Anfang dieses Jahres gab der Twitch-Star Jens “Knossi” Knossalla bekannt, dass er seine Karriere im Bereich des Casino-Streamings beendet. Jetzt sorgt Knossi erneut für Schlagzeilen ganz anderer Art und abseits seiner vorigen Tätigkeit als deutscher Streamer von Online-Glücksspielen: Doch auch diesmal scheint Knossi wieder mal so richtig abzuräumen. Und das als nächstes Werbegesicht für die Supermarktkette Kaufland.

Die Spielsessions des aus Baden-Württemberg stammenden Entertainers Knossi waren immer eine Berichterstattung wert. Doch mit Beginn des neuen Jahres gab der Streamer recht plötzlich bekannt, dass er keine Casino-Streams mehr veröffentlichen will. Bis Mitte Januar gab es Knossi noch mehrere Male beim Zocken auf Twitch zu sehen. Doch damit ist jetzt Schluss. Dieser Schritt war natürlich auch eine mutige Entscheidung für Knossi, bei dessen Streams es stets um viel Geld beim Spiel bei diversen Online-Glücksspielanbietern ging und der eine stolze Follower-Anzahl von 1,5 Millionen Personen auf Twitch hatte. 

Knossi war in seiner Funktion als Streamer eine Person, die das Publikum gespalten hat: Da gibt es die überzeugten Knossi-Fans, die keine seiner Streams oder TV-Shows, in denen er auftrat, verpassten. Auf der anderen Seite stehen allerdings auch eine Vielzahl der Knossi-Kritiker laut denen der Entertainer keine gute Vorbildfunktion für junge Menschen darstellt und diese sogar zum Glücksspiel verleite.

Durch das Casino-Streaming, bei dem man das Spiel des Streamers live beobachtet und alle seine Höhen und Tiefen mitverfolgt, ist es natürlich gut möglich, dass eine besonders nahe emotionale Bindung zu dem Streamer und dem Spiel entstehen kann. Aber dazu spalten sich die Meinungen.

Auch seitens der Medien traf Knossi auf Kritik: Im Oktober 2020 hat das TV-Magazin Frontal21 über die potenziellen Gefahren, die mit Glücksspiel-Streams in Verbindung stehen, berichtet. In dem Bericht wurden auch Inhalte von Knossi zum Thema. Auch Satiriker Jan Böhmermann übte im “ZDF Magazin Royale” Kritik an der Vorbildfunktion Knossis.

Der Graubereich des Online-Glücksspiels

Ungefähr eine Woche nach dem Casino-Streaming-Aus für Knossi, hat der deutsche TV-Sender RTL verkündet, dass Jens Knossalla Moderator von “Täglich frisch geröstet”, einer Late-Night-Show wird. Diese Ansage führte zu dem Gerücht, dass Herr Knossalla mit dem Streamen deshalb aufgehört hat, weil er seine Karriere beschützen wollte. Grund dafür: Das Online-Glücksspiel ist in Deutschland ja noch nicht bundesweit legalisiert. Mit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags im Sommer 2021 soll sich dazu einiges in Deutschland tun. Das Spielen bei Online Casinos, die über eine deutsche Lizenz verfügen, soll dann erlaubt sein. 

Ob dies der wahre Grund für Knossis Entscheidung war, sei dahingestellt. 

Knossi nun als Nachfolger von Michael Wendler

Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Genau nach dem Motto scheint es derzeit auch für Knossi zu laufen. Mit dem Beenden seiner Casino-Streaming-Karriere eröffnen sich neue Möglichkeiten für den Influencer: Ab 4. März wird Knossi, der selbst ernannte “König des Internets”, als neues Werbegesicht für die Supermarktkette Kaufland tätig und Teil der Kampagne “König von Kaufland” sein.

Damit tritt er als nächstes polarisierendes Testimonial direkt in die Fußstapfen von Michael Wendler, der zuvor für Kaufland geworben hat und wird im Online-Spot und auf dem Titelbild des Kaufland-Kundenprospekts zu sehen sein.

Wie kam es zu dem Deal zwischen Knossi und Kaufland? Nun, Knossi hatte Kontakt zu Kaufland aufgenommen und gefordert, dass die Supermarktkette ihn zum “Regenten” ernennt. Kaufland reagierte und bot Knossi an, seinem Wunsch nachzugehen, wenn er und seine Fans dem seit Januar laufenden Kaufland-Spot dabei helfen, auf YouTube 75.000 Likes zu erreichen. Gesagt, getan. Am nächsten Tag waren es bereits 84.000 Likes und Knossi wird zum “König von Kaufland” ernannt. 

Also haltet die Augen offen, wenn ihr demnächst bei Kaufland einkauft. Kaufland selbst erhofft sich mit dem Einsatz Knossis als Testimonial verstärkt jüngere Generationen anzusprechen. Vor allem die Generation Z, also Personen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, sind eine interessante Zielgruppe für Kaufland. Um deren Aufmerksamkeit bemühte sich Kaufland bereits in der Vergangenheit durch Kooperationen mit TikTok-Stars aus Deutschland, wie zum Beispiel “Younes Zarou” und “Herr Anwalt.”

Quelle Titelbild: https://unternehmen.kaufland.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-detail.y=2021.m=02.n=koenig-knossi.html

 

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