Advertising Standards Agency (ASA) ist dafür verantwortlich, dass die Werberichtlinien beim Glücksspiel in Großbritannien eingehalten werden. Im Mai 2018 hat man das Karamba Casino wegen einer Werbeanzeige auf der Seite ermahnt. Inzwischen hat das Online Casino den Fehler eingestanden und versucht ihn zu erklären.

Am 3. Mai 2018 hatte das Karamba Online Casino eine Unterseite für den Slot Starburst online gestellt. Dort wurden Tipps und Tricks vorgestellt, wie man an dem Spielautomaten Starburst gewinnen kann. Im englischen Text fanden sich dort Aussagen wie:

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Gewinne beim Mindesteinsatz sind viel seltener und zahlen deutlich geringere Summen aus. Sei nicht panisch! Tests haben gezeigt, dass es möglich ist, dass sich das Glück dreht, wenn die Dinge nicht nach deinen Vorstellungen laufen. Versuche den Spielzyklus zu ändern, damit du auf die Straße des Gewinns zurückkehren kannst, indem du die Dreh- und Höchsteinsatztasten in unterschiedlichen Abständen drückst. Die Auszahlungsquote bleibt die gleiche, aber vielleicht werden Bonus-Features ausgelöst und Gewinne gemacht. […]

Spiele außerhalb der Stoßzeiten, um größere Gewinne erzielen zu können. Forschungen haben gezeigt, dass Gewinne davon beeinflusst werden, wie viele Leute zu einer bestimmten Zeit spielen. Schlage die Massen, dann kannst du dir selbst ein kleines Taschengeld sichern.

Was wurde von der ASA beanstandet?

Die Advertising Standards Agency hat die Anzeige beanstandet, da sie irreführend sei und impliziere, dass man die Gewinnchancen erhöhen könnte. Es gab keine Hinweise darauf, dass es konkrete Untersuchungen gäbe, welche die Behauptungen von Karamba unterstreichen, daher behandelte man es als Verstoß gegen Punkt 3.1 sowie 3.7 des CAP (Code of Non-broadcast Advertising, Sales Promotion and Direct Marketing). In den Richtlinien heißt es dort eindeutig:

3.1 Marketingmitteilungen dürfen nicht irreführend sein.
3.7 Vor der Verteilung oder Einreichung einer Marketingmitteilung zur Veröffentlichung müssen die Werbetreibenden Unterlagen vorlegen, die belegen, dass die Behauptungen objektiv sind. Die ASA kann Behauptungen in Ermangelung einer ausreichenden Begründung als irreführend ansehen.

Man hielt sie auch für sozial unverantwortlich, weil dadurch Spielverhalten gefördert wird, das zu finanziellen, sozialen und emotionalen Problemen führt. Man verwies an dieser Stelle lediglich auf Punkt 16.1 des Werbecodes:

Marketinganzeigen für Glücksspiele müssen sozial verantwortlich sein, insbesondere im Hinblick auf den Schutz von Kinder, Jugendliche und andere schutzbedürftigen Personen, damit sie nicht ausgebeutet oder geschädigt werden.

Aus diesem Grund durfte die Werbeanzeige nicht mehr in der vorliegenden Form geschaltet werden. Weiterhin sollte Karamba.com sicherstellen, dass zukünftig keine Werbung mehr verbreitet wird, die unverantwortliches Glücksspielverhalten fördern könnte, das zu finanziellen, sozialen oder emotionalen Schäden führen würde. Weiterhin dürfe man auch nicht für andere Glücksspiele Anzeigen veröffentlichen, die implizieren, dass man mit Spielstrategien höhere Gewinne bei einzelnen Spielen erhalten kann, wenn es keine konkreten Untersuchungen gab und ausreichende Begründungen für solche Behauptungen vorliegen.

Stellungnahme von Karamba

Karamba hat den Fehler eingestanden und stellte klar, dass die Webseite aufgrund von menschlichen Versagen online gestellt wurde. Für den Inhalt war wohl eigentlich das Affiliate-Programm der schwedischen Agentur AG Communications verantwortlich. Die Anzeige habe nicht die herkömmlichen Prüfinstanzen durchlaufen. Man habe verschiedene Prozesse in der Marketings-Verfahrensweise, die solche fehlerhafte Werbung nicht erlauben solle.

Zum einen werden laufende Anzeigen ständig überwacht, damit man sicherstellt, dass nur genehmigte Werbeanzeigen online sind. Zum anderen werden alle Marketingmitarbeiter über die entsprechenden Richtlinien aufgeklärt und dementsprechend geschult. Laut Aussagen des Casinos hat die Anzeige vor der Online Stellung das interne Genehmigungsverfahren nicht durchlaufen.

Aufgrund des eher geringen Besucherverkehrs auf der Unterseite habe man die Anzeige nicht gesondert nach der Veröffentlichung geprüft, wie es bei normalen Werbeanzeigen der Fall ist. Dennoch wird man eine umfangreiche interne Untersuchung einleiten und die verschiedenen Prüfmechanismen noch einmal überdenken. In einer Presseerklärung des Casinos heißt es:

Karamba ist eine Marke, die unter sechs verschiedenen Konzessionen arbeitet und sich stark auf die Einhaltung der verschiedenen regulatorischen Richtlinien und Standards konzentriert. Wir waren bestürzt zu erfahren, dass diese Anzeigen aufgrund menschlicher Fehler hochgeladen wurden, sodass sie unser internes Verfahren zur Genehmigung von Marketingmaterialien nicht durchlief. Nach diesem Problem, das nicht erneut auftreten wird, haben wir unsere Verfahren verschärft und zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass alle neuen Marketingmaterialien den behördlichen Standards entsprechen.

Fazit: Werbung ist vollständig verschwunden

Aka hatte in der Vergangenheit bereits über merkwürdige Praktiken beim Karamba Online Casino berichtet. Insgesamt scheint einiges beim Online Casino nicht wirklich spielerfreundlich gelöst zu sein, daher ist es nicht verwunderlich, dass eine Prüforganisation jetzt negativ über das Casino berichtet. Man sollte sich folglich genau überlegen, ob man bei diesem Casino wirklich spielen möchte, oder nicht eines der empfehlenswerten Online Casinos auf GambleJoe bevorzugt.

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