Wie die maltesische Glücksspielbehörde vor wenigen Tagen bekannt gegeben hat, besitzt der Glücksspielanbieter Evobet mit Wirkung zum 16. Juli 2021 keine gültige Lizenz aus Malta mehr. Die Malta Gaming Authority (MGA) hat Evobet nämlich die Glücksspiellizenz entzogen. Aber was sind die Gründe für diese radikale Maßnahme?

In der jüngeren Vergangenheit sei der Glücksspielanbieter Evobet der Lizenzbehörde bereits mehrfach negativ aufgefallen. Zuletzt wurde Evobet von der MGA bereits aufgrund eines Lizenzverstoßes suspendiert. Nun verlor Evobet die begehrte Glücksspiellizenz aus Malta.

Warum hat Evobet die MGA-Lizenz verloren?

Die Malta Gaming Authority (MGA) teilte in einer aktuellen Pressemitteilung mit, dass es zu Verstößen gegen das maltesische Recht durch Evobet gekommen ist. Des Weiteren habe es der Glücksspielanbieter versäumt, Zahlungen pünktlich und vollständig an die Lizenzbehörde vorzunehmen. Leider enthält das offizielle Statement der Aufsichtsbehörde keine detaillierten Informationen zu den Vergehen von Evobet.

Fakt ist, dass Evobet nun seit dem 16. Juli 2021 nicht mehr über eine EU-Lizenz aus Malta verfügt. Evobet hatte unter anderem eine Sportwettenlizenz für die Online-Plattformen bet11.com, sports.bet11.com sowie für m.bet11. Die Lizenz hat Evobet bereits im Jahr 2012 erteilt bekommen.

Gründe für möglichen Lizenzentzug

Die Lizenzbehörde nennt verschiedene Gründe, warum einem Anbieter die erteilte Lizenz wieder entzogen wird. Bevor ein Lizenzentzug allerdings möglich ist, muss wie im Fall von Evobet zunächst eine Suspendierung ausgesprochen werden. Damit die MGA dazu in der Lage ist, die Glücksspiellizenz zu entziehen, muss der Anbieter beispielsweise gegen Geldwäsche-Regeln oder gegen Auflagen zum Spielerschutz verstoßen haben.

Auch die verspätete Zahlung von Lizenzgebühren kann dazu führen, dass die Lizenz wieder entzogen wird. Dasselbe gilt, wenn der Anbieter insolvent ist oder beantragte Auszahlungen der User nicht ordnungsgemäß bearbeitet werden.

Hier können Leserinnen und Leser auf der offiziellen Website der maltesischen Glücksspielbehörde nachlesen, dass beim Lizenzstatus der Evobet Limited aktuell „CANCELLED“ vermerkt ist:

MGA Seal

Maltesische Lizenz ist weg – doch Evobet hat bereits eine neue Lizenz

Evobet verfügt nun aktuell nicht mehr über eine EU-Lizenz der Malta Gaming Authority (MGA). Aber mittlerweile hat das Unternehmen bereits eine neue Glücksspiellizenz des Karibikstaates Curacao beantragt und auch erhalten. Nach dem Lizenzentzug der MGA hat Evobet allerdings wohl kaum noch Chancen darauf, eine deutsche Glücksspiellizenz zu erhalten. Da Evobet offensichtlich mehrfach negativ in Erscheinung getreten ist, können wir diesen Glücksspielanbieter vorerst nicht mehr empfehlen.

Fakt ist jedoch, dass es aktuell einen eindeutigen Trend in Richtung der Curacao Online Casinos gibt. Wir haben aus diesem Grund alle wissenswerten Informationen zu dieser Thematik für unsere Leserinnen und Leser zusammengestellt.

Wissenswertes zu den Online Casinos mit Curacao-Lizenz

Trotz der Tatsache, dass die MGA dem Glücksspielanbieter die Lizenz entzogen hat, ist dieser noch verpflichtet, die offenen Lizenzgebühren zu zahlen. Darüber hinaus hat die MGA den Anbieter aufgefordert, den Usern den Zugriff auf ihre Spielerkonten zu ermöglichen, um sich ihr Guthaben auszahlen lassen zu können.

In der jüngeren Vergangenheit hat die Malta Gaming Authority in mehreren weiteren Fällen einen Lizenzentzug durchgeführt. Hier einige Beispiele:

  • Am 21. Februar 2020 hat die MGA der Dorobet Ltd. (MGA / B2C / 116 / 2015) die Lizenz entzogen.
  • Am 28. April 2020 hat die MGA der bSupporter Limited (MGA / B2B / 461 / 2017) die Lizenz entzogen.
  • Am 22. Mai 2020 hat die MGA der Global Gaming Entertainment Group Ltd. (MGA / B2B / 551 / 2018) die Lizenz entzogen.
  • Am 6. Juli 2020 hat die MGA der Join Games Malta Limited (MGA / B2B / 321 / 2016) die Lizenz entzogen.

Fazit

Die MGA ist europaweit für ihre strengen Maßnahmen zum Spielerschutz sowie zur Geldwäscheprävention bekannt. Bei Regelverstößen verhängt die Lizenzbehörde zunächst Geldstrafen, suspendiert den Anbieter und kann diesem bei groben Pflichtverletzungen auch die Lizenz wieder entziehen. Im aktuellen Fall verliert der Glücksspielanbieter Evobet damit seine EU-Lizenz und hat folglich auch kaum noch Chancen, im deutschen Lizenzverfahren eine Erlaubnis abzugreifen.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/richter-hammer-beurteilung-gericht-1587300/

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