Ein britisches Gericht hat vor mehreren Tagen eine ehemalige Hochzeitsplanerin zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Die 44-Jährige hat zuvor unter anderem 24 Brautpaare um einen hohen fünfstelligen Betrag betrogen. Mit ihrer Beute hat die Ex-Hochzeitsplanerin dann ihre Glücksspielsucht finanziert.

Das Gericht im englischen Hull sah es als erwiesen an, dass Dana T. (44) das Geld ihrer Opfer nutzte, um ihre massive Spielsucht zu finanzieren. Eigentlich sollte die Hochzeitsplanerin das ihr anvertraute Geld nutzen, um ihren Kunden ein unvergessliches Hochzeitserlebnis zu bescheren. Folglich wurden die Vorbereitungen zur Eheschließung für viele Paare zum absoluten Albtraum.

Hochzeitsplanerin betrügt Paare um ca. 83.000 Euro

Insgesamt habe die spielsüchtige Hochzeitsplanerin ihre Opfer um etwa 83.000 Euro betrogen. Bei den Geschädigten handelt es sich um insgesamt 24 Brautpaare. Im Gerichtsprozess hat die Angeklagte Anfang des Monats sogar zugegeben, zu keinem Zeitpunkt vorgehabt zu haben, die fraglichen Leistungen tatsächlich zu erbringen. Stattdessen nutzte sie das ihr anvertraute Geld, um ihre massive Glücksspielsucht zu befriedigen.

Ein Hochzeitsplaner („Wedding planner“) kümmert sich um die Planung und Organisation der Hochzeitsfeier. Dazu gehören etwa die Standortsuche, die Hochzeitskleidsuche, die Menüauswahl, die Künstlervermittlung, die Dekoration sowie die gesamte Budgetkontrolle. Bei der Hochzeit selbst ist der Hochzeitsplaner eher im Hintergrund. Üblicherweise liegt die Vergütung des Hochzeitsplaners bei 10 bis 20 Prozent des Gesamtbudgets.

Die Staatsanwaltschaft verwies kurz vor der Verkündung des Urteils noch mal auf die Verwerflichkeit der Taten. Schließlich haben die geschädigten Hochzeitspaare teilweise über einen langen Zeitraum Geld für ihren großen Tag gespart, welches ihnen von der Angeklagten einfach weggenommen wurde. Erst im März dieses Jahres berichteten wir davon, dass ein Ex-Polizist die Bußgeldeinnahmen im Casino verspielte.  

Betrügerin verspricht die Hochzeitsplanung – und tat nichts

Zunächst habe die Angeklagte den gutgläubigen Opfern versprochen, sich um die gesamte Hochzeitsplanung zu kümmern. Doch kurze Zeit vor den Terminen habe sie sich dann immer wieder entschuldigen lassen und die versprochenen Leistungen nicht erbracht. Auch habe sie externe Dienstleister nicht bezahlt, sodass sich immer mehr Hochzeitspaare über die Frau bei der Polizei beschwerten.

Nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei kam es nun letztendlich zum Gerichtsprozess. Hier wurde die 44-Jährige zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt. Die teilweise anwesenden Opfer sowie der Ex-Mann der Angeklagten zeigten sich über das Urteil erleichtert. Erst vor einigen Monaten haben wir uns in einem Artikel die Frage gestellt, wie verantwortungsvolles Spielen funktionieren kann.

Fazit

Der Fall der spielsüchtigen Hochzeitsplanerin zeigt, dass ein problematisches Spielverhalten auch massive Auswirkungen auf den Arbeitsplatz haben kann. Zudem können Betroffene durch ihr pathologisches Spielverhalten dazu motiviert werden, Straftaten zu begehen und dadurch andere Menschen zu schädigen. Im Fall der Hochzeitsplanerin ist ein Gesamtschaden in Höhe von ca. 83.000 Euro entstanden. Zudem hat die Angeklagte die Hochzeiten von 24 Paaren zerstört, was moralisch natürlich ebenso verwerflich ist. Man kann nur hoffen, dass die Frau während ihrer Gefängnisstrafe eine Spielsuchttherapie machen kann, um ihr Spielverhalten langfristig in den Griff zu bekommen.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/hochzeit-paar-liebe-hochzeitspaar-1255520/

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