Wie bereits vor etwas mehr als zwei Wochen bekannt wurde, soll ein Bauarbeiter in Argentinien zunächst den Casino-Jackpot geknackt haben. Daraufhin sei ihm jedoch die Gewinnausschüttung verweigert worden. Das Casino begründete diese Entscheidung mit einer Fehlfunktion am Gerät. Aber ist so eine Vorgehensweise überhaupt rechtens?

Zuletzt berichteten wir im April vergangenen Jahres über Argentinien. Damals ging es um ein schwimmendes Luxuscasino für Argentinien, das stationär im Hafen bleiben soll. Im aktuellen Fall hat ein Bauarbeiter in einem Casino in Argentinien zunächst den Mega-Jackpot geknackt. Doch die Freude währte nur kurz: Schon wenig später erschien ein leitender Angestellter am Spielautomaten, stellte das Gerät aus und teilte mit, dass ein technischer Defekt vorliegt und der Gewinn ein Irrtum sei.

Jackpot betrug 100 Millionen Pesos

Der Jackpot, den der Casino-Kunde gewonnen hat, betrug unglaubliche 100 Millionen Pesos. Umgerechnet entspricht das einem Wert von etwa 750.000 Euro. Bei der Spielbank soll es sich um das Casino von Río Gallegos in der Provinz Santa Cruz gehandelt haben. Der Bauarbeiter spielte zunächst relativ erfolglos am Spielautomaten und verlor einen Teil seines Guthabens. Erst einige Zeit später staunte der Mann dann nicht schlecht, als er auf den Bildschirm blickte: Er hat den Jackpot abgeräumt und damit 100 Millionen Pesos gewonnen.

Bereits wenig später eilten die ersten Casino-Gäste zum vermeintlichen Gewinner, um zu gratulieren. Auch einige Casino-Mitarbeiter waren bereits gekommen, um Glückwünsche auszusprechen. Doch als dann wenig später ein leitender Angestellter des Hauses erschien, war es mit der Freude schon wieder vorbei.

Casino-Chef stellt Spielautomaten ab und verweist auf technischen Defekt

Der leitende Angestellte wies den „Gewinner“ darauf hin, dass ein technischer Defekt vorliege und dass der Gewinn nicht ausgezahlt werden könne. Dann stellte er den Spielautomaten ab. Der enttäuschte Casino-Gewinner gab sich damit natürlich nicht zufrieden und forderte an der Kasse die Auszahlung seines Gewinns. Daraufhin sei er eigenen Angaben zufolge heftig beschimpft worden und ihm wurde „Unehrlichkeit“ vorgeworfen. Die Casino-Verantwortlichen behaupteten, der Mann habe wissentlich eine bekannte Fehlfunktion des Spielautomaten ausgenutzt, um den Gewinn zu erhalten. Erst im März dieses Jahres berichteten wir über einen Casino-Gewinner, der seinen Jackpot-Gewinn nicht bemerkte und das Casino ohne Gewinn verließ.

Der glücklose Jackpot-Gewinner stammt aus der Stadt Comandante Luis Piedrabuena und arbeitet als Bauarbeiter. Demnach hätte er den Gewinn mit Sicherheit gut gebrauchen können. Vor Ort habe der Gewinner sogar angeboten, den Automaten durch einen Sachverständigen überprüfen zu lassen. Diesen Vorschlag habe das Casino-Management jedoch abgelehnt. Stattdessen habe er den betreffenden Automaten lediglich fotografieren können.

Nun hat sich der Mann juristischen Rat geholt und sowohl die Polizei als auch einen Anwalt eingeschaltet. Der Anwalt des Mannes sucht nun öffentlich nach Zeugen, die die Umstände vor Ort mitbekommen haben und eine Aussage machen können. Darüber hinaus will der Anwalt die Aufzeichnungen der Überwachungskameras anfordern. Das Casino selbst lehnte eine Stellungnahme ab und verwies auf das laufende Verfahren. In Brasilien schreitet unterdessen die Glücksspiel-Legalisierung voran. Brasilien ist ein Nachbarland von Argentinien und liegt ebenfalls in Südamerika.

Fazit

Nach wie vor erwartet der argentinische Bauarbeiter, dass ihm sein angezeigter Gewinn in Höhe von 100 Millionen Pesos unverzüglich ausgezahlt wird. Das Casino verweist auf eine Fehlfunktion des Spielautomaten und lehnt deshalb eine Jackpot-Auszahlung ab. Man darf gespannt sein, was die weiteren Ermittlungen der Polizei, der argentinischen Glücksspielbehörde und des Anwaltes ergeben werden. Fraglich ist außerdem, ob der Mann beweisen kann, dass er tatsächlich den Jackpot geknackt hat.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/buenos-aires-argentinien-obelisk-508790/

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