In Rheinland-Pfalz griff die Polizei eine Mutter im Spielcasino auf. Sie hatte ihr Kind auf dem Parkplatz eines Discounters gelassen und spielte in einer Spielothek in der Nähe mit dem Geld von 4 verschiedenen Kreditkarten. Die Frau wurde in Gewahrsam genommen und das Kind dem Jugendamt übergeben.

Im rheinland-pfälzischen Edenkoben wurde am Donnerstagabend (dem 20. Juni 2019) eine recht unglaubliche Entdeckung gemacht. Passanten hatte auf einem Supermarktparkplatz in der Staatsstraße ein Kind in einem Auto gesehen, das weinte. Die Mutter war laut Polizeibericht weit und breit nicht in Sicht.

Edenkoben ist eine Stadt mit knapp 7.000 Einwohnern in Rehinland-Pfalz. Der Ort ist ungefähr 50 Kilometer nord-westlich von Karlsruhe. Es handelt sich um einen anerkannten Luftkurort.

Das Kind soll ungefähr 2,5 Jahre alt gewesen sein. Da verschiedene Zeugen, die Eltern nicht finden konnten, haben sie gegen 21:45 Uhr die Polizei alarmiert. Die Beamten konnten die Mutter nach einer kurzen Suche finden. Die 35-jährige Frau war in einer Spielhalle in der Nähe und zockte dort in aller Seelenruhe.

Experten warnen davor Kinder alleine im Sommer in einem Auto mit geschlossenen Fenstern zu lassen. Durch die Sonneneinstrahlung erhitzt sich der Wagen sehr schnell und stark, sodass bereits nach 10 bis 15 Minuten höchste Lebensgefahr besteht.

Tests haben ergeben, dass bei Temperaturen von 20°C und geschlossen Fensterscheiben sowie direkter Sonneneinstrahlung die Temperatur im Inneren eines PKWs auf 46°C steigen kann. Bei 30°C Außentemperatur steigt die Innentemperatur bereits in 30 Minuten auf 46°C an. Aus diesen Gründen gelten geschlossene Autos im Sommer für Kleinkinder und Tiere, die alleine gelassen werden, als tödliche Hitzefalle.

Frau belog die Polizei bei der Überprüfung der Personalien

Die Polizei fragte standardmäßig bei der Überprüfung der Frau nach ihren Personalien. Die Frau soll die Polizei zunächst angelogen haben, was ihre Identität anbelangt. Die Überprüfung des Beamten hielt es jedoch nicht stand. Nach kurzer Zeit war auch klar, dass gegen die Frau ein Haftbefehl vorgelegen hat.

Bei der Überprüfung stellte man auch fest, dass sie 4 Bankkarten auf falschen Namen mit sich führte. Obwohl sie mit einem Auto zum Discounter gefahren war, besaß sie auch keinen Führerschein.

Bei der Überprüfung des Autos, in dem das Kind alleine gewesen war, stellten die Beamten zudem geringe Mengen von Betäubungsmitteln sicher. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte der Sprecher der Polizei nicht bekanntgeben, um welche Art von Drogen es sich gehandelt hat.

Das Kind wurde dem Jugendamt übergeben

Die 35-jährige Mutter wurde gemäß dem Haftbefehl und den übrigen vergehen festgenommen. Ihr wurde eine Blutprobe entnommen und sie wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Gegen die Frau wird wegen Fälschung, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Fahren ohne Erlaubnis ermittelt.

Das Kind wurde erst einmal dem Jugendamt übergeben. Das Jugendamt hat das Kleinkind zu dem Vater gebracht, damit es wieder in eine vertraute Umgebung kommen kann.

Die Frau muss sich jetzt für eine Reihe von Vergehen vor Gericht verantworten. Ob und wann sie ihr Kind wiedersieht, ist erst einmal nicht bekannt. Es wurden auch keine Details über die Familiensituation herausgegeben. Inwiefern die Frau von einer Spielsucht betroffen ist, muss im folgenden Ermittlungen geklärt werden.

Einmal mehr zeigt sich an diesem Fall, welche kuriosen Erlebnisse es in Spielhallen und welche merkwürdigen Besucher es in Spielotheken geben kann. In der Spielhalle wird die Polizei sicherlich für Aufsehen gesorgt haben. Falls man keine Begegnungen mit derartigen Vorfällen haben möchte, sollte sich nach besseren Alternativen zu Spielhallen umsehen.

Aus diesem Grund können Online Casinos eine gute Alternative sein. Sicherlich hat man keine soziale Kontrolle durch andere Spieler, aber man muss auch keinen Kontakt zu komischen anderen Besuchern haben. Zumal der vorliegende Fall zeigt, dass jemand Geld von gefälschten Kreditkarten nutzen kann, um damit in der Spielhalle zu spielen – was auch eine Form der Geldwäsche ist.

Bildquelle: Fotolia 170491420 - Kind in einem Autositz mit Gurt© Christopher Rohde

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