Ein 40-Jähriger muss sich in diesen Tagen wegen Mordes vor einem Gericht in Irland verantworten. Dem Mann wird vorgeworfen, einen Obdachlosen so sehr zusammengeschlagen zu haben, dass dieser an den Folgen verstarb. Kurz vor dem Angriff schien sich das Leben des Opfers ins Positive zu ändern, nachdem er im Casino kräftig abgeräumt hatte.

Bereits seit dem 17. Juni läuft die Mordverhandlung vor dem Strafgerichtshof im irischen Dublin. Dem Angeklagten Feri A. wird vorgeworfen, den wohnungs- und arbeitslosen Bauarbeiter Ion B. (49) körperlich so stark misshandelt zu haben, dass dieser an den Folgen starb. Die schreckliche Tat liegt inzwischen bereits rund drei Jahre zurück.

Obdachloser gewann vor der Tat 2.500 Euro im Casino

Vor Gericht wurde das Opfer als „anständiger Mensch“ und „guter Freund“ beschrieben. Als Zeuge sagte unter anderem Marian D., ein befreundeter Bauarbeiter des Opfers, aus. Der Zeuge habe mit dem Opfer Ion B. in der Vergangenheit auf mehreren Baustellen in Irland gearbeitet. Das spätere Opfer sei dabei immer großzügig gewesen und habe mit anderen Menschen geteilt, obwohl er selbst nie viel hatte. Außerdem habe er häufiger Geld nach Spanien geschickt, wo seine kleine Tochter lebt.

Kurz vor der Tat habe das Opfer laut Zeugenaussage eine 2-Euro-Münze auf der Straße gefunden. Damit habe Ion B. im Casino sein Glück versucht – mit Erfolg. In einem Casino am Eden Quay habe er mit der gefundenen Geldmünze einen beeindruckenden Gewinn in Höhe von 2.500 Euro erzielt. Weniger als drei Tage später war der Obdachlose dann tot.

Opfer wurde brutal zusammengeschlagen – war es Raubmord?

Das schwer verletzte Opfer wurde in den Morgenstunden des 13. April 2018 von Zeugen in einer Grünanlage in Tallaght nahe Dublin gefunden. Bereits einen Tag später verstarb Ion B. an den Folgen seiner massiven Verletzungen. Ein Mediziner sprach laut der Zeitung Irish Times von „umfangreicher stumpfer Gewalt und Prellungen an vielen Teilen seines Körpers“. Darüber hinaus habe das Opfer über innere Verletzungen verfügt und seine Rippen waren gebrochen.

Fraglich ist zum aktuellen Zeitpunkt, ob es sich bei der Tat um einen Raubmord handeln könnte. Bislang ist noch unklar, ob der Täter sein Opfer zusammengeschlagen hat, um an den Casino-Gewinn des Mannes zu gelangen. Bislang bestreitet der Angeklagte die Vorwürfe. Die Polizei in Dublin war auf den Mann aufmerksam geworden, nachdem mehrere Zeugenaussagen vorlagen und die Aufnahmen von Überwachungskameras ausgewertet wurden.

Fazit

Nach dem großen Glück kam die verheerende Tragödie. Der Obdachlose Ion B. führte ein primitives Leben auf den Straßen von Dublin. Nachdem er dann im Casino völlig überraschend 2.500 Euro abgeräumt hatte, schien sich sein Leben endlich ins Positive zu verändern. Doch bereits wenige Stunden später musste der Mann sterben. Nun gilt es herauszufinden, ob der kurzzeitige Glückspilz wirklich nur wegen seines Casino-Gewinns sterben musste oder ob ein anderes Motiv hinter der brutalen Tat steckt.  

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/menschen-obdachlose-homeless-usa-4606605/

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