Die Deutsche Automatenwirtschaft ist der Meinung, dass die Verringerung der Geldspielgeräte in Bars und Restaurant ein herber Schlag für die Gastronomie sein wird. Außerdem weist man daraufhin, dass dem Kanalisierungsauftrag des Glücksspielgesetzes nicht nachgekommen wird.

Am 10. November endete eine Übergangfrist der neuen Spielverordnung (SpielVO), welche die gewerbliche Nutzung von Geldspielgeräten in Gaststätten betrifft.

Die sechste Verordnung zur Änderung der Spielverordnung hat man am 10. November 2014 im Bundesgesetzblatt bekannt gegeben. Mit einer Übergangsfrist von 5 Jahren hatten die Politiker damals entschieden, dass ab 2019 nur noch 2 statt 3 Spielautomaten in einem gastronomischen Betrieb aufgestellt werden dürfen.

Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. hat jetzt eine Pressemitteilung zu diesem Umstand veröffentlicht, in der man ausführt, dass die neue Spielverordnung zunehmend die Glücksspielanbieter hierzulande schwächen würde.

Die Kritik der Automatenwirtschaft an der Reduzierung der Spielautomaten

Für die Automatenwirtschaft ist die Reduzierung von 3 auf 2 Geldspielgeräte in der Gastronomie ein weiterer Schritt in die falsche Richtung, was die Regulierung von Glücksspiel in Deutschland anbelangt. Tausende Automatenunternehmer und Gastwirte würden täglich verantwortungsbewussten Spieler- und Jugendschutz zeigen, sie würden so ungerecht behandelt und weiter geschwächt werden.

Zudem würden durch den Schritt weitere Abwanderungsbewegungen von Spielern begünstigt. Mit der Umstellung auf Geldspielgeräte der neuen Technische Richtlinie 5.0 hatte die Automatenwirtschaft bereits zugegeben, dass Spielautomaten in Spielhallen und der Gastronomie zunehmend unattraktiver werden. Die Kunden würden das Spielen langweilig finden, was vor allem am neuen Buchungsprozess ohne automatische Umbuchung liegt.

Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft, stellt fest, dass durch die derzeitige Regulierung Glücksspielanbieter eher geschwächt als vernünftig reguliert werden. Zum konkreten Sachverhalt führte er aus:

Entscheidend für einen effektiven Spieler- und Jugendschutz ist die Qualität des Angebots, nicht die Anzahl der aufgestellten Geräte.

Das Angebot in der Gastronomie würde man durch die Reduzierung der Geldspielgeräte künstlich begrenzen und damit verschlechtern. Somit würden noch mehr Spieler in Spielhallen oder Online Casinos abwandern. Eigentlich sei es der Auftrag und das Ziel des Glücksspielgesetzes, den natürlichen Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken. Dieses Ziel sieht der Sprecher des Automatenverbands zunehmend gefährdet. Außerdem betont Stecker vehement:

Das gewerbliche Geldspiel hat seine Ursprünge in der Gastronomie. Bis heute ist die Gastronomie-Aufstellung eine tragende Säule unserer Branche. Als Dachverband werden wir uns auch weiterhin intensiv für deren sichere Zukunft einsetzen.

Kritik an dem derzeitigen Automatenspiel von Suchtexperten

Spielautomat beim DönerKritiker und Suchtexperten werfen der Automatenwirtschaft bei den neuen Spielautomaten der technischen Richtlinie 5.0 vor, die gesetzlichen Regelungen wieder einmal umgangen zu haben. Als Spiel habe man einen künstlichen Umbuchungsprozess von Geld auf einen Punktespeicher definiert. Das eigentliche Automatenspiel mit den Walzen wird weiterhin nicht reguliert. Aus diesem Grund warnen auch Suchtexperten vor den neuen TR 5.0 Automaten.

Bereits im Jahrbuch Sucht 2018 wurde außerdem deutlich, das bei Überprüfungen des Jugend- und Spielerschutzes in gastronomischen Einrichtungen große Mängel bestehen. Man hatte in mehreren Tests zwischen Oktober 2016 und Januar 2017 mehr als 604 gastronomische Betriebe in ganz Deutschland überprüft und musste feststellen, dass in 90,2% der gastronomischen Betriebe die Automaten für Kinder frei zugänglich waren. Mehr als ein Viertel der Unternehmen hat zudem kein Informationsmaterial zum problematischen Spielverhalten vorgehalten.

Zwar sollte es danach Ende 2018 neue Richtlinien und Maßnahmen zur Verbesserung des Jugend- und Spielerschutzes in der Gastronomie geben, aber es hat sich bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass nicht alle Gastwirte einen verantwortungsbewussten Spieler- und Jugendschutz an den Tag legen.

Wie groß könnten die Auswirkungen der Reduzierung sein?

Insgesamt muss man sagen, dass die meisten gastronomischen Betriebe sich bereits im Vorfeld auf die neuen Regeln eingestellt haben, zumindest ist es teilweise in Berlin der Fall gewesen. Am Beispiel der Stadt Kehl in Baden-Württemberg gibt es aber einige konkrete Zahlen.

Es bleibt unklar wie viele Geräte tatsächlich verschwinden

Kehl liegt gegenüber von der französischen Stadt Straßburg am Rhein und hat rund 35.000 Einwohner. Die baden-württembergische Stadt hatte vor Ende der Übergangsfrist 671 Geldspielgeräte, 327 befanden sich in Spielhallen, 344 standen in der Gastronomie. In 104 Spielbistros waren noch 3 Geldspielgeräte vorhanden. In 16 gastronomischen Betrieben stehen 2 Spielautomaten, in 2 Betrieben sogar nur jeweils 1 Spielautomat.

Nach Inkrafttreten würden theoretisch noch einmal 208 Geldspielgeräte aus der Stadt verschwinden. Der Ordnungsdienst hat auch angekündigt, dass man die Kontrollen verstärken werde, damit die neuen gesetzlichen Regelungen auch eingehalten werden.

Allerdings hatte der Leiter des Bereichs Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung, Nico Tim Glöckner, bereits erläutert, dass die Rechnung nicht so einfach ist. Allein in einer Woche vor dem Stichtag gab es 11 Anträge für Gaststätten bei der Stadt. 10 Wirte haben die Absicht, Geldspielgeräte aufzustellen. Daher kann man noch nicht konkret sagen, wie stark sich die Anzahl der Geldspielgeräte wirklich reduzieren wird. Zudem gab es bereits Bauanträge zur Teilung von Gaststätten, von denen aber bereits einige Fälle abgewiesen wurden.

Stadt Kehl klagt über ausbleibende Einnahmen

Die Stadt selbst beklagt ebenfalls ausbleibende Einnahmen durch die Vergnügungssteuer. Durch die neuen Automaten der technischen Richtlinie 5.0 wären die Einnahmen durch die Vergnügungssteuer um 20% gesunken. Der Fachbereich Finanzdienste rechnet für 2019 lediglich mit knapp 5 Millionen Euro an Einnahmen durch die Vergnügungssteuer. Für 2020 geht man nur noch von 4,8 Millionen Euro aus.

In guten Jahren lagen die Einnahmen der Vergnügungssteuer bei 6 Millionen Euro, wobei die Spielautomaten das Hauptzugpferd der Steuer sind. In gut aufgestellten Spielautomaten, welche fußläufig erreichbar sind, landen im Monat im Durchschnitt 4.000 Euro, die Stadt erhält so im Schnitt zwischen 500 und 1.000 Euro pro Spielautomat an Steuern.

Auswirkungen sind derzeit nicht konkret absehbar

Bisher sind die konkreten Auswirkungen der Reduzierung der Spielautomaten in der Gastronomie nicht absehbar. Ich muss gestehen, dass mich die Spielautomaten am Döner oder beim Asiaten in Berlin sowieso nicht mehr ansprechen.

Das mag aber auch mit den Games von Novoline, Merkur oder Bally Wulff zusammenhängen, die ich teilweise einfach nur langweilig finde. In Online Casinos gibt es wirklich hochwertige Videoslots wie Hotline von NetEnt, Jurassic Park von Microgaming oder Slots mit besonders hohem Potenzial von Big Time Gaming wie The Final Countdown.

Daher würde ich ein Online Casino den Geldspielgeräten in der Gastronomie oder auch in Spielotheken immer vorziehen. Hier einmal meine TOP 3 der Online Casinos, in denen ich eher spielen würde, als an Spielautomaten der neuen Technischen Richtlinie 5.0:

  Dunder Logo
Dunder
Casumo Logo
SlottyVegas
LeoVegas Logo
Videoslots
Anzahl Spiele 832 1.906 3.688
Spielgeldmodus ja ja ja
Spielen ­ ohne
An­mel­dung
ja Ja Nein
Erster Bonus 100% bis zu 250€ + 100 Freispiele 100% bis 500€ + 50 Freispiele 100% bis 200€
Umsatzrate 30x Bonus + Einzahlung 40x Bonus 35x Bonus
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