Als Spieler in Online Casinos sollte man sich Strategien überlegen, damit man die Kosten für das Glücksspiel halbwegs im Auge behalten kann. Teilweise zahlt man bei den verschiedenen Anbietern von unterschiedlichen Online Bankkonten ein und verliert dann schnell den Überblick über das verspielte oder eingesetzte Geld. Eine gute Option, um einen Überblick auf die Umsätze zu haben, sind separate Bankkonten mit VISA- oder MasterCard-Karten, auf die man zuvor Geld transferieren muss – im Folgenden möchte ich einige Anbieter einmal vorstellen.

Wenn man in Online Casinos spielt, stellt sich immer wieder die Frage, wie man am besten eine Übersicht seiner Umsätze erhält. Teilweise zahlt man via PayPal, Trustly und Sofortüberweisung von verschiedenen Bankkonten ein, sodass man schnell den Überblick verliert. Ferner besteht immer die Gefahr, dass man das gesamte Geld verzockt, was auf dem Konto ist. Eine gute Kostenkontrolle stellt dabei aus unserer Sicht die Debitkarte dar, also eine Lastschriftkarte, die man vorher aufladen muss und bei denen man nur so viel Geld verspielen kann, wie man aufgeladen hat.

Im Unterschied zu Kreditkarten hat man bei Debitkarten kein Limit, welches am Ende des Monats als Gesamtbetrag, oder vielleicht sogar in Raten als Kredit abgebucht werden. Man kann nur das Geld verspielen, das man vorher auch auf das Bankkonto für die Debitkarte transferiert hat. Allerdings kann man die normalen deutschen Girokonto-Karten nicht zur Einzahlung bei den meisten Casinos nutzen, da diese nur die Einzahlung via VISA oder Mastercard erlauben und ein CVV-Code zur Bestätigung erforderlich ist. Dieser Code fehlt bei den Standard Maestro-Karten, die man in Deutschland erhält.

Matthias hat das System von VISA- und MasterCard/Maestro-Debitkarten mehrere Monate ausprobiert und damit recht gute Erfahrungen gemacht. Letztlich hat er so ein festes Limit, was er verspielen kann und bevor er noch mehr Geld auf das Bankkonto der Debit-VISA-Karte lädt, gibt es eine kurze „Realisierungsphase“, die ihn bisher davon abgehalten hat, das Limit zu überschreiten. Somit kann der Einsatz von Debitkarten dazu führen, dass man sich beim Spielen eher beherrschen kann und die Kontrolle über die Umsätze in Online Casino behält.

Da ich selbst bisher nur wenig Erfahrungen mit Einzahlungen von extra Konten über Debitkarten gemacht habe, aber die Idee sehr gut finde, habe ich mir einmal ein paar vernünftige Anbieter von VISA/Mastercard-Debitkarten angesehen und möchte sie vorstellen. Der Hintergrund ist einfach, dass ich bei vielen Online Casinos von zwei unterschiedlichen Bankkonten und zusätzlich über eine Kreditkarte einzahle und mir mittlerweile die Übersicht verloren geht. Letztlich werden VISA und MasterCard von allen Online Casinos akzeptiert, sodass man mit den Debitkarten der beiden Anbieter bei jedem Glücksspielanbieter einzahlen können sollte.

Wenn man die Debitkarten bei ausländischen Banken erwirbt, kann man sogar die Payment-Blocking-Maßnahmen umgehen (falls dieser sehr unwahrscheinliche Fall irgendwann eintreten sollte). Letztlich sendet man von einer deutschen Bank nur Gelder an ein ausländisches Bankkonto, was einem selbst gehört und man staatlich nicht verbieten kann. Was man dann mit dem Geld macht und wo man einzahlt, ist zumindest für die deutschen Behörden nicht nachvollziehbar. Da es sich um Debitkarten handelt, sollten sie auch nicht wie Kreditkarten in der Schufa erwähnt werden.

Welche Anbieter von Debit-VISA- oder Mastercard/Maestro-Karten gibt es?

Da die Auswahl an Girokonten mit Debitkarte relativ groß ist, habe ich erst einmal innerhalb des GambleJoe-Teams gefragt, welche Anbieter empfohlen werden können. Daniel nutzt beispielsweise LeoPay, Matthias hat gute Erfahrungen mit bunq sowie mit Revolut gemacht. Im Folgenden möchte ich die einzelnen Anbieter einmal kurz vorstellen und dann einen kurzen Vergleich geben.

LeoPay (ehemals LeuPay) – kostenloses Girokonto mit zwei VISA-Karten

Startseite von LeoPayLeoPay wird von der Londoner LeuPay Limited betrieben. Wenn man sich dort anmeldet, erhält man ein kostenloses Konto und zwei VISA-Debitkarten für dieses Konto. Kontoeröffnung, die Kontoführung, das Einzahlen via Banküberweisung und jegliche Form von Online Zahlungen sind kostenfrei möglich. Bei SEPA-Überweisungen oder Überweisungen in Fremdwährungen und Abhebungen an Bankautomaten fallen dann Gebühren an, was bei einem kostenlosen Konto jedoch nicht verwunderlich ist. Die genaue Gebührenordnung kann man auf der Webseite von LeoPay einsehen.

Insgesamt macht der Zahlungsdienstleister einen sehr guten Eindruck, Gebühren und Leistungen werden transparent dargestellt. Bei der Anmeldung ist mir aufgefallen, dass man seine Steuernummer (die auch fälschlicherweise als USt-IdNr. bezeichnet wird) zur Hand haben muss. Außerdem muss man zur Identifikationsüberprüfung die LeoPay-App herunterladen und ein 5-minütiges-Telefon-Interview mit einem Mitarbeiter führen. Wenn man dies abgeschlossen hat, soll man bereits nach 20 Minuten (manchmal kann es bis zu 8 Stunden dauern) das Online Konto nutzen und die Debitkarten bestellen können.

bunq – Girokonto mit MasterCard-Debitkarte

Startseite bei bunqbunq ist ein Zahlungsdienstleister, der ganz auf seine App setzt. Man soll via Handy problemlos und schnell Geld transferieren können. Das Unternehmen gibt sich dabei bunt und modern – der Auftritt erinnert ein wenig an Apple und deren Produkte.

Hinter der farbigen Aufmachung steckt die bunq B.V., die in den Niederlanden in Amsterdam den Hauptsitz hat. Es handelt sich folglich um eine niederländische Bank. Kostenlos bieten sie ein Girokonto an, was man dann beispielsweise zur Einzahlung über einige Online-Dienstleister nutzen könnte. Debitkarten gibt es nur mit Premium-Konto. Hier fallen monatliche Kontoführungsgebühren von 7,99 € an. In der Gebühr sind dann 3 Bankkarten enthalten, wobei man zwischen MasterCard/Maestro-Debitkarten sowie einer Kreditkarte wählen kann. Über die App wird während der Registrierung ebenfalls die Identität bei der Eröffnung des Bankkontos überprüft. Wenn man die Debitkarte nutzt, kann man 10 Abbuchungen kostenlos machen lassen, ab der 11. Abbuchung kostet es dann 99 Cent je Buchungsvorgang. Die genauen Preise finden sich in einem PDF-Dokument von bunq.

Gemessen daran, dass man in Deutschland für Prepaid-Kreditkarten (die Funktion wäre ähnlich) teilweise 10 € und mehr zahlt, wenn man nicht gerade eine Kreditkarte bei der DKB hat, sind es relativ moderate Preise. Außerdem erhebt der Zahlungsdienstleister keine Glücksspielabgaben, wie es in der Vergangenheit von einigen Banken (wie der DKB) bekannt wurde.

Matthias betont immer gerne, dass man von dem Anbieter einen Link bekommt, über den Freunde einem schnell und einfach Geld schicken können. Für ihn ein echter Positivpunkt, der für die Benutzerfreundlichkeit bei bunq spricht.

Revolut – kostenlose Standard-Mastercard

Startseite von RevolutDie Revolut Limited ist ein Londoner Finanzunternehmen und setzt ebenfalls ganz auf eine Bank-App. Bei Revolut bekommt man ein kostenloses Girokonto und eine MasterCard mit der man 200 € im Monat an Bargeld abheben kann. Für den Erhalt der Debitkarte muss man einmalig eine Bereitstellungsgebühr von 4,99 Pfund zahlen (die in etwa den Versandkosten entspricht). Ansonsten gibt es keine Gebühren für Online Transaktionen, solange sie in Pfund oder Euro getätigt werden. Für Turbo Transfers und Überweisungen in Fremdwährungen werden dagegen relativ hohe Gebühren angesetzt.

Matthias wollte unbedingt, dass ich auf die Premium-Programme hinweise, da man dort mehr Bargeld abheben könne und Wallets für Kryptowährungen erhalte, falls man ins Bitcoin- oder Ethereum-Geschäft einstiegen möchte. Man muss dann 6,99 Pfund Gebühren monatlich zahlen. Die Gebührenübersicht findet sich auf der Webseite von Revolut.

Die drei Anbieter im Vergleich

  LeoPay bunq Revolut
Gebühren Kostenlos 7,99 € / Monat Kostenlos
Kartenanzahl 2 bis zu 3 1
Kosten Einzahlung via Banküberweisung Kostenlos Kostenlos Kostenlos
Kosten Online-Zahlung via Debitkarte Kostenlos 10 Buchungen kostenlos, dann 0,99 € je Transaktion Kostenlos
Kosten Sepa-Überweisungen 3 € je Transaktion Kostenlos Kostenlos
Abhebungslimit an Geldautomaten pro Karte 1.000 € pro Tag 500 € pro Tag unbegrenzt
Land der Kontoführung Bulgarien Niederlande Großbritannien
Einlagensicherungsfonds bis 100.000 € nein Ja Ja
Identitätsprüfung Via App Via App Via App
Besonderheiten 5.000 € Transaktions-Limit pro Monat für Überweisungen Persönlicher Bezahllink Auslandskrankenversicherung & Wallet für Kryptowährungen (Premium)

Aus meiner Sicht ist LeoPay anhand der Daten am besten zum Spielen im Internet geeignet, zumal ich bei dem Zahlungsdienstleister die Webseite am übersichtlichsten fand. Ich habe mir daher dort einmal ein Konto einrichten lassen und werde nun probieren, wie es ist, wenn man nur noch darüber spielt – die Kosten fürs Zocken sollte ich so besser im Blick haben.

Debitkarten mit Apps als Chance zur Kostenkontrolle in Online Casinos

Nicht jeder hat Probleme mit der Umsatzübersicht für das Glücksspiel, dennoch möchten wir extra Bankkonten mit Debitkarte an alle empfehlen, die sich nicht zügeln können und des Öfteren zu viel verspielen. Wenn man Geld zum Spielen erst auf ein separates Konto überweisen muss, kann es eine zusätzliche Hemmschwelle darstellen.

So kann man sich am Anfang des Monats ein persönliches Limit setzen, zahlt vielleicht 150 € auf das Bankkonto und kann dann damit in den verschiedenen Casinos spielen. Sicherlich kann man immer noch mögliche Gewinne verspielen, wenn man sich nicht zügeln kann und die Gewinne nicht auf das Standard-Girokonto transferiert, aber die Chance, dass man mehr Geld verspielt, als man sich eigentlich leisten wollte, wird insgesamt geringer.

Es handelt sich nur um Vorschläge bei den Bankkonten mit Visa- oder MasterCard-Debitkarten von uns. Wir wollen nur verschiedene Banken vorstellen, mit denen wir bereits gute Erfahrungen gemacht haben. Bitte seht den Beitrag nicht als Werbung, wir haben letztlich keine Verträge mit LeoPay, bunq oder Revolut. Matthias und Daniel nutzen die Finanzinstitute nur persönlich seit mehreren Monaten und sind bisher äußerst zufrieden damit.

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