Ein High Roller aus Schottland, der mehr als 400.000 britische Pfund pro Woche einsetzt, verklagt den Sportwettenanbieter Ladbrokes. Der Mann hat die Wetten telefonisch aus einem Urlaubssitz in Spanien abgegeben. Für Spanien hat Ladbrokes aber keine Glücksspiellizenz. Der Schotte fordert aus dem Grund seine Verluste zurück.

Ladbrokes wird von der LC International Limited betrieben. Das Unternehmen macht immer wieder schlechte Publicity, weil man den Spielerschutz nicht wirklich ernst nimmt. Jetzt gibt es laut der Scottish Sun einen schottischen High Roller, der das Unternehmen verklagt.

Rund 3,3 Millionen Pfund (etwa 3,7 Millionen Euro) hat er bei Ladbrokes verloren, als er in Spanien Urlaub machte. Terry Allan ist 57 Jahre alt und hat die Wetten telefonisch vom spanischen Feriensitz abgegeben. Nach dem Verlust der Wetteinsätze von mehr als 400.000 britischen Pfund (440.000 Euro) pro Woche, hat er inzwischen festgestellt, dass Ladbrokes keine spanische Glücksspielkonzession besitzt. Aus dem Grund sieht er das Glücksspiel als illegal an und fordert die Verluste zurück.

Allan hat mit durchschnittlich 400.000 Pfund pro Woche gespielt

Zwischen 2011 und 2019 hat der 57-jährige Schotte immer wieder bei Ladbrokes gespielt, als er Urlaub in Spanien machte. Zwischen 2014 und 2018 hat er durchschnittliche Wocheneinsätze von 400.000 britischen Pfund gehabt. Diese Angaben stammen von seinem Anwalt Thomas Hulme.

Von 2016 bis 2018 fordert er durch seinen Anwalt eine Erstattung seiner Verluste in Höhe von 3.368.531,61 britischen Pfund. Er hat ebenfalls Pläne, Forderungen für die Jahre 2014 und 2015 zu stellen, dafür bedarf es aber erst der Berechnungen.

Ferner wurden Zinsen in Höhe von 8 Prozent gefordert. Die Gewinne aus den Wetten wollte er jedoch nicht mit den Verlusten verrechnen. In der Anklage hieß es:

Das Glücksspielniveau war so hoch, dass er ungefähr 2015 eine eigene Telefonleitung zum Wettbüro erhielt.

Allan hatte die Wetten über ein Wettbüro in Aberdeen abgegeben. Er war mit den Mitarbeitern des Wettbüros befreundet. Er hätte alle Reisen mit ihnen besprochen, sodass sie wussten, dass er aus Spanien die Wetten platzierte.

Ladbrokes zeigte sich dem Kläger gegenüber mit Kampfeslust. Man kommentierte lediglich:

Wir sind der Auffassung, dass die Forderung unbegründet ist und werden uns mit allen Mitteln verteidigen.

Gewinnmaximierung als Motivation für die Klage?

Der Geschäftsmann leitet die Firmen Tulloch und Team Recruitment. Es handelt sich um Personalbüros, welche Arbeiter für die Öl- und Gasindustrie in der Nordsee rekrutieren. Pikant ist dabei, dass Allan seinen eigenen Firmen angeblich Geld schuldet. Tulloch Recruitment würde er 447.000 Pfund (etwa 492.000 Euro) schulden. Außerdem kommen noch einmal 445.000 Pfund (circa 490.000 Euro) hinzu, welcher er der Muttergesellschaft seiner Firmengruppen „SLLP 246“ schuldet. Laut Bericht beim Handelsregister waren die beiden in Aberdeen ansässigen Firmen vom starken Abschwung der Ölindustrie betroffen. Zusammengerechnet würde er seinen Unternehmen insgesamt 890.000 Pfund (rund 980.000 Euro) schulden. Laut Scottish Sun behauptet ein Insider jedoch das Gegenteil:

Terry schuldet den Unternehmen nichts. Er ist ausverkauft und die Firmen schulden ihm jetzt einen erheblichen Betrag.

Was auch immer der Grund für die Klage gegen Ladbrokes ist, wird sich wohl erst in Zukunft zeigen. Der ganze Fall ist sehr verworren. Es bleibt abzuwarten, was die schottischen Gerichte entscheiden. Ladbrokes möchte sich auf jeden Fall energisch gegen den High Roller verteidigen.

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