Mitte Mai dieses Jahres hat die zuständige Aufsichtsbehörde endlich die erste deutsche Lizenz für virtuelle Automatenspiele vergeben. Das Unternehmen, das im Vorfeld den entsprechenden Antrag dafür gestellt hat, war die Mernov Betriebsgesellschaft mbH. Mittlerweile hat sich das Unternehmen aber bereits umbenannt. Aber wer steckt hinter der Firma, die sich die erste deutsche Casino-Lizenz in Deutschland sichern konnte?

Die Mernov Betriebsgesellschaft mbH ist ein bislang unbekanntes Tochterunternehmen der Gauselmann-Gruppe. Bereits am 17. Mai dieses Jahres berichteten wir darüber, dass sich Mernov die erste deutsche Lizenz für virtuelle Spielautomaten sichern konnte. Viele Glücksspielfans haben sich daraufhin die Frage gestellt, warum gerade dieses Unternehmen die erste Casino-Lizenz erhalten hat. Und zwar für Online Spielotheken, die zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht eröffnet haben. Vor wenigen Tagen hat die Gauselmann-Tochter nun in einer Pressemitteilung die Gesellschafterstruktur bekannt gegeben.

Mernov Betriebsgesellschaft mbH wurde bereits umbenannt

Die Mernov Betriebsgesellschaft mbH wurde eigenen Angaben zufolge „2020 im Herzen Berlins gegründet“ und soll ein „100 % legales Spielerlebnis in Deutschland“ bieten. Wir haben beide Glücksspiel-Marken des Unternehmens bereits einem ausführlichen Test unterzogen.

JackpotPiraten Spielothek im Test

Doch bereits wenige Monate, nachdem Mernov die begehrte deutsche Lizenz für virtuelle Automatenspiele erteilt bekommen hat, hat sich das Unternehmen umbenannt. Im Handelsregister findet man die Firma nämlich nun unter dem Namen DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH mit der Geschäftsanschrift in der Voßstraße 22 in 10117 Berlin. Die Änderung des Namens sowie der Geschäftsanschrift wurde laut Handelsregister dabei erst am 19. Juli 2022 vollzogen. Vorher befand sich der Geschäftssitz von Mernov noch in Espelkamp in Nordrhein-Westfalen, wo auch die Gauselmann AG ihren Hauptsitz hat. Im Impressum der Website mernov.de wird jedoch darauf hingewiesen, dass „die Angebote der Marken JackpotPiraten und BingBong ein Service der Mernov Betriebsgesellschaft mbH“ sind.

Wer steckt hinter Mernov bzw. der DGGS?

Eigenen Angaben zufolge ist Mernov ein sogenanntes Joint Venture der Gauselmann Gruppe mit Greentube, der Digital Gaming and Entertainment Division der Novomatic AG. Demnach sollen beide Glücksspielkonzerne an der Mernov Betriebsgesellschaft mbH mit jeweils 50 % beteiligt sein.

Das Ziel würde darin bestehen, den Spielerinnen und Spielern ein „legales, sicheres und hochqualitatives Angebot“ zu bieten. Selbstverständlich soll das Angebot dabei „den regulatorischen Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags 2021 entsprechen und bundesweit verfügbar sein“. Das verantwortungsvolle Spielen soll bei den Marken des Unternehmens jeweils im Zentrum stehen. Erst vor rund zwei Wochen haben wir in einem Artikel die Frage beantwortet, welche weiteren Online Spielotheken bislang eine Lizenz für virtuelle Automatenspiele erhalten haben. Hierbei handelt es sich neben Mernov um die Tipwin Ltd. (Tipwin.de) sowie um die RULEO Alpenland AG (mybet.de).

Fazit

Mit der Mernov Betriebsgesellschaft mbH, die sich nun DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH nennt, vereinen sich die Glücksspielkonzerne Gauselmann und Novomatic auf dem deutschen Online-Glücksspielmarkt. Zurzeit bieten sie die Marken JackpotPiraten.de und BingBong.de als vollständig lizenzierte Online Spielotheken in Deutschland an. In Anbetracht der Tatsache, dass sich hinter Mernov zwei branchenweit bekannte Glücksspielkonzerne verstecken, ist es keine allzu große Überraschung, dass die erste Casino-Lizenz an dieses Unternehmen erteilt wurde.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/arbeit-büro-team-geschäft-internet-5382501/

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