Laut der zuständigen Staatsanwaltschaft hat sich ein unglaublicher Betrugsfall im US-Bundesstaat Houston, Texas abgespielt: Der Betreiber einer Apotheke soll Krankenversicherungen in Millionenhöhe betrogen haben. Genauer gesagt geht es dabei um eine Summe von über 100 Millionen US-Dollar. Davon flossen 15 Millionen in das Glücksspiel.

Ein US-Apothekenbetreiber aus dem texanischen Houston USA soll angeblich Krankenversicherungen um einen Betrag von über 100 Millionen US-Dollar über den Tisch gezogen haben. Der Betrüger habe sich mit dem Geld nicht nur einen luxuriösen Lifestyle gegönnt, den er ohne zu zögern in einem Social-Media-Kanal zur Schau gestellt hat, sondern hat auch eine gewaltige Geldsumme im Glücksspiel verzockt: Geschätzte 15 Millionen US-Dollar gingen für Glücksspiel und Casino-Besuche drauf.

Kurz vor seiner Festnahme sei der Social Media-Auftritt von Mohammed M. aufgefallen: Fotos, auf denen er mit Luxus-Autos und Privatflugzeugen zu sehen war, schienen nicht ganz ins Bild zu passen. Auch bei seinen Nachbarn sei er schon länger unangenehm wegen lauten Partys aufgefallen.

Laut der Bundesanwaltschaft des Southern District of Texas steht der 56-jährige Mohammed M. nun wegen Geldwäsche und Versicherungsbetrug unter Verdacht. Sein Haus wurde zu Beginn der Woche vom FBI gestürmt und der Verdächtige festgenommen. Herr M. soll die kriminellen Handlungen aber nicht alleine begangen haben, sondern die Krankenversicherungsbetrüge mit einem Mittäter abgewickelt haben.

Besonders schockierend ist an dem Fall, dass die Betrüge erst jetzt ans Tageslicht kommen: Knapp 7 Jahre lang, von 2013 bis 2020, hat Mohammed M. durch falsche Datenangaben wissentlich private Krankenversicherungen und auch das öffentliche Gesundheitssystem missbraucht. 

Der Betrug lief über sein Unternehmen

Diese Serie von Versicherungsbetrügen habe dazu geführt, dass Herr M. über die Jahre hinweg in Summe 134 Millionen US-Dollar ergaunert hat. Der Täter, der mehrere Apotheken betreibt, habe über sein Callcenter Versicherungsnehmer angerufen, mit dem Ziel, ihnen “unnötige medizinische Versorgung” anzubieten. So heißt es in der Anklage.

Diese sogenannten “Cold Calls”, eine Art von Akquise-Telefonanrufen, die ohne Einverständnis der Person, die angerufen wird, erfolgen, sind in den USA erlaubt und unterliegen nur lockeren Regelungen. Diese besagen unter anderem, dass “Cold Calls” nur zwischen 8 Uhr morgens und 9 Uhr abends stattfinden dürfen. 

Die Adressaten des Callcenters von Herrn M. waren nicht immer erfolgreich und trotz Ablehnung hat seine Firma den Krankenversicherungen Kosten verrechnet und auch Anträge für Rezepte, die aber nicht von der Patientenschaft autorisiert waren, wurden regelmäßig an Ärzte gesendet. 

Die ersten Anhörungen finden bald statt. Mohammed M. können möglicherweise 20 Jahre Haftstrafe drohen. 

Quelle Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/apotheke-antik-alt-chemikalien-3377670/

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