Das unendlich erscheinende Thema der Lizenzvergabe im Segment der Buchmacher und Sportwetten nahm erst kürzlich zur Freude vieler Wettfans im Oktober wieder Fahrt auf. Da hatte nämlich das Regierungspräsidium Darmstadt manchen privaten Anbietern tatsächlich die Befugnis für ihre Online Sportwettenportale zugeteilt. Eine weitere positive Entwicklung in Sachen Sportwettenkonzessionsvergabe zeichnet sich nun auch in Österreich ab. Da hat der beliebte Bookie bet-at-home, der seit Jahren zu den Größen der Branche gehört, jetzt endlich seine Lizenz erhalten.

Nach langem Warten ist es nun endlich auch für bet-at-home so weit. Der österreichische Anbieter erhielt diese Woche offiziell seine Sportwettenlizenz für den deutschen Markt von dem Regierungspräsidium in Darmstadt. Diese guten Nachrichten teilte die bet-at-home Internet Ltd., dass an der Frankfurter Börse notierte Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf durch eine Presseinformation stolz mit. Bet-at-home war einer der 46 Sportwettenanbieter, die einen Antrag auf Lizenzvergabe unter dem diesjährigen dritten Glücksspielstaatsvertrag gestellt haben. Davon wurden nur 15 Anbietern dem Antrag diesen Herbst stattgegeben. Diese Sportwettenanbieter können nun ihr Wettangebot sowohl online als auch über Annahmestellen anbieten. Die bekannte Novomatic-Tochter Admiral Sportwetten GmbH zählt ebenfalls zu den neu lizenzierten Bookies. Aber auch die Gauselmann Gruppe mit Cashpoint Malta, BetVictor, Tipico, Tipwin, bet365 und vier weiteren Marken der GVC Holdings PLC verfügen schon über eine deutsche Sportwettenlizenz. 

Trotz Sportwettenlizenz gelten strenge Marktregulierungen für bet-at-home 

Dass bet-at-home mit seiner neu erworbenen Sportwettenkonzession nun sicher für den deutschen Sportmarkt aufgestellt ist, hinterfragt keiner. Das heißt jedoch nicht, dass sich der österreichische Bookie an keine Wettregulierungen mehr zu halten hat. Erst muss bet-at-home sein Wettangebot dem deutschen Markt anpassen.

So gilt es zum Beispiel laut bet-at-home, dass sich das monatliche Einsatzlimit auf 1.000 Euro pro Kunde beschränkt. Nur unter speziellen Umständen, wenn bestimmte Kriterien von den Kunden erfüllt werden, kann das Limit auf 10.000 Euro erweitert werden. Im Falle einer limitierten Anzahl von Kunden wird die Begrenzung auf 30.000 Euro gesteigert. Außerdem werden keine Ereigniswetten angeboten, diese sind nämlich verboten und ein Anschluss an die Sperrdatenbank für Spieler ist vorgegeben. Darüber hinaus hat sich bet-at-home in OASIS, das nationale Selbstausschlusssystem zu integrieren. Eine Bewilligung der Wettmärkte vonseiten des Regionalrats ist ebenfalls Pflicht.

Warum die Lizenzvergabe für bet-at-home zu einem guten Zeitpunkt gekommen ist

Ganz klar, nicht nur bet-at-home musste aufgrund der COVID-19-Pandemie Federn lassen. Auch deren Aktie legte im ersten Halbjahr 2020 einen Kurssturz hin. So gingen die Bruttoeinnahmen des Hauses bet-at-home um ganze 12,4 % zurück, was schon eine deutliche Einbuße in Anbetracht der Tatsache, dass der Bookie einen Umsatz von rund 150 Millionen Euro im Jahr macht, darstellt. Dementsprechend waren auch die Aktionäre nicht gut gestimmt. 

Nun scheint sich aber durch die Lizenzvergabe das Blatt für den Sportwettenanbieter aus Österreich zu wenden. Finanzspezialisten nehmen an, dass die bet-at-home Wertpapiere in Zukunft wieder gefragter sein werden. Diese Vermutung wird schon jetzt unterstützt, denn die bet-at-home Aktie verdoppelte sich bereits diesen Dienstag im XETRA-Handel und liegt bei 38,35 Euro. Die Rechtssicherheit, die bet-at-home durch die erworbene Sportwettenlizenz wiedergewonnen hat, stabilisiert die bet-at-home Aktie deutlich. Und das lässt einen sehr positiven Trend für die Geschäftsentwicklung erwarten. 

Quelle Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/fu%C3 %9Fball-ecke-kugel-sport-ballsport-3471402/

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