Etliche Glücksspielanbieter orientieren sich derzeit am Markt um. Grund dafür sind mehrheitlich geänderte gesetzliche Vorgaben oder auch interne Umstrukturierungsmaßnahmen. Wie vor kurzer Zeit bekannt wurde, verkauft die 888 Holdings sein komplettes Bingo-Geschäft. War die Bingo-Sparte des Unternehmens nicht mehr lukrativ oder war das Kaufangebot zu lukrativ?

Bereits im Dezember 2020 berichteten wir darüber, dass die 888 Holdings mehr Einfluss am US-Markt bekommt. Zum damaligen Zeitpunkt wurde 888sport nämlich in drei US-Bundesstaaten eingeführt. Vor rund zwei Wochen gab die in Großbritannien beheimatete 888 Holdings plc nun bekannt, dass man sich vom Bingo-Geschäft trennen wolle. Mit dem Verkaufserlös wolle man dann unter anderem die Erschließung des US-Marktes weiter vorantreiben.

Broadway Gaming Gruppe will Bingo-Sparte von 888 übernehmen

Wie einer aktuellen Pressemitteilung der 888 Holdings zu entnehmen ist, plant eine Tochtergesellschaft der Broadway Gaming Gruppe das Bingo-Geschäft von 888 komplett zu übernehmen. Genauer gesagt soll es sich um die Saphalata Holdings Ltd. handeln, die ebenfalls in Großbritannien ansässig ist. Zu den bekanntesten Marken des Unternehmens gehören insbesondere Butlers Bingo und Glossy Bingo. Weitere Projekte des Unternehmens sind unter anderem Rosy Bingo, Dotty Bingo sowie Bingo Diamond. Mit der Übernahme der 888-Bingo-Sparte baut die Broadway Gaming Gruppe damit sein Bingo-Kerngeschäft weiter aus.

Der Pressemitteilung zufolge soll die Broadway Gaming Gruppe bereit sein, für das Bingo-Geschäft der 888 Holdings satte 50 Millionen US-Dollar auf den Tisch zu legen. Mit diesem Geld könnte die 888 Holdings das Wachstum auf dem US-Markt weiter vorantreiben.

Die 888 Holdings PLC ist ein weltweit aktives Glücksspielunternehmen mit bekannten Marken wie 888sport, 888casino und 888poker. Gegründet wurde die 888 Holdings bereits im Jahr 1997, also vor 25 Jahren. Der Unternehmenssitz befindet sich in Gibraltar und 888 beschäftigte zuletzt rund 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die 888 Holdings ist eine Aktiengesellschaft, die an der Londoner Stock Exchange gelistet ist.

Der derzeitige Geschäftsführer von 888, Itai Pazner, erklärte in einem Statement, dass ein Verkauf der Bingo-Sparte aktuell die beste Strategie ist, um die gesetzten Ziele des Unternehmens erreichen zu können. Geplant ist, dass der Deal zum zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen ist.

Wie funktioniert Bingo überhaupt?

Bingo hat den Nimbus des „Alte-Leute-Spiels“ schon vor längerer Zeit verloren. Dennoch gibt es nicht wirklich viele Menschen, die heute noch Bingo spielen. Grundsätzlich wird Bingo in drei Spielrunden gespielt. Zum Spielstart erhält jeder Spieler seine Karten mit den aufgedruckten Zahlen. Dann startet das Ziehen der Zahlen. Sobald eine Zahl gezogen und ausgerufen wurde, kann der Spieler sie von seiner Karte wegstreichen, sofern sie hier zu finden ist. Wenn ein Spieler eine Zahlenreihe entweder diagonal, senkrecht oder waagerecht voll hat, dann hat er die erste Runde gewonnen.

In der zweiten Spielrunde müssen dann zwei Zahlenreihen und in der dritten Spielrunde schließlich alle Kästchen mit Zahlen befüllt sein. Beendet werden alle drei Spielrunden jeweils mit dem „Bingo“-Ruf des ersten Spielers. Laut Statista betrug der Umsatz der deutschen Glücksspielgesellschaften mit Keno/Bingo in den Jahren 2016 und 2017 zuletzt 191,6 bzw. 192,4 Millionen Euro.  

Fazit

Die 888 Holdings will sich in Zukunft mehr auf ihr Kerngeschäft, also auf Sportwetten und Casino Spiele, fokussieren. Deshalb hat man sich dazu entschieden, das Bingo-Geschäft komplett zu verkaufen. Dafür steht ein Verkaufsbetrag in Höhe von 50 Millionen US-Dollar im Raum. Geplant ist, dass der Verkauf im Laufe des neuen Jahres abgeschlossen ist.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/vectors/bingo-glücksspiel-spiele-148903/

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