Vor allem auf Youtube finden sich viele Videos, bei denen einige Streamer ihre Paysafe Generatoren unter die Leute bringen möchten. Da wir immer wieder Paysafekarten über GambleJoe verteilen und sie ein beliebtes Zahlungsmittel im Bereich der Online Casinos sind, möchten wir euch auch über den Mythos der Paysafecode Erstellung durch Generatoren berichten.

Die Zahlung mit Paysafekarten im Online Casino ist schnell, sicher, anonym und relativ einfach. Man muss nur eine 16-stellige PIN angeben und schon hat man den entsprechenden eingestellten Betrag eingezahlt. Da es sich lediglich um 16 Stellen handelt und das Aussehen der Codes bekannt ist, stellt sich für einige findige Zeitgenossen sicherlich die Frage, ob man an den Zahlenreihen nicht ein System feststellen und vielleicht seine eigenen Codes generieren kann. Nicht zuletzt finden sich im Internet auch diverse Paysafecard Generatoren. Doch können sie theoretisch funktionieren?

Youtube Videos zum Thema kostenlose Paysafekarten erstellen

Auf Youtube finden sich ständig neue Videos, bei denen vorgestellt wird, wie einfach man eine Paysafecard generieren kann. Man müsse dafür lediglich einen Link in der Beschreibung anklicken, dort eine Java-Datei herunterladen und diese ausführen. Vorher das Abonnieren verschiedener Youtube-Kanäle nicht vergessen. Es öffnet sich dann ein Paysafecard Generator, bei dem zunächst einen Code eingeben muss. Dann kann man bei guten Generatoren die entsprechende Karte auswählen und ein paar Sicherheitseinstellungen vornehmen. Mit einem Klick auf generieren wird der Paysafe Code dann ausgegeben.

Theoretisch mag das möglich sein, da man sicherlich aus den Paysafecodes einen Algorithmus für die Vergabe herauslesen könnte. Fraglich ist nur, warum der Hersteller dann trotzt einer so großen Sicherheitslücke in Europa so erfolgreich und bekannt wäre.

Warum können die Paysafe Generatoren nicht funktionieren?

Das Kaufen der Prepaid-Geldkarten ist relativ aufwendig. In Deutschland bekommt man höchstens 100€ pro Person an einer Kasse. Diese kann man in 10€, 25€, 50€ und 100€ Karten erhalten. In der Regel muss man 5 Minuten zwischen dem Drucken der Codes warten und in einer Stunde dürfen an einer Kasse höchstens 100€ in PSC Codes ausgegeben werden. Wenn jemand vorher also bereits eine Paysafekarte haben wollte, kann es bei dem eigenen Kauf erhebliche Probleme geben, zumal laut Aussage von Matthias das Personal an den Kassen von den langen Wartezeiten in der Regel nicht erbaut ist.

In Malta gibt es ebenfalls einige solcher Regelungen, allerding darf man dort bis zu 2.000€ in PSC Karten am Tag kaufen. An einem Tag hatte Matthias auf der ganzen Insel Probleme die Codes zu erhalten, weil die Verbindung zur Firma Paysafecard nicht möglich war. Das war zumindest die Erklärung der Verkäufer.

Anhand dieser Erklärung hat unser Programmierer versucht abzuleiten, wie das Paysafecode-System überhaupt funktioniert. Er ist der Meinung, dass die Karten erst im Moment der Anforderung erstellt, beziehungsweise freigegeben werden. Durch die Verbindung zur Betreibergesellschaft wird sicherlich ein Eintrag in einer Datenbank erstellt, der beschreibt, dass ein Paysafecode mit einem festgelegten Betrag gekauft wurde und nun aktiviert ist. Somit ist es nicht möglich, dass man eigene Codes generiert, wenn man keine Daten an das Unternehmen selbst sendet und somit in gewisser Weise zurückverfolgt werden kann.

User-Kommentare besagen, dass die selbsterstellten Codes funktionieren

Paysafecodes werden gekauft und erst später eingelöst. Teilweise liegen die Karten tagelang herum. Auf ihnen ist Guthaben gespeichert, das noch nicht genutzt wurde. Somit kann es durchaus sein, wenn man viele PSC Codes sich ausgeben lässt und dann ausprobiert, dass man einmal einen findet, der auch wirklich funktioniert. In diesem Fall hätte man sehr viel Glück und würde nicht den Großkonzern, sondern den einzelnen Kartenkäufer bestehlen. Allerdings wurde noch kein Fall bekannt, sodass auch die Chance relativ gering ist.

Die wahrscheinlichste Erklärung für das positive Feedback auf den Youtube-Channels ist, dass alles ein großer Schwindel ist. Matthias war von einem der Videos richtig belustig und meinte nur, dass er früher in Delphi ähnlich aussehende Tools mit anderen Funktionen geschrieben hat.

Es handelt sich hier garantiert um Betrüger, die lediglich Schadsoftware (Viren, Trojaner oder andere Phishing-Tools) über die Java-Anwendung auf den jeweiligen Computern einschleusen wollen. Paysafekarten kann man nicht einfach so generieren, sonst wären diverse Online Shops bereits leer gekauft worden (so argumentiert zumindest unser Programmierer Counter). Wenn die Erzeugung der Codes so einfach wäre, hätten die Betreiber sicher bereits reagiert und wären nicht so lange auf dem Markt aktiv.

Fake- und Scam-Test durch GambleJoe

Da uns alle die Frage brennend interessiert hat, ob solche PSC-Code Generatoren wirklich funktionieren, habe ich mir mal einen 7 Jahre alten Toshiba-Laptop besorgt, den ich für die Aktion „verbrennen“ kann. Es handelte sich um ein altes Modell mit kaputtem Akku, extrem lauten Lüfter, defekten Scharnieren und veralteter Hardware - nach der Aktion konnte er endlich entsorgt werden. Ich konnte mir die Datei problemlos runterladen und habe mir auch die entsprechenden Zusatzprogramme besorgt.

Leider musste ich feststellen, dass die Anwendung kurz nach Erstellung der Codes zusammenbricht, sodass man die Codes nicht lange sehen kann. Glücklicherweise habe ich eine Video-Aufzeichnung gemacht und konnte die Codes so testen. Von mehr als fünf „generierten Codes“ hat nicht einer funktioniert. Im folgenden Video könnt ihr euch alles einmal ansehen. Leider ist es von schlechter Qualität und etwas stark zusammengeschnitten, was daran liegt, dass der Rechner so leistungsarm war, dass das herkömmliche Screen-Recording-Programm, welches ich nutze, nicht funktionierte. Ich konnte auch nur 3 Minuten am Stück aufnehmen, was bei längeren Wartezeiten und Abstürzen der Java-Anwendung ein großes Problem dargestellt hat. Des Weiteren war auf dem Rechner die Commodo Firewall mit Virenscanner installiert, die mehrfach Alarm geschlagen. Dennoch viel Spaß beim Ansehen:

Gebühren und Kosten der Online Shops zur Nutzung von Paysafekarten

In Deutschland fallen für die Nutzung der Paysafekarten keine Gebühren für die Käufer an. Die Verkäufer der Karten bekommen 1% der Summe der Karte als Verkaufsprovision von dem Unternehmen. Bei der Einlösung entstehen keine Kosten bei der Nutzung der Paysafecard für den Käufer. Das Unternehmen verlangt von den Shops oder Online Casinos teilweise bis zu 10% des eingezahlten Betrages als Transaktionsgebühr.

Auf Malta werden zusätzliche Kosten beim Verkauf einer Karte erhoben. Pro Code werden 59 Cent zusätzlich vom Verkäufer berechnet, die er für seinen Aufwand berechnet. Auf Malta ist das Kaufen von Paysafekarten folglich zwar einfacher, aber von den Kosten intensiver.

Die Paysafecard Vertriebspartner müssen bei jeder Codegenerierung eine direkte Verbindung zur Paysafe-Datenbank haben. Bricht die Verbindung ab oder kann gar nicht erst hergestellt werden, ist kein Verkauf möglich. Von daher ist es unvorstellbar, dass PSCs generiert werden können, ohne dass es irgendwo registriert wird.

Hintergrundinformationen zu Geschichte des Unternehmens Paysafecard

Das Unternehmen Paysafecard Wertkarten AG wurde im März 2000 in Wien als Aktiengesellschaft gegründet. Ziel der Gründer war es, eine sichere Prepaid-Bezahlmethode für das Internet nach dem Vorbild von Telefonkarten zu schaffen. Man sollte die Karten anstelle der EC- oder Kreditkarten nutzen können. Im September 2000 wurden die Paysafecards in Österreich als Zahlungsmethode eingeführt. Im Mai 2001 folgte dann die Einführung in Deutschland.

Während man in der Anfangszeit vorgedruckte Wertkarten verkaufte, stellte man 2002 auf ausgedruckte Bons in den Verkaufsstellen (sogenannte E-Voucher) um. Seit 2004 kann man die Karten auch ganz einfach online kaufen.

Die Expansion des Unternehmens

Im Jahr 2005 konnte das Unternehmen zum ersten Mal die Gewinnschwelle erreichen. Im selben Jahr wurde man in ein EU-Förderungsprogramm (eTen) aufgenommen, bei dem der Auf- und Ausbau elektronischer Dienste mit transeuropäischer Dimension verbessert werden sollte. 2006 konnte die Paysafecard in Großbritannien, Spanien, Griechenland, Slowenien und der Slowakei eingeführt werden. 2007 verzeichnet man zum ersten Mal mehr als 10 Millionen Transaktionen mit den Geldkarten.

2008 wurde die britische Tochtergesellschaft Prepaid Services Company Ltd. gegründet. Man hat durch die Tochterfirma eine EU-weite Lizenz der Financial Services Authority erhalten, welche die Herausgabe von elektronischem Geld garantiert, sodass man unabhängig von Banken agieren konnte. Man begann dann stetig den Vertrieb in allen anderen EU-Staaten auszubauen.

2009 expandierte das Unternehmen dann nach Argentinien, die USA und Mexico. 2016 folgten auch die Türkei, Kanada, Peru, Uruguay, Australien, Neuseeland, Kuwait, Saudi-Arabien sowie Georgien. 2017 kamen die Vereinigten Arabischen Emirate und Brasilien hinzu.

Der Verkauf der Firma

Im Februar 2013 wurde die Paysafe-Gruppe von dem britischen Online Zahlungsdienstleister Skrill für die Summe von 140 Millionen Euro übernommen. Im Juli 2014 wurde die Aktiengesellschaft in die heute Paysafecard Wertkarten GmbH umgewandelt, der Mitbegründer Udo Müller wurde mit der Geschäftsführung vertraut. Skrill wurde im August 2015 durch den direkten britischen Konkurrenten Neteller übernommen. Seitdem gehören, Skrill, Neteller und Paysafecard zu einer Unternehmensgruppe.

Fazit: Paysafecard Generatoren sind Humbug - besser auf echte Verlosungen setzen

An alle Besucher, die auf GambleJoe kommen und auf der Suche nach kostenlosen PSCs sind, sei hier gesagt, dass man sie nicht mit den Generatoren oder irgendwelchen Programmen erhält. Die einzige wirkliche Chance, wie man selbst kostenlos an Paysafekarten kommen kann, ist durch eine Paysafekarten Verlosung, wie sie auf GambleJoe unter den aktiven Mitgliedern monatlich durchgeführt wird. Eine andere, ehrliche Option gibt es nicht!

Aus diesem Grund mein kurzes und eindringliches Fazit: Paysafe Generatoren sind Betrug und Schaden nur dem Nutzer, der über sie versucht, eine kostenlose Prepaid-Karte zu bekommen. Bitte nicht ausprobieren, die eigenen Schäden sind größer als der Nutzen!

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