Wie vor kurzer Zeit bekannt wurde, beschränkt China die Gamingzeit für Kinder. Konkret dürfen Minderjährige nur noch drei Stunden pro Woche gamen – und das nur am Wochenende. China ist bereits seit längerer Zeit bekannt für seine strengen Restriktionen in vielen Lebensbereichen. Aber wie sinnvoll sind die neuen Gaming-Regeln für Kinder und Jugendliche?

Seit dem 1. September 2021 gelten in China strenge Gaming-Regeln für junge Menschen. Demnach dürfen Minderjährige nur noch höchstens drei Stunden pro Woche zocken und das auch nur am Wochenende in der Zeit zwischen 20 und 21 Uhr. China ist bekannt für seine strengen Regeln in vielen Lebensbereichen. Erst im vergangenen Jahr berichteten wir beispielsweise vom Kampf Chinas gegen das illegale Online-Glücksspiel.

Spielsucht soll verhindert werden

Die chinesische Regierung begründet die neue Maßnahme mit der Prävention von Spielsucht. Die Kinder und Jugendlichen sollen einen verantwortungsvollen Umgang mit Onlinespielen lernen. Dabei geht es nicht um virtuelle Spielautomaten oder andere Online-Glücksspielangebote, sondern eher um PC-Spiele und Apps.

Aus diesem Grund hat die Regierung Chinas sich entschieden, die Gamingzeit bei Minderjährigen streng zu regulieren. Der Nachwuchs darf demnach nur noch am Freitag, Samstag oder Sonntag in der Zeit zwischen 20 und 21 Uhr für eine Stunde spielen. An Feiertagen ist das Spielen ebenfalls limitiert erlaubt. Viele Eltern würden die Maßnahmen der chinesischen Regierung unterstützen. Sie müssen ihren Kindern nämlich nicht mehr aktiv das Spielen verbieten, da dies bereits über den Gesetzgeber geschieht.

In der Volksrepublik China leben mehr als 1,4 Milliarden Menschen. Die Hauptstadt ist Peking und der amtierende Staatspräsident ist Xi Jinping. Bis heute werden der Volksrepublik China dabei immer wieder schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.

Online-Spiele werden beschränkt – soziale Medien nicht

Kritisiert wird das Vorhaben unter anderem deshalb, da die Reglementierung ausschließlich Online-Spiele betrifft. Das bedeutet, dass die zeitliche Beschränkung nicht für soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram gilt. Hier verbringen viele Kinder und Jugendliche bekanntermaßen auch viel Zeit. Die aktuellen Spielbeschränkungen sind Teil eines anhaltenden Vorgehens der chinesischen Regierung gegen große Technologiefirmen wie Tencent.

Derzeit wird noch darüber diskutiert, wie die neuen Regeln überwacht werden sollen. Die Rede ist unter anderem von einer Gesichtskontrolle oder dem Einloggen mit der eigenen Identität. Die Überwachung hat durch die Spielefirmen zu erfolgen. Wer nicht streng genug kontrolliert, riskiert dann eine Strafzahlung.

Fazit

Um einer Spielsucht vorzubeugen, lässt die chinesische Regierung den Nachwuchs ab sofort nur noch maximal drei Stunden pro Woche gamen. Die Gamingzeit beträgt dabei höchstens eine Stunde pro Tag und darf lediglich an den Wochenenden genutzt werden. Fraglich bleibt zum aktuellen Zeitpunkt, ob die neuen Regeln überhaupt flächenmäßig kontrollierbar sind. Erst vor einigen Wochen kritisierte eine staatliche Zeitung die Spieleindustrie und nannte sie „geistiges Opium“. Ob die Beschränkung der Gaming-Zeit in diesem Rahmen sinnvoll ist, darf natürlich in Frage gestellt werden.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/kind-turm-bausteine-klötzchen-1864718/

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