Greentube, ein Tochterunternehmen von Novomatic, plant eine Lizenzbeantragung für 2021 und weitere deutsche Sportwetten-Lizenzen wurden für Oddset, NetX Betting und Tipster vergeben. Wir geben einen aktuellen Einblick in die derzeitigen Entwicklungen rund um die deutschen Glücksspiel-Lizenzen.

Der Software-Hersteller Greentube, der zur Novomatic-Gruppe gehört, befindet sich derzeit in den Vorbereitungen, sich mit seinem neuen Online-Glücksspielangebot “StarGames” um eine deutsche Glücksspiel-Lizenz zu bewerben. Bei StarGames handelt es sich übrigens um ein Online-Casino. Dies wird dann erfolgen, wenn der deutsche Staatsvertrag zum Glücksspiel Mitte 2021 in Kraft treten wird. 

StarGames hat bereits Schleswig-Holstein-Lizenz

Und dafür bestehen schon gute Voraussetzungen, denn StarGames besitzt eine Online-Glücksspiel-Lizenz aus Schleswig-Holstein und hat daher einiges an Erfahrungen am deutschen Markt sammeln können. Um jedoch am ganzen deutschen Glücksspielmarkt agieren zu können, bedarf es noch etwas Arbeit. So müssen die Boxen vieler gesetzlicher Vorgaben getickt werden, aber auch zum Beispiel einige Anpassungen hinsichtlich “Verantwortungsvolles Spielen”, also “Responsible Gaming”, vorgenommen werden. Vor allem erwartet der Glücksspielstaatsvertrag, dass zahlreiche Maßnahmen zum Spielerschutz strikt eingehalten werden. Dazu zählen monatliche Einzahlungslimits, eine regelmäßige Spielpause und das Verbot von Autoplay-Funktionen und progressiven Jackpots. 

Novomatic hatte sein komplettes Online-Glücksspielangebot im Jahr 2017 aus Deutschland entfernt. Die Gesetzgebung war damals einfach zu kompliziert für den österreichischen Konzern. Mit StarGames kehrte Novomatic dann aber circa ein Jahr später wieder durch die schleswig-holsteinische Lizenz zurück. StarGames darf bis jetzt also nur in Schleswig-Holstein agieren. Greentube aber befindet sich im Besitz mehrerer Konzessionen und ist daher in mehr als nur einem Land vertreten. Unter anderem verfügt Greentube über die bekannte MGA-Lizenz (Malta Gaming Authority-Lizenz), eine Lizenz der UK Gambling Commission und dem Gibraltar Gambling Commissioner. 

Die Verantwortlichen der Marke StarGames schauen den zukünftigen Entwicklungen jedoch optimistisch entgegen und freuen sich darauf, schon bald ein tolles Entertainment-Produkt für die deutschen Spieler anzubieten. Bis StarGames die ersehnte Lizenz erhalten wird, bleibt die aktuelle Webseite für Schleswig-Holstein bestehen. 

Lizenz für Oddset, NetX Betting und Tipster

Grund zur Freude gibt es für Oddset, NetX Betting und Tipster. Diese erhielten nämlich vor Kurzem vom Regierungspräsidium Darmstadt eine gültige Sportwetten-Lizenz für ganz Deutschland. Das heißt auch, dass es nun insgesamt 21 Sportwetten-Anbieter mit einer bundesweiten Lizenz gibt. Darüber freuen sich nicht nur die Anbieter, sondern auch die deutschen Tipper, die jetzt einfach viel mehr Auswahl an Wettangeboten haben. 

Tipster ist es erlaubt, sein Wettangebot Online und landbasiert anzubieten, Oddset wiederum darf seine Wetten nur im stationären Geschäft verfügbar machen. NetX Betting hat nur eine Lizenz für Online-Sportwetten bekommen. 

Kurzer Blick in die Schweiz

Auch in der Schweiz geht es voran: Das Casino Neuchâtel hat von der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) am Mittwoch auch eine offizielle Online-Glücksspiel-Lizenz erteilt bekommen und plant mit seinem Online-Casino im ersten Quartal nächsten Jahres live zu gehen. Auch dies wird wieder mit einigen Untersuchungen der Aufsichtsbehörden verbunden sein. Positiv zu vermerken ist, dass das Casino Neuchâtel durch die Erweiterung seines Online-Angebots rund 15 bis 20 Arbeitsstellen schaffen wird.

Angeblich soll das Casino ein Poker-Angebot in Planung haben. Dafür müsste aber eine weitere Lizenz erteilt werden. Die Lizenzvergabe für Poker-Angebote sei besonders aufwendig. Deshalb verfügt bis zum heutigen Datum auch nur eine der in Summe 21 Spielbanken der Schweiz über eine Online-Poker-Sparte. Das Schweizer Geldspielgesetz, das im Jahr 2019 in Kraft trat, vertrieb so manche Poker-Schwergewichte wie PokerStars, PartyPoker und bwin vom Markt. Seitdem gibt es kaum ein vernünftiges Poker-Angebot für Schweizer. Die Schweizer Anbieter warten deshalb ungeduldig auf den Beginn eines Poker-Lizenzverfahrens. 

Quelle Titelbild: https://pixabay.com/de/illustrations/richter-gericht-tor-verwaltung-4199434/

 

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