspielen zu können. Eigentlich hätte das Personal das Gespräch suchen müssen, um über die ersten Anzeichen von Spielsucht zu sprechen. Allerdings gab es nur in 5% der Fälle eine angemessene Reaktion des Personals. Auf die Frage nach Selbstsperren in der jeweiligen Spielhalle, reagierten lediglich 62% der Spielhallenangestellten in angemessener Weise.

2016 hat Meyer die Studie zum Spielverhalten und den Reaktionen des Personals wiederholen lassen. Nur in 4% der Fälle hatte das Personal bei dem erneuten Praxistest auf ein problematisches Spielverhalten angemessen reagiert. Immerhin gab es in 75% der Fälle keine Probleme, als die Studenten nach Selbstsperren gefragt haben.

Besonders schockierend war 2016 jedoch der Praxistest in den 18 Spielhallen Bremerhavens. In nur 10 Spielhallen konnte man sich sperren lassen, eine Spielhalle hat mit einem Hausverbot reagiert – eine Sperrung war wohl nicht vorgesehen. Bei den 10 Spielotheken gab es teilweise weitere Hürden. Die Studenten mussten 2 Tage später vorbeikommen, um die Selbstsperre zu bestätigen. Teilweise wurden Kopien des Ausweises von den Testspielern gefordert. Die Studenten hatten in Bremerhaven auch ausprobiert, ob sie zwei Wochen später noch einmal in die Spielhallen hereingelassen werden. Sie kamen in alle Spielhallen und konnten spielen, bis auf die eine Spielothek, in der gleich ein Hausverbot erteilt wurde. Dort hat man die Testperson nicht hereingelassen und sofort erkannt.

Bremen ist kein Einzelfall

Hessen hat 2014 als erstes Bundesland mit dem OASIS-System ein einheitliches Sperrsystem für alle Spielhallen des Bundeslandes eingeführt. Seitdem muss das Spielhallenpersonal in Hessen alle Besucher einer Spielhalle mit der Datenbank des Sperrsystems abgleichen. Wenn ein Spieler gesperrt ist, muss ihm der Zutritt verwehrt bleiben. Bis 2018 hatten sich in Hessen mehr als 16.000 Personen für die Spielhallen sperren lassen.

Man hatte 2018 auch die Spielhallen in Hessen prüfen lassen. Bei 4 von 5 Zutrittsversuchen gab es eine Einlasskontrolle durch das Personal. Dennoch konnten die Tester trotz Sperre in 28% der Fälle die Spielhallen betreten. Die Person simulierte ebenfalls ein problematisches Spielverhalten, aber nur in 7% der Tests hat das Personal in Hessen angemessen reagiert.

Qualitätsanhebung wird Spielhallen kaum attraktiver machen

Sicherlich ist es löblich, dass Spielhallen endlich ihre Verfehlungen der Vergangenheit aufarbeiten wollen. Zuverlässige Einlasskontrollen sind unerlässlich. Gleiches gilt für ein einheitliches Sperrsystem. Dennoch werden diese Qualitätskriterien nicht die Abwanderung der Spieler stoppen.

Online Casinos überzeugen vor allem mit attraktiveren Spielautomaten, die eine bessere Grafik, bessere Sounds und ein höheres Gewinnpotenzial besitzen. Wichtiger ist jedoch noch die Auszahlungsquote, die in Spielhallen lediglich bei 70%, in Online Casinos aber weit über 90% liegt. Außerdem ist das Spielen von Zuhause deutlich komfortabler. Aus diesem Grund würden alle im GambleJoe-Team ein seriöses Online Casino immer der Spielhalle vorziehen. Zumal das Spielen im Internet einfacher ist, da man das Geld nicht erst in einen Punkte- oder Energiespeicher buchen muss.

Weitere Vor- und Nachteile von Online Casinos hatte ich bereits in einem anderen Artikel zusammengefasst. In unserem Vergleich findet man die besten Online Casinos auf einen Blick. Einige unserer Favoriten zeigt auch die folgende Tabelle:

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