Um das australische Crown Resorts stand es in letzter Zeit nicht sonderlich gut: Der Glücksspielkonzern sorgte durch einen Lizenzentzug, einen Geldwäscheskandal und den Rücktritt des ehemaligen CEO Ken Barton für Schlagzeilen. Jetzt zeigt sich James Packer, der 37 % an dem Konzern hält, für einen Verkauf des Konzerns offen.

Wie schon in der Einleitung erwähnt, steckt Crown Resorts derzeit etwas in der Krise. Worum ging es dabei eigentlich genau?

Nun, kurz zusammengefasst: Ken Barton, der ehemalige CEO des australischen Glücksspielkonzerns Crown Resorts, ist im Februar dieses Jahres von seiner Position zurückgetreten, als aufflog, dass er es unterlassen habe, zwei Unternehmenskonten einer Kontrolle zu unterziehen. Über diese Konten wurden angeblich sehr hohe Geldbeträge gewaschen. Genauer ging es dabei um den Verdacht auf Geldwäsche des Junket Operators Suncity im Crown Resorts Melbourne. Der Junket-Operator Partner stand angeblich mit organisierten Verbrechen in China im Zusammenhang. Barton gestand, dass es durch ihn zu Mängeln an Kontrollen kam, die wiederum das Geldwäscherisiko erhöhten. Dennoch stritt er ab, dass er von dem Junket Operator-Partner erst im Zuge der Investigationen erfahren habe. 

Weil in China Glücksspiel nicht erlaubt ist (eine Ausnahme ist Lotto und die Sonderverwaltungszone Macau) haben die Junket Operator mit kriminellen Organisationen kooperiert. Suncity habe da im Konkreten mit der illegalen Gruppe namens The Company zusammengearbeitet. Diese hat dann Geldwäsche in den Casinos in den australischen Städten Perth und Melbourne unternommen. Folglich wurde dem Konzern Crown Resorts die Casino-Lizenz für ein Casino in Sidney Barangaroo entzogen. 

Forderungen seitens der Glücksspielaufsichtsbehörde

Die Glücksspielaufsichtsbehörde ILGA (Independent Liquor & Gaming Authority) ist nach monatelangen Untersuchungen zu dem Entschluss gekommen, dass Crown Resorts sich absolut nicht für den Erhalt einer weiteren Casino-Lizenz eignet.

Außerdem wurde dem Konzern mitgeteilt, dass Compliance- und Finanz-Audits eingeleitet werden müssen und eine Zusammenarbeit mit Junket-Agenturen zu unterlassen ist. Nur unter diesen Voraussetzungen könnte das Casino in Barangaroo vielleicht in Betrieb genommen werden. Seitdem lastet sehr viel Druck auf Helen Coonan, der neuen Geschäftsführerin, deren Aufgabe es nun ist, den Auflagen der ILGA nachzukommen. 

Das Angebot wird überprüft

Blackstone, eine Private-Equity-Gruppe aus New York, besitzt bereits 10 Prozent von Crown und hat Crown Resorts ein Angebot zur Übernahme auf den Tisch gelegt, bei dem es sich um satte 6,1 Milliarden US-Dollar handelt.

Packer, Multimillionär und Firmengründer von Crown Resorts, der 37 % an dem Konzern hält, zeigt sich nun offen für die Veräußerung. Packer, der mit seinem eigenen Unternehmen Consolidated Press Holdings (CPH) das Verkaufsangebot unabhängig prüfen lassen will, muss dennoch dem Vorstand von Crown Resorts Vorrang geben, der die endgültige Entscheidung über einen möglichen Verkauf treffen wird. Auch der Vorstand scheint das Angebot derzeit gemeinsam mit Investmentbanken zu checken.

Quelle Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/unternehmen-unterschrift-vertrag-962364/

 

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