Seit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) gilt in Deutschland grundsätzlich ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Spieler. Vor wenigen Wochen wurde nun auch im Nachbarland Belgien das Einzahlungslimit für das Online-Glücksspiel angepasst. Allerdings gilt das neue Einzahlungslimit nicht anbieterübergreifend, sondern pro Anbieter.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres berichteten wir davon, dass in Belgien eine Glücksspielreform in Kraft tritt. Vor wenigen Wochen hat die belgische Glücksspielkommission nun bekannt gegeben, dass auch das monatliche Einzahlungslimit deutlich abgesenkt wird. Damit soll der Spielerschutz noch besser gewährleistet werden. Allerdings können sich Spieler weiterhin bei verschiedenen Anbietern anmelden und hier jeweils das Limit ausreizen. Erst kürzlich berichteten wir darüber, dass das Einsatzlimit pro Spiel in Griechenland von 2 auf 20 Euro verzehnfacht wurde.

Spiellimit wird von 500 auf 200 Euro pro Anbieter gesenkt

Aktuell gilt in Belgien noch ein wöchentliches Einsatzlimit in Höhe von 500 Euro pro Spieler und Anbieter. Schon ab Oktober dieses Jahres soll dieses Limit jedoch noch einmal deutlich reduziert werden. Genauer gesagt soll jeder Spieler dann nur noch höchstens 200 Euro pro Woche und Anbieter einzahlen können. Folglich können Spielerinnen und Spieler aus Belgien ab Oktober monatlich noch höchstens 800 Euro einzahlen.

Allerdings gilt diese Beschränkung pro Anbieter, sodass es weiterhin möglich und erlaubt sein wird, in verschiedenen Online Casinos jeweils bis zu 800 Euro pro Monat einzuzahlen. In einem im Februar dieses Jahres veröffentlichten Artikel ging es bereits um die drohenden strengeren Glücksspielvorschriften in Belgien.

Ausnahmeregelungen weiter möglich

Ähnlich wie in Deutschland soll es auch in Belgien die Möglichkeit von Ausnahmen geben. Dementsprechend können einzelne Spieler eine Erhöhung des wöchentlichen Limits beim jeweiligen Online-Glücksspielanbieter beantragen. Jedoch müsste in diesen Fällen jeweils nachgewiesen werden, dass der Spieler über die finanziellen Mittel verfügt, um entsprechend mehr Geld einsetzen und gegebenenfalls auch verlieren zu können.

Beispielsweise sollen die Online Casinos dann bei der Nationalbank die Kreditsituation abfragen, um einschätzen zu können, wie liquide der Spieler ist. Bereits vor mehreren Monaten veröffentlichten wir einen Artikel, in dem es um die Antwort auf die Frage ging, ob durch Online-Glücksspiel ein negativer SCHUFA-Eintrag drohen kann.

Fazit

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern wie beispielsweise in Belgien gelten immer strengere Vorschriften zum Spielerschutz beim Online-Glücksspiel. In Belgien dürfen Spielerinnen und Spieler ab Oktober dieses Jahres pro Anbieter nur noch höchstens 200 Euro pro Woche einsetzen. Der Sinn einer solchen Regelung darf jedoch hinterfragt werden, da jeder Spieler sich schließlich problemlos bei diversen verschiedenen Anbietern anmelden und hier jeweils das Wochenlimit ausreizen kann. Folglich darf man gespannt sein, ob die neue Vorschrift ihr Ziel nicht vielleicht verfehlen könnte.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/belgien-wasser-architektur-romantik-3659262/

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