Bis 2020 sollen in Japan Casino Resorts nach dem Vorbild von Las Vegas entstehen. Dabei setzt man in dem Inselstaat ganz auf ausländische Spieltouristen, für einheimische Spieler soll es zum Schutz strenge Limits geben. Man hat sich nun ein neues Vorgehen ausgedacht, um Standorte für die neuen Resorts zu bestimmen.

Immer wieder gab es in Japan Kritik und Widerstand gegen die geplanten neuen Casino Resorts. Bisher ist in Japan Glücksspiel streng verboten. Lediglich Pachinko Spielhallen sind rechtlich erlaubt, dort spielt man jedoch nicht um Geld, sondern um Sachpreise. Es handelt sich um spezielle Pachinko-Automaten, bei denen Kugeln mechanisch bewegt werden.

Seit geraumer Zeit möchte man aber echtes Glücksspiel nach Japan bringen. Die Öffentlichkeit soll bis zum 3. Oktober 2019 zum Thema Glücksspiel, den verschiedenen Standorten und den Problemen in Bezug auf Spielsucht befragt werden. Auf Grundlage der Befragungen soll Anfang nächstes Jahr formell über die Auswahlpolitik für Standorte und Casinobetreiber entschieden werden. Mit diesen genauen Vorstellungen sollen dann Casinobetreiber, Stadt- und Präfektur-Behörden konkrete Projektpläne ausarbeiten können.

Erste Casino Resorts in Japan für 2020 geplant

Die Casinos Resorts in Japan sollen Glücksspielelemente, Hotels, Einkaufsmöglichkeiten sowie Konferenzsäle und Event-Locations beinhalten. Bis Ende 2020 sollen dabei zunächst 3 Standorte in ganz Japan errichtet werden. Geprüft werden Anbieter und Standorte dabei auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit, die Qualität der vorhandenen und geplanten Einrichtungen des Casinobetreibers, die Erreichbarkeit der Standorte von den Großstädten und die geplanten Dimensionen des Projekts.

Suchtbekämpfung als wichtiges Ziel

Das wichtigste Thema bleibt in Japan die Vermeidung von Schäden durch das Glücksspiel für die Casinos. In der Vergangenheit wurden immer wieder Limits für japanische Spieler diskutiert. Sie sollten teilweise nur 3-mal in 7 Tagen ins Casino gehen dürfen. In 28 Tagen sollen höchstens 10 Casinobesuche für Japaner möglich sein.

Für ausländische Spieler sollen diesen Limits nicht gelten. Die Spiellimits sollen auf den digitalen ID-Chips (Individual Number Card) der japanischen Einwohner gespeichert werden. Es bleibt abzuwarten, wie der Spielerschutz in Japan wirklich aussieht, aber das Land ist wohl vor allem am ausländischen Geld interessiert.

Ziel ist es seitens der Regierung bis 2030 mindestens 60 Millionen ausländische Besucher ins Land zu holen. Die Casinos sollen dabei ihren Teil beitragen. Bisher sind die Städte Osaka sowie Yokohama und die Präfekturen Wakayama und Nagasaki im Rennen. Tokyo, Hokkaido und die Stadt Chiba prüfen derzeit noch, ob man versuchen möchte, ein Casinostandort zu sich zu holen.

Casino-Fieber trifft Bademode

Schwarzer Casino BikiniDerzeit versuchen viele ausländische Anbieter, auf dem japanischen Markt gut anzukommen und den Zuschlag für ein Projekt zu erhalten.

Die Modemarke „Parfaite“ hat Anfang des Jahres sogar eine Casino-Kollektion herausgebracht, wobei es sich vor allem um Bademode für Frauen handelt. Village Vanguard hat sich ab sofort auch in dem Online Store. Mit Dessous-Elementen und Cool-Touch-Material werden die neuen Bikinis der Modemarke beworben. Besonderheit ist, dass die Bikini-Tops und Unterteile mit Spielkarten verziert sind, wie man aus klassischen Spielbanken kennt. Diese Modelle mit Karten gibt es in den Farben Rot und Schwarz.

Ein zweites Modell soll wohl Casino-Dealer imitieren. Ein Kragen mit Schleife ist das besondere Accessoire. In manchen Medien wird die Schleife als „besonderer Niedlichkeitsfaktor“ beschrieben. Wie man es auch nimmt, das Casino hält auch in die japanische Modewelt Einzug.

Alle 3 Versionen kosten im Übrigen 16.200 Yen, was umgerechnet 138 Euro entspricht. Vielleicht sollen die Modelle von zukünftigen Casinogewinnen bezahlt werden, wenn man unverhofft an Geld kommt und es für solche Spielereien ausgeben kann.

Spielbanken und Resorts sind in Japan in Planung

Rotes Casino Bikini ModellAm Ende zeigt sich einmal mehr, dass Spielbanken in Japan bald zum Bild des Landes gehören werden. Die Pläne der Regierungen sehen die Resorts vor, damit man die Quote von 60 Millionen Touristen bis 2030 pro Jahr schafft. Im Vergleich 2017 hatte man im ganzen Jahr ungefähr 28,7 Millionen ausländische Touristen.

Der Casino-Tourismus wie in Las Vegas scheint dafür ein einträgliches Geschäft zu sein. Für einheimische Spieler soll es besondere Spielerschutzmaßnahmen geben. Außerdem ist das Casino in den Resorts nur auf 3% der Gesamtfläche begrenzt. Den überwiegenden Teil der Fläche sollen Hotels, Bars, Restaurants, Shops, Konferenzgebäude und Eventlocations einnehmen.

Sicherlich hat sich die ganze Diskussion um die Resorts etwas mehr in die Länge gezogen, als es geplant war. Dennoch werden die Resorts kommen. An der Mode-Industrie sieht man, dass die Casinos einen großen Stellenwert einnehmen und das Glücksspiel zunehmend akzeptierter in Japan wird. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Bauarbeiten an den ersten Projekten beginnen. Spätestens im neuen Jahr wird es wohl so weit sein, damit man bis Ende 2020 mit den ersten Resorts fertig wird.

Bildquelle:  AdobeStock 240822703, Yasaka Pagoda where is the landmark of Kyoto, Japan. ©Photo Gallery

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