Die Casinos Austria AG befindet sich nun in der engeren Auswahl für ein Casino Resort in der japanischen Stadt Nagasaki. Dass das österreichische Glücksspielunternehmen tatsächlich nach Japan expandieren könnte, wird also immer realistischer und könnte schon bald Lizenznehmer für das zukünftige Integrated Resort (IR) in Nagasaki werden.

Die chinesische Current Group und die japanische Unternehmensgruppe One Kyushu sind schon mal im Rennen um eine Casino-Lizenz in Japan ausgeschieden. Von den zu Beginn fünf potenziellen Lizenz-Anwärtern sind also schon zwei nicht mehr dabei. Die Casinos Austria, die japanisch-taiwanesische THE NIKI and Chyau Fwu Group ebenso wie die Oshidori International Ltd. aus Hongkong sind alle noch vielversprechende Kandidaten.

Interessant ist, dass die zwei Anwärter neben den Casinos Austria überhaupt nicht bzw. nur indirekt im Sektor Glücksspiel tätig sind. So gehört die THE NIKI and Chyau Fwu Group der Bau- und Infrastruktur Industrie an, während die Oshidori International Ltd. mit Glücksspiel schon etwas mehr zu tun hat und vor Kurzem mit Mohegan Gaming & Entertainment eine geschäftliche Partnerschaft eingegangen ist. 

Die Casinos Austria wurden erst kürzlich in den Nachrichten im Zusammenhang mit der Einrichtung einer neuen unabhängigen Glücksspielbehörde für Österreich erwähnt. Denn nach den Aufregungen rund um den Casino Austria AG-Skandal wurde hinterfragt, welche Vorteile die Anteilnahme der Regierung am Glücksspielunternehmen denn hat. Hier muss angemerkt werden, dass der Staat Österreich momentan 33 % Anteile an der Casinos Austria AG hält. Die meisten Anteile gehören jedoch der Sazka-Gruppe aus Tschechien. Diese hält über 38 % der Anteile.

Ebenfalls wird seit vielen Jahren kritisiert, dass Anbieter von Online Glücksspielen, die seitens EU lizenziert sind, in Österreich auf Diskriminierung stoßen, damit das staatliche Monopol der Casinos Austria geschützt bleibt. Eine Loslösung von Glücksspiel-Agenden aus dem Finanzministerium könnte diesen Status verändern.

Casinos Austria sind ein vielversprechender Kandidat   

Casinos Austria hat als erster der fünf Bewerber seinen Antrag für den Standort Nagasaki eingereicht. Laut Akio Hayashi, dem Sprecher der Casinos Austria International Group, sei es nicht das Ziel, einen Standort, der den bekanntesten Glücksspiel-Destinationen wie Las Vegas oder dem asiatische Macau ähnelt, zu errichten. Vielmehr will man sich laut den ersten Plänen darauf fokussieren, ein Integrated Resort zu schaffen, das sich an die Stadt angleicht, dennoch einen Hauch von europäischer Prägung hat.

IR soll auch genug Raum für unter anderem Konferenzen und Meetings bieten. Zusätzlich soll das Resort über einen Spa-Bereich verfügen. Ein Philharmonie-Orchester mit österreichischem Hauch könnte auch Teil des Resorts werden. Für das Design des Integrated Resorts würde aber einer der bekanntesten Architekten Japans, Kengo Kuma, verantwortlich sein.

Apropos Japans Kreativ-Szene: Hiroshi Sasaki, Creative-Direktor der Eröffnungs- und Abschlussfeiern der Olympiade und Paralympics in Tokio 2021, hat seinen Rücktritt verkündet. Er wollte ein Plus-Size-Model in einer Verkleidung als Schwein in der Luft schweben lassen. Dabei setzte Sasaki auf das Wortspiel “Olympig”, eine Zusammensetzung des Wortteils “olym” von “olympic” und “pig”, dem englischen Wort für Schwein.

Sasaki habe um Entschuldigung gebeten, sich aber trotzdem entschieden von seiner Position zurückzutreten. 

Durch seine langjährige Glücksspiel-Erfahrung könnten die Casinos Austria tatsächlich über gutes Potenzial verfügen, bald einen neuen Standort in Japan zu haben. Davor stehen aber noch einige weitere Bewerbungsschritte bevor, wie ein Dialog mit der Stadt Nagasaki und eine Überprüfung des Bewerbers auf Kompetenz und Eignung, die von einem Recherche-Unternehmen vollzogen wird, das unabhängig urteilt.

Eine finale Entscheidung wird voraussichtlich im August dieses Jahres fallen.

Quelle Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/nachtsicht-nagasaki-japan-1342591/

 

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