Wie vor einigen Tagen bekannt wurde, hat der Wettanbieter Betway versehentlich eine nicht unerhebliche Anzahl an Spielern über das Sperrsystem OASIS gesperrt. Die Folge: Die betroffenen Spieler konnten bei vielen Anbietern keine Einsätze mehr vornehmen. Aber wie konnte es zu solch einer schwerwiegenden Panne kommen?

Erst vor einigen Monaten berichteten wir darüber, dass viele Spieler „Kontroll-Tools“ für Limits oder Sperren freiwillig nutzen. So manch einem Betway-Kunden wurden die Vorteile des offiziellen Sperrsystems OASIS nun jedoch ungewollt gezeigt. Denn der britische Wettanbieter hat aus Versehen eine beachtliche Anzahl an Spielern an die Sperrdatei gemeldet. Diese wunderten sich daraufhin natürlich darüber, dass sie nirgendwo mehr einen Einsatz platzieren konnten.

Betway entschuldigt sich für den Fehler  

Wie in diesen Tagen berichtet wurde, betrifft die OASIS-Sperre bis zu 2,5 Prozent der Betway-Kunden. Demnach müssten also Tausende Spielerinnen und Spieler des Wettanbieters betroffen sein, die ungewollt gesperrt wurden. Der Glücksspielanbieter selbst spricht von einem „menschlichen Versagen“ und versichert, mit Hochdruck an einer Lösung zu arbeiten. Bislang ist noch unklar, wie es dazu kommen konnte, dass Betway versehentlich eine beachtliche Anzahl an Spielern von seiner Plattform ausgesperrt hat.

Betway ist ein international tätiger Glücksspielanbieter, der im Jahr 2006 gegründet wurde und neben Sportwetten auch Casino Spiele und E-Sports anbietet. Aktuell hält Betway in insgesamt acht europäischen Ländern Lizenzen für Glücksspiel. Weltweit beschäftigt die Betway Group mehr als 2.000 Mitarbeiter. Der Anbieter verfügt über Niederlassungen in Malta, London, Guernsey, Isle of Man und Kapstadt. Außerdem ist Betway Mitglied im Deutschen Sportwettenverband (DSWV).

OASIS-Sperre kann frühestens nach einem Jahr aufgehoben werden

Das Problem besteht aktuell darin, dass alle von Betway bei OASIS gemeldeten Spieler normalerweise frühestens nach einem Jahr wieder entsperrt werden können. Das ergibt sich aus dem Wortlaut des neuen Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV). Allerdings besteht für die betroffenen Betway-Kunden die Hoffnung, dass sie viel früher wieder wie gewohnt spielen können. Schließlich sei die Sperre versehentlich vom Anbieter an OASIS übermittelt worden.

Weiterhin ist anzumerken, dass die betreffenden Betway-Kunden nicht einfach auf einen anderen Glücksspielanbieter ausweichen können. Die OASIS-Spielersperre gilt nämlich anbieterübergreifend, sodass ein bei Betway gesperrter Spieler auch nicht mehr bei anderen lizenzierten Anbietern wie zum Beispiel Tipico oder bwin spielen kann. Für die betroffenen Spieler ist das also ein äußerst ärgerliches Unterfangen. Erst vor wenigen Monaten berichteten wir noch davon, dass das Spielersperrsystem OASIS noch nicht richtig funktioniert.

Fazit

Aus Versehen meldete der Glücksspielanbieter Betway wohl mehrere Tausend Spieler bei OASIS als gesperrt. Diese können nun bei den lizenzierten Anbietern keine Einsätze mehr platzieren, sodass die Gefahr besteht, dass sie auf nicht lizenzierte Anbieter ausweichen. Wenn Spieler ungewollt gesperrt werden, ist das ein nicht hinnehmbarer Umstand, der den Spielspaß massiv trübt. Man kann nur hoffen, dass Betway seinen Fehler schnell korrigiert und mit der Sperrdatei OASIS einen Lösungsvorschlag erarbeitet.  

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/tür-barrierefreiheit-sperren-1089560/

 

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