Wie vor rund zwei Wochen bekannt wurde, muss sich eine junge US-Amerikanerin aktuell vor Gericht verantworten. Ihr wird vorgeworfen, dass sie einen Familienangehörigen um dessen Rubbellos-Jackpot betrogen haben soll. Aber welches Strafmaß hat die Angeklagte zu erwarten und wie ist man ihr auf die Schliche gekommen?

Die zuständige Staatsanwaltschaft von Nassau County im US-Bundesstaat New York gab vor kurzer Zeit bekannt, dass gegen eine 32-jährige US-Amerikanerin Anklage erhoben worden sei. Sie steht im Verdacht, ihren Cousin um dessen Rubbellos-Gewinn betrogen zu haben. Erst vor einigen Wochen berichteten wir über eine junge Frau aus Großbritannien, die ein Paar um 45.000 GBP betrogen hat.

Angeklagte soll eigenen Cousin betrogen haben

Die Staatsanwaltschaft wirft Iris Amador A. vor, ihren Cousin um einen hohen sechsstelligen Betrag betrogen zu haben. Zuvor sei sie von ihrem Cousin gebeten worden, den gewonnen Spielschein für ihn einzulösen. Diesem Wunsch kam die Angeklagte nach, gab ihrem Cousin gegenüber jedoch an, dass mit dem Rubbellos „nur“ 13.500 US-Dollar gewonnen wurden. In Wahrheit betrug der Gewinn jedoch eine Million US-Dollar.

Der Geschädigte habe bereits Ende Oktober 2020 in einem 7-Eleven Supermarkt ein Rubbellos für 5 US-Dollar gekauft. Nachdem er die entsprechenden Felder freigerubbelt hatte, habe sich der millionenschwere Gewinn gezeigt. Da er selbst jedoch nicht als Millionengewinner entlarvt werden wollte, kontaktierte der Gewinner seine Cousine. Diese sollte in seinem Auftrag den Rubbellos-Jackpot bei der NYS Gaming Commission einlösen.

Fairerweise habe der eigentliche Glückspilz seiner Cousine für die Mithilfe sogar einen Gewinnanteil von 50.000 US-Dollar angeboten. Doch dieser Betrag reichte der betrügerischen Cousine wohl nicht aus. Stattdessen fälschte sie Unterlagen und gab ihrem Cousin gegenüber an, der Gesamtgewinn belaufe sich auf nur 20.000 US-Dollar. Nach Steuerabzug seien den gefälschten Unterlagen zufolge lediglich 13.436 US-Dollar übriggeblieben. Diesen Bruchteil des Gesamtgewinns habe die 32-jährige Angeklagte in einem Briefumschlag gelegt und ihrem Cousin übergeben.

„Echtem“ Rubbellos-Gewinner mit rechtlichen Konsequenzen gedroht

Als der eigentliche Rubbellos-Gewinner misstrauisch wurde und seine Cousine mit dem Betrugsvorwurf konfrontiert hat, wimmelte diese ihn ab und drohte direkt mit rechtlichen Konsequenzen. Sie habe gefordert, den Kontakt zu ihm komplett abzubrechen. Der „echte“ Glückspilz schaltete daraufhin die Polizei ein, die entsprechende Ermittlungen gegen die Frau einleitete. Infolge der Ermittlungen stießen die Ermittler auf einen Betrag von knapp 318.000 US-Dollar auf dem Konto der Frau. Das mutmaßlich aus dem Rubbellos-Gewinn herrührende Vermögen der Frau wurde zunächst eingefroren. Erst im Sommer dieses Jahres berichteten wir von einer Rubbellos-Millionärin, die vom Ehemann ermordet wurde.

Fazit

Die 32-jährige US-Amerikanerin muss sich nun vor einem Gericht verantworten. Ihr wird neben Urkundenfälschung auch schwerer Diebstahl zur Last gelegt. Das angedrohte Strafmaß beträgt bis zu 15 Jahre Haft. Besonders verwerflich an diesem Fall ist natürlich, dass die Frau ein eigenes Familienmitglied um einen derart hohen Betrag betrügen wollte und das Geld für sich selbst nutzen wollte. Es bleibt abzuwarten, ob und wie lange die Angeklagte für ihre Tat ins Gefängnis gehen muss.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/geld-finanzen-reichtum-währung-163502/

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