Die bundesweit zuständige Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat vor wenigen Tagen angekündigt, ein Verwaltungsverfahren gegen die Betreiber von Lottohelden sowie Lottoland eingeleitet zu haben. Die Behörde wirft den Online-Anbietern vor, illegale Glücksspiele im Internet anzubieten. Aber wie erfolgversprechend ist das Verfahren und was sind die weiteren Maßnahmen?

Erst vor wenigen Wochen berichteten wir darüber, dass das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt insgesamt 25 Strafanzeigen wegen unerlaubtem Glücksspiel gestellt hat. Nun hat die Glücksspielbehörde der Länder, die erst vor kurzer Zeit die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels übernommen hat, ein Verwaltungsverfahren gegen die Betreiber von Lottoland und Lottohelden eingeleitet. Genauer gesagt übernimmt die GGL diese Aufgabe erst seit dem 1. Juli 2022.

Bietet Lottoland illegale Glücksspiele im Internet an?

Der Vorwurf, den die Behörde den Anbietern macht, wiegt schwer. Sie sollen bereits seit Jahren illegale Glücksspiele im Internet angeboten haben. Die Kundinnen und Kunden von Lottoland glauben jedoch, dass sie an einem legalen Glücksspiel einer offiziellen Stelle teilnehmen. In Wahrheit platzieren die unwissenden „Lottospieler“ allerdings lediglich Ergebniswetten auf die jeweilige Lottoziehung. Folglich wird nicht direkt an der Ziehung teilgenommen.

Bereits in der Vergangenheit haben die Behörden Lottoland verboten, sein Angebot weiterhin bereitzustellen. Doch Lottoland hat bislang noch nicht eingelenkt und bietet weiterhin nicht erlaubnisfähige Glücksspiele online an. Der neue Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV), der am 1. Juli 2021 in Kraft getreten ist, besagt nämlich, dass derartige Glücksspiele überhaupt nicht erlaubnisfähig sind. Fraglich ist, ob die Verantwortlichen von Lottoland nun einlenken werden, nachdem das Verwaltungsverfahren eingeleitet wurde. Lottoland und Lottohelden werden dabei von demselben Unternehmen betrieben. Hierbei handelt es sich um die Deutsche Lotto- und Sportwetten Limited mit Sitz im St. Julian's Business Centre in der Elia Zammit Street in St. Julian's, Malta.

Erst vor wenigen Monaten hat ein Gericht in Schweden die gegen Lottoland verhängte Geldstrafe in zweiter Instanz bestätigt. Die ursprüngliche Geldstrafe, die bereits im Jahr 2019 verhängt wurde, betrug umgerechnet etwa 67.000 Euro. Auch die deutschen Gerichte haben sich bereits mit den Angeboten von Lottoland beschäftigen müssen. Bereits im Frühjahr 2020 verhängte das Landgericht Koblenz beispielsweise ein Ordnungsgeld von 30.000 Euro gegen den Lottoland-Chef. Nun geht auch die Glücksspielbehörde der Länder, kurz GGL, in Deutschland gegen den Online-Anbieter vor. Vor etwa einem Jahr berichteten wir über den anhaltenden Lotto-Boom in Deutschland.

GGL nimmt ihre Arbeit nach und nach auf

Nach wie vor befindet sich die Glücksspielbehörde der Länder (GGL) noch im Aufbau. Am 1. Januar 2023 soll diese Phase abgeschlossen sein und die Behörde ihre Aufgaben vollumfänglich erfüllen können und den länderübergreifenden Glücksspielmarkt in Deutschland regulieren. Erst vor etwa zwei Wochen berichteten wir darüber, dass die GGL eine neue Abteilungsleiterin rekrutiert hat. Seit dem 1. Juli 2022 ist Nadja Wierzejewski nämlich die Abteilungsleiterin für die Bekämpfung von unerlaubtem Glücksspiel im Internet. Die Behörde hat ihren Sitz in Halle an der Saale.

Fazit

Die Glücksspielbehörde der Länder nimmt immer mehr Aufgaben wahr und ist auch seit kurzer Zeit aktiv damit beschäftigt, illegales Glücksspiel im Internet zu bekämpfen. Man darf gespannt sein, was das Ergebnis des Verwaltungsverfahrens sein wird, das die Behörde nun gegen Lottoland und Lottohelden eingeleitet hat. Es ist jedenfalls damit zu rechnen, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis dieses abgeschlossen sein wird.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/illustrations/bingo-ball-lotterie-glücksspiel-7318132/

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