Ein französischer Staatsbürger war in einem Casino in Monaco zu Gast und gewann hier rund 160.000 Euro. Bei seiner Rückkehr nach Frankreich kam dann die böse Überraschung bei der Zollkontrolle. Hier wurde dem Glückspilz eine Strafe in Höhe von 80.000 Euro aufgedrückt.

Wie französische Medien vor wenigen Tagen berichteten, wurde gegen einen Casino-Gewinner eine Strafe von etwa 80.000 Euro verhängt. Er hat es nach einem Casino-Besuch in Monaco unterlassen, seinen Gewinn den französischen Behörden zu melden. An der Grenzkontrolle wurde der Mann dann offensichtlich vom Glück verlassen, als der Zoll auf seinen hohen Gewinn aufmerksam wurde. Bereits im Jahr 2019 berichteten wir vom Monte Carlo Casino, einem der berühmtesten Casinos in Europa, welches sich ebenfalls in Monaco befindet.

Casino-Gewinn nicht angemeldet - hohe Strafe

Der Zoll in Frankreich warf dem Mann vor, die eingeführte Geldsumme in Höhe von 160.000 Euro bei der Einfuhr nicht ordnungsgemäß deklariert zu haben. Dafür hat ihn nun ein französisches Gericht zu einer schmerzhaften Geldstrafe in Höhe von 80.000 Euro verurteilt.

Zuvor reiste der Mann aus Nizza in das nur rund 20 Kilometer entfernte Monaco. Hier gewann er an einem Abend bei verschiedenen Poker- und Blackjack-Runden einen Betrag von insgesamt 160.000 Euro. Als er dann jedoch vom Fürstentum zurück nach Nizza reiste, kontrollierte ihn der Zoll. Im Rahmen der Kontrolle habe sich der Glückspilz jedoch wenig kooperativ und einsichtig gezeigt. Er habe darauf bestanden, im Recht zu sein. Wie die Zeitung Capital berichtet, sei der arbeitslose Franzose in der Vergangenheit bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten.

Einfuhr von hohen Bargeldbeträgen muss angemeldet werden - auch in Deutschland

Grundsätzlich müssen Spielerinnen und Spieler, die beim Glücksspiel Erfolg hatten, auf ihren Gewinn keine Steuern bezahlen. Das gilt sowohl in Frankreich als auch in Deutschland. Erst vor einigen Monaten berichteten wir beispielsweise davon, ob man in Deutschland professioneller „Berufsspieler“ sein kann und welche Folgen das auf mögliche Casino-Gewinne hat.

Wer nach Frankreich einreist, muss grundsätzlich Geldsummen ab einem Betrag von 10.000 Euro vorab anmelden und gegebenenfalls die Herkunft des Geldes erklären. Das dient unter anderem zum Schutz vor Geldwäsche und anderen kriminellen Aktivitäten. Der Casino-Gewinner aus Nizza hat das leider nicht gemacht, sodass das Gericht nun eine empfindliche Strafe gegen ihn verhängt hat.

Fazit

Der arbeitslose Franzose ist in ein Casino nach Monaco gefahren, um am Glücksspiel teilzunehmen. Beim Blackjack und Poker gelang es ihm an einem Abend insgesamt 160.000 Euro zu gewinnen. Doch bei seiner Rückkehr nach Frankreich meldete der Mann seinen Gewinn nicht ordnungsgemäß beim Zoll an. Da sich der Glückspilz äußerst uneinsichtig zeigte und bei seiner Gerichtsverhandlung nicht erschien, verhängte das Gericht eine Strafe in Höhe der Hälfte seines Gewinns. Damit bleiben ihm jetzt nur noch 80.000 Euro übrig. Zuletzt wurden die Kontrollen und Strafen an der Grenze deutlich erhöht, da man das ernst zu nehmende Geldwäsche-Problem in den Griff bekommen will.  

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/saum-barriere-zoll-rot-weiß-514854/

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