Der Düsseldorfer Ordnungsdienst (OSD) hat vor wenigen Tagen ein illegales Bordell mit integriertem Casino festgestellt. Zuvor wurde der Ordnungsdienst von einem Bürger auf die betreffende Privatwohnung angesprochen. Hier soll häufig bis tief in die Nacht gespielt werden. Aber welchem Glücksspiel wurde hier nachgegangen und welche Strafe haben die Verantwortlichen nun zu erwarten?

Vor etwas über einer Woche hat eine Streife des städtischen Ordnungs- und Servicedienstes in einer Privatwohnung ein illegales Casino entdeckt. In den Kellerräumen der Privatwohnung ging es wohl außerdem um andere Spiele. Der Verdacht: Die Räumlichkeiten sollen auch unerlaubt als Bordell genutzt worden sein. Bereits im Januar dieses Jahres berichteten wir über ein illegales Glücksspiel in Solingen, bei dem ein sechsstelliger Geldbetrag beschlagnahmt wurde.

Passant spricht OSD-Streife an

In der Nähe vom Hauptbahnhof wurde die Streife des Düsseldorfer Ordnungsdienstes (OSD) von einem Passanten angesprochen. Dieser wies die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf hin, dass in einer nahe gelegenen Privatwohnung wohl zu später Stunde dem Glücksspiel nachgegangen werden würde. Als sich die OSD-Streife die Wohnung genauer anschauen wollte, betraten drei andere Männer das beschriebene Wohnhaus – die OSD-Streife hinterher.

In der Privatwohnung stießen die Ordnungsdienstmitarbeiter daraufhin auf einen Roulette-Tisch sowie auf mehrere Glücksspielgeräte. In einem anderen Artikel berichteten wir bereits im März dieses Jahres darüber, dass illegale Spielautomaten auf dem Vormarsch sind. Aufgrund der unübersichtlichen Lage haben die OSD-Mitarbeiter weitere Kollegen hinzugerufen.

Spiele anderer Art im Keller?

Im weiteren Verlauf kontrollierten die vor Ort befindlichen Kräfte dann auch die übrigen Räume, darunter ein Keller. Hier befanden sich nicht nur weitere Spieltische und Spielautomaten, sondern auch mehrere Betten sowie ein Sofa. Die OSD-Mitarbeiter stellten hier eine schlafende Frau fest. Um die Frau herum befanden sich mehrere Kondome, verschiedenes Sexspielzeug sowie Reizwäsche. Schnell kam für die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes der Verdacht auf, dass hier der Prostitution nachgegangen wird.

Verantwortlicher identifiziert – Wohnung versiegelt

Der Ordnungsdienst zog letztendlich die Polizei sowie die Steuerfahndung hinzu. Die vor Ort befindlichen Spielgeräte ohne Betriebserlaubnis wurden mitsamt Inhalt beschlagnahmt. Die im Keller befindliche Frau sowie die drei Personen, die unmittelbar vor der OSD-Streife die Wohnung betreten hatten, wurden befragt. Die Personen gaben übereinstimmend an, dass sie den Wohnungsinhaber nur beim Vornamen kennen. Diese Auskunft in Verbindung mit anderen Ermittlungsinhalten haben jedoch ausgereicht, um den mutmaßlichen Verantwortlichen zu identifizieren.

Noch während des laufenden Einsatzes kamen weitere Personen in die Wohnung. Von den betroffenen Personen wurden die Personalien aufgenommen. Zum Schluss wurde die Wohnung von der Polizei versiegelt. Darüber hinaus wurde gegen den mutmaßlichen Betreiber ein Strafverfahren wegen illegalen Glücksspiels und Förderung der Prostitution eingeleitet. Ebenso wartet ein Steuerstrafverfahren gegen den Mann. Im März berichteten wir auch über eine Glücksspiel-Razzia in Bremen, bei der 400.000 Euro in bar beschlagnahmt wurden.

Fazit

Dank eines kurzen Hinweises eines Passanten gelang es dem Ordnungsdienst in Düsseldorf, ein illegales Casino mit integriertem Bordell auszuheben. Die Privatwohnung wurde von den Kräften versiegelt und entsprechende Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen eingeleitet.

Quelle des Bildes: https://pixabay.com/de/illustrations/mädchen-tanzen-personen-disco-114441/

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