Betrugsfall im Hause Ladbrokes: Ein ehemaliger Mitarbeiter des Glücksspielanbieters Ladbrokes, der angeblich unter einer schweren Spielsucht litt, hat sein internes Wissen dafür eingesetzt, um sich bei EuroMillions einen Gewinn von 1500 Euro zu sichern. Der Betrugsfall wird nun bei einem Gericht in Irland genauer unter die Lupe genommen.

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Ladbrokes hat sein Insiderwissen über den Glücksspielkonzern genutzt, um ohne Schein einen Gewinn bei EuroMillions zu machen. Der 24-jährige Täter habe sich bei der Verhandlung des Falles beim Bezirksgericht Cork Irland sehr reuevoll gezeigt. Er habe sogar 1.500 Euro zum Prozess mitgebracht, um dem Glücksspielanbieter Entschädigung zu leisten. 

Der Täter hat keine kriminelle Vergangenheit, dennoch hatte er sein Wissen über interne Prozesse von seinem ehemaligen Arbeitgeber ausgenutzt und sich einen Gewinn von 1500 Euro erschlichen. Mit dem benötigten Know-how über Ladbrokes-Prozesse ist es ihm gelungen, bei der Ladbrokes-Annahmestelle in Mahon Irland zu einem Gewinn zu kommen. Und das ohne ein entsprechendes Ticket vorzuweisen.

Es liegen zwar leider keine genaueren Informationen über den Ablauf des Betrugs vor, der Täter soll aber durch die Unterschrift eines Formulars, mit der der Verlust des EuroMillions-Scheins bestätigt wurde, den Gewinn in der Lotterie zur tatsächlichen Auszahlung gebracht haben. Einem “normalen” Kunden, der kein solches Hintergrundwissen besitzt, wäre so eine Aktion vermutlich nicht gelungen. Beim Lotto in Deutschland sind solche Betrügereien übrigens nicht leicht durchzuführen. Da muss man schon entsprechende Nachweise für Gewinne haben, um an diese zu gelangen. Diese Bestätigungen sind Quittungen von der Annahmestelle oder auch Beweise in elektronischer Form im Spieler-Account.  

Ob die Spielsucht des ehemaligen Ladbrokes-Mitarbeiters Grund oder Teilursache für seine Tat ist, ist anzunehmen. Angeblich habe diese während seiner Anstellung bei Ladbrokes Form angenommen. Der Fakt, dass der Mann in seinem Berufsalltag vom Glücksspiel umgeben war, hat dazu geführt, dass sich diese stark ausgeprägt hat. Selbst als er nicht mehr bei Ladbrokes angestellt war und schon eine Anstellung in einer anderen Branche angenommen hat, war seine Glücksspielsucht noch immer präsent. Seinen Wochenlohn soll er oftmals noch am Tag der Auszahlung direkt verspielt haben.

Mildes Urteil 

In der Zwischenzeit soll der Ex-Mitarbeiter von Ladbrokes sein Spielverhalten aber im Griff haben. Seine Tat sei heutzutage eine große Belastung für ihn, die er enorm bereut. 

Sein Geständnis und seine Reue hatten vor Gericht positive Auswirkungen und so kam der 24-Jährige mit einem milden Urteil davon: Ganz klar, der entstandene Schaden muss von ihm bezahlt werden. Außer einer Strafzahlung von 750 Euro kommen aber keine weiteren Konsequenzen auf den Täter zu. 

Quelle Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/arbeit-schreibtisch-computer-nacht-933061/

 

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