Ein Casino-Dealer hat seinen Arbeitgeber um mehrere Hunderttausend Euro betrogen. Nun ist er für seine Tat zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Aber wie gelang es dem kriminellen Baccarat-Dealer, das The Star Casino Sydney um einen derart hohen Geldbetrag zu betrügen?

Aktuell berichtet die Glücksspielbehörde von New South Wales, die Liquor & Gaming NSW von einer spektakulären Betrugstat in Australien. Hierbei gelang es einem ehemaligen Baccarat-Dealer gemeinsam mit einem Komplizen, das The Star Casinos Sydney um einen Betrag in Höhe von fast 500.000 AUD zu erleichtern. Aber wie gelang es den Casino-Verantwortlichen oder den Ermittlungsbehörden, den Fall aufzuklären?

Überwachungskameras überführen den kriminellen Dealer

Der Ex-Dealer Hieu Duc Lam wurde bereits im Sommer vergangenen Jahres bei seinen dreisten Betrugstaten erwischt. Damals überführte ihn das Videoüberwachungssystem des Casinos. Auf dem gesicherten Filmmaterial war nämlich zu sehen, wie sich der kriminelle Dealer die Karten vor dem Austeilen genau angeschaut und eingeprägt hat. Daraufhin habe der Dealer von seinem Smartphone aus dem Komplizen die Reihenfolge der Karten mitgeteilt. Sein Komplize habe daraufhin die Einsätze so vornehmen können, dass er gewinnt.

Das The Star Casino Sydney ist nach dem Crown Casino in Melbourne das zweitgrößte Casino in Australien. In der Spielbank stehen nicht nur knapp 1.500 klassische Automatenspiele, sondern auch Tisch- bzw. Kartenspiele wie Blackjack, Poker, Roulette, Baccarat, Sic Bo und Pontoon zur Verfügung.

Dem betrügerischen Duo sei es innerhalb von nicht einmal einem Monat gelungen, auf diesem Weg einen „Gewinn“ in Höhe von 467.700 AUD zu erspielen. Umgerechnet entspricht das einem Betrag von über 310.000 Euro. Doch dann fiel die Betrugsmasche auf und der Baccarat-Dealer wurde von seinem Arbeitgeber entlassen. Es scheint, als hätte letztendlich die Gier beim „Betrüger-Duo“ gesiegt. Es ist schließlich keine Überraschung, dass es auffällt, wenn ein bestimmter Spieler innerhalb weniger Wochen mehrere Hunderttausend Euro gewinnt.

Freiheitsstrafe für Ex-Dealer

Der ehemalige Casino-Dealer räumte vor dem Amtsgericht Downing Centre in Sydney seine Taten ein. Insgesamt bekannte er sich damit in 15 Fällen für schuldig. Die Richter verurteilten den Mann letztendlich zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Darüber hinaus muss der Ex-Dealer insgesamt 250 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Die zuständige Aufsichtsbehörde zeigte sich über das dreiste Verhalten des Dealers empört:

„Ein Casino-Mitarbeiter soll Spielaktivitäten überwachen. Ihre Rolle besteht darin, die Integrität der Casinoaktivitäten vor kriminellen Einflüssen, schwerwiegendem Fehlverhalten oder Ausbeutung zu schützen und ihnen wird ein besonderes Maß an Vertrauen entgegengebracht.“

In einem anderen Fall berichteten wir erst vor einigen Wochen über eine millionenschwere Geldwäsche im Crown Casino Melbourne.

Fazit

Immer wieder kommt es zu Betrugstaten in landbasierten Casinos. Im aktuellen Fall schaffte es ein kriminelles Duo, innerhalb von weniger als einem Monat einen Betrag von umgerechnet über 300.000 Euro betrügerisch zu erlangen. Dafür musste sich der Angeklagte nun vor einem australischen Gericht verantworten und wurde zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt. Der ehemalige Casino-Mitarbeiter hat seine verantwortungsvolle Position missbraucht und dafür zurecht seinen Arbeitsplatz sowie seine Casino-Lizenz verloren. Für die Casino-Verantwortlichen ist es wichtig, derartige Betrugstaten schnell zu durchschauen, um den Schaden in diesem Bereich in Grenzen zu halten.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/überwachung-sicherheit-die-polizei-1305045/

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