Die Energiekrise hat Deutschland fest im Griff. Die explodierenden Kosten für Gas und Strom machen nicht nur privaten Haushalten, sondern auch Firmen schwer zu schaffen. Viele Großstädte haben sich zuletzt dazu entschlossen, bekannte Sehenswürdigkeiten nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zu beleuchten. Aber wie sieht es mit der Beleuchtung von Spielhallen und Spielbanken aus?

Erst vor wenigen Monaten haben wir uns in einem Artikel die Frage gestellt, ob in Zeiten von Inflation und Gaskrise nun weniger im Online Casino gespielt wird. Die Politik hat sich nun Gedanken darüber gemacht, wie spürbar mehr Energie gespart werden könne. Ursprünglich war in der entsprechenden Verordnung festgelegt worden, dass die Beleuchtung von Geschäften zu bestimmten Zeiten abgeschaltet werden muss. Von diesem Vorhaben ist man allerdings inzwischen wieder abgekommen, sodass das Beleuchten von Geschäften nicht nur während der Tageszeit, sondern auch zur Nachtzeit erlaubt bleiben wird.

Spielhallen dürfen Beleuchtung auch nachts angeschaltet lassen

Die sogenannte „Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen“ (EnSikuMaV) wurde von der Bundesregierung als Antwort auf die sich zuspitzende Energiekrise entwickelt. In einer ersten Version der Verordnung war geplant, dass Geschäfte, zu denen auch Spielhallen bzw. Spielotheken gehören, ihre Leuchtreklame zu bestimmten Uhrzeiten ausschalten müssen. Konkret hatte die Regierung in Berlin geplant, dass der Betrieb beleuchtender Werbeanlagen zu Nachtzeiten, also ab 22 Uhr, verboten wird.

Wie sich nun kürzlich herausstellte, wird eine solche Regelung jedoch (vorerst) nicht in die Realität umgesetzt. Stattdessen soll auf andere Art und Weise Energie gespart werden. Demnach dürfen Casinos und Spielhallen auch weiterhin ihre Beleuchtung zur Tages- und Nachtzeit nach Belieben eingeschaltet lassen. Die einzige Voraussetzung ist jedoch, dass das Geschäft zur jeweiligen Uhrzeit auch tatsächlich geöffnet ist. Schließt die Spielhalle also um 3 Uhr in der Nacht, muss dann auch die Beleuchtung entsprechend ausgeschaltet werden. Dasselbe gilt natürlich für alle Casinos, Wettbüros und andere Geschäfte.

Damit hat die Bundesregierung auf die Kritik vieler Gewerbetreibenden und Verbände reagiert. Diese hatten argumentiert, dass eine fehlende Beleuchtung bei einem geöffneten Geschäft potenzielle Kundinnen und Kunden abschrecken könnte. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA hatte beispielsweise erwähnt, dass die ohnehin schon schwere Lage der Betriebe durch so eine Maßnahme unnötig erschwert werden würde.

In Berlin werden 200 Sehenswürdigkeiten nicht mehr beleuchtet

Die Politik will als gutes Vorbild vorangehen und hat zum Beispiel in der Hauptstadt Berlin die Beleuchtung von 200 Sehenswürdigkeiten abschalten lassen, um Energie zu sparen. Die Mitarbeitenden haben mehrere Wochen benötigt, um die insgesamt 1.400 Strahler abzuschalten. Betroffen von dieser Maßnahme sind unter anderem die Staatsoper, das Rote Rathaus, das Schloss Charlottenburg und die Siegessäule.

Finanziell lukrativ ist das Abschalten der Strahler jedoch vorerst nicht. Wie die Senatsverwaltung in Berlin mitteilte, würden die Kosten für das einmalige Abschalten der Strahler nämlich bei etwa 40.000 Euro liegen. Zum Vergleich: Ähnlich hoch sind die derzeit prognostizierten Stromkosten für die betroffenen Objekte in einem gesamten Jahr.

Fazit

Die nächtliche Beleuchtung von Spielhallen, Casinos und allen anderen Geschäften bleibt zu den Öffnungszeiten weiterhin erlaubt. Dennoch ruft die Bundesregierung natürlich nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch private Haushalte zum Energiesparen auf. Die Politik selbst will dabei mit gutem Beispiel vorangehen und hat beispielsweise in Berlin an etlichen Sehenswürdigkeiten die Beleuchtung abschalten lassen.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/photos/energiekrise-energiesparen-blackout-7493583/

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