Casinos Austria und die österreichischen Lotterien haben bekannt gegeben, Partner der Kampagne „Österreich impft” des österreichischen Roten Kreuzes zu sein und Aufklärung über die Impfung gegen den COVID-19-Virus zu geben. Somit gehören die Konzerne zu den circa 95 Unternehmen und Organisationen (darunter auch die Fluglinie Austrian Airlines, die österreichische Post und Nestlé Österreich), die die Vorteile einer solchen Impfung hervorheben wollen.

Laut einer Pressemitteilung der Casinos Austria unterstützen die Casinos Austria und die österreichischen Lotterien die Kampagne „Österreich impft”, um möglichst einem großen Anteil der Österreicherinnen und Österreicher eine Entscheidung zur Impfung auf eine transparente und medizinisch fundierte, aufklärende Weise zu erleichtern. Nach vielen Monaten der Hoffnung auf Herstellung eines geeigneten Impfstoffes sind nun mehrere Vakzine auf dem Markt, die einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung verhindern und nicht nur einen Eigenschutz bieten, sondern auch eine weitere Verbreitung des Virus verhindern. Obwohl die Impfstoffe prinzipiell nicht vor einer potenziellen Ansteckung schützen, bewahren sie die Geimpften doch mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit vor einem fatalen Krankheitsverlauf.

Die Impfkampagne ist ein gesellschaftspolitisch wichtiges Thema

Casinos Austria und die österreichischen Lotterien sehen diese Initiative als Teil ihrer Verantwortung für gesellschaftspolitisch wichtige Angelegenheiten. Mit der Aktion „Österreich impft” wolle die Unternehmensgruppe dabei helfen, dem Land „den Weg zurück in einen normalen Alltag” bereiten zu können. 

In Österreich sieht die Vorgehensweise für die Impfungen derzeit wie folgt aus: Seit Dezember vorigen Jahres wurde damit begonnen, Personen in Alten- sowie Pflegeheimen, dazu zählen Bewohner, Bewohnerinnen und Angestellte zu impfen. In der zweiten Impfphase ab März dieses Jahres sollen ältere Personen, Menschen mit einer Vorerkrankung und Personal in systemerhaltenden Tätigkeitsbereichen ihre erste Impfung erhalten. Schon ein Monat nach dieser Impfgruppe soll die breitere Bevölkerung an der Reihe sein. Die Impfung soll auf freiwilliger Basis erfolgen und kostenlos angeboten werden. 

Die Hoffnung, dass sich möglichst viele Menschen für eine Impfung entscheiden, ist seitens der Casinos Austria und österreichischen Lotterien groß.

Jetzt verantwortungsbewusst handeln nach Negativschlagzeilen? 

Keine Frage, der Einsatz für die Impfkampagne der Unternehmensgruppe ist definitiv eine gute Sache. Ebenfalls positiv für die Casinos Austria war vor Kurzem, dass Milliardär Karl Komarek, der mit seinem KKCG-Unternehmen Alleineigentümer der Glücksspiel-Gruppe Sazka wurde, Apollo Global Management als neuen Investor an Land gezogen hat. Die KKCG hat auch große Anteile an den Casinos Austria.

Blickt man aber etwas auf die letzten Berichterstattungen über Casinos Austria zurück, so stellt man schnell fest, dass der Konzern öfter mal für negative Schlagzeilen gesorgt hat. 

Deals um Postenbesetzung bei Casinos Austria

Die Causa Casinos ist wohl ein gutes Stichwort für solche eher wenig erfreulichen Nachrichten für die Casinos Austria. Ebenso wenig für den Glücksspiel-Riesen Novomatic. Was es da genau auf sich hat?

Bei der Casino-Affäre geht es um mutmaßliche Abmachungen zwischen Politikern der vormaligen Regierungsparteien Österreichs, die ÖVP und die FPÖ, als auch Novomatic hinsichtlich der Vorstandsbesetzung der Casinos Austria und auch potenzieller zukünftiger Lizenzen. Der Hintergrund ist, dass im Jahr 2011 Peter Sidlo (FPÖ) zum Finanzvorstand von dem Aufsichtsrat der Casinos Austria ernannt wurde, obwohl es ihm eigentlich an Führungserfahrung und Umgang mit Geschäftsmodellen in größeren Dimensionen gefehlt hat. Sidlo wurde selbst in einem Bericht, der an den Aufsichtsrat-Vorsitzenden gerichtet war, als nicht ausreichend qualifiziert für diese Position benannt. Eine neue Besetzung des Vorstandes sollte eigentlich erst viel später, im Jahr 2020 erfolgen. Deshalb wurden auch Verträge von verfrüht ausgeschiedenen Mitgliedern vorzeitig ausbezahlt. Dabei handelte es sich angeblich um eine Summe in Höhe mehrerer Millionen Euro.  

Angeblich soll schon Monate vor der Bestätigung von Sidlo als Vorstand der Casinos Austria die Entscheidung darüber in einer Absprache mit ehemaligen FPÖ-Politikern und Novomatic-Managern getroffen worden sein. Im Gegenzug sollen die FPÖ-Politiker Zusagen für eine Glücksspiel-Lizenz und auch ein Novomatic-Casino in Wien gegeben haben.

Nach ausgiebigen Ermittlungen wurde Sidlo von seinem Amt abberufen und gegen die Casinos Austria und Novomatic wird immer noch ermittelt. 

Quelle Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/impfung-impfspritze-medizin-arzt-2722937/

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