Roland Rokita ist ein aufstrebendes Talent in der Pokerszene. Mit seinen 28 Jahren konnte er vor kurzem seinen ersten großen Turniertitel erspielen. Er gilt als jüngster Champion der Triton Poker Series. Was viele nicht wissen: Rokita war früher einmal Teil des Nationalteams der österreichischen Skispringer.

Der Sport und das Glücksspiel schreiben immer wieder außergewöhnliche Geschichten. Und manchmal müssen diese sogar zusammen erzählt werden – so wie beim ehemaligen Skispringer Roland Rokita. Der Österreicher konnte vor einigen Wochen die Triton Poker Series in Jeju, Südkorea, für sich entscheiden. Mit seinen 28 Jahren ist er der jüngste Champion in der Geschichte des Turniers.

Roland Rokita begann seine Wettkampfkarriere jedoch nicht im Poker, sondern auf Skiern. Entsprechende Wintersportarten haben in Österreich eine lange Tradition und gehören zweifelsohne zu den beliebtesten nationalen Ertüchtigungen. Rokita stieg schon in sehr jungen Jahren auf die Bretter, wobei man früh ein großes Potenzial erkannte. Nach einer Spezialisierung auf das Skispringen landete er schließlich sogar im Kader der österreichischen Nationalmannschaft.

Was auch immer ihn dazu bewogen hat, das Skispringen aufzugeben – bei der aktuellen Entwicklung seiner neuen Profession, dem Turnier-Poker, dürfte er keine allzu großen Ambitionen haben, zum Skisport zurückzukehren. Rokita gilt hier ebenfalls als riesiges Talent. Was er bei der Triton Poker Series in Jeju wieder einmal eindrucksvoll untermauert hat. Er ging bei diesem Wettbewerb mit nichts weniger als dem Titel vom Tisch und durfte sich damit über ein Preisgeld von stattlichen 904.000 US-Dollar freuen (was etwa 830.000 Euro entspricht).

Rokitas Triumphzug bei der Triton Poker Series in Jeju

Für die Zulassung zur Triton Poker Series in Jeju musste Roland Rokita ein Buy-in von 20.000 Dollar leisten. Die nicht unerhebliche Summe hat der 1995 geborene Österreicher am Ende dicke wieder herausbekommen. Der Sieg war bei den 225 teils sehr hochkarätigen Mitspielern aber alles andere als sicher. In der Pressemitteilung von Trinton Series heißt es dazu:

„Die Konkurrenz war bezeichnenderweise sehr stark. Aber Rokitas Leistung war wirklich hervorragend und bescherte ihm den bisher größten Sieg seiner Karriere.“

Rokita war natürlich sehr erfreut über den Erfolg und sagte nach dem Finale:

„Das bedeutet sehr viel. Ich bin hierhergekommen und habe mich gut vorbereitet. Den Pokal in die Höhe zu stemmen, das ist unglaublich.“

Vor allem gegen den Deutschen Sirzat Hissou am Finaltisch war es laut Rokita eine „Achterbahnfahrt“:

„Ich war wirklich nervös... Ich habe einen großen Pot gewonnen, er hat einen großen Pot gewonnen, aber am Ende habe ich es geschafft.“

Um 21:00 Uhr Ortszeit war es so weit und der Österreicher verwies seinen Landesnachbarn auf den zweiten Platz (für den aber immer noch ein mehr als ordentliches Preisgeld von 599.000 US-Dollar vergeben wurde).

Das Final-Table-Line-up bestand aus folgenden Profis:

  • Aleksandr Zubov, Russland
  • Mikita Badziakouski, Belarus
  • Roland Rokita, Österreich
  • Kiat Lee, Malaysia
  • Tobias Schwecht, Deutschland
  • Damir Zhugralin, Kasachstan
  • Leon Sturm, Deutschland
  • Sirzat Hissou, Deutschland
  • Yu Xiangyu, China

Rokita und Hissou, die beiden letzten am Tisch, waren jeweils in ihrem ersten Triton-Finale. Sie mussten, bevor sie in den direkten Zweikampf gingen, noch mit zwei etablierten Playern ins Gefecht ziehen. Mikita Badziakouski aus Weißrussland hat bei 20 Finaltischteilnahmen vier Titel gewonnen. Kiat Lee konnte zwar noch keine große Trophäe hochhalten, war aber schon satte elfmal unter den letzten Pros am Tisch. Die beiden Newcomer schienen ihre Kräfte zu bündeln und brachten zuerst Badziakouski und dann Lee zur Aufgabe.

Sie mussten sich anschließend in einem packenden Duell, das Aufs und Abs für beide bereithielt, messen. Dann war es geschafft: Als alles Geld in den Pot wanderte, konnte Rokita seinen Kontrahenten mit einer Handvoll Neuner bezwingen. Trinton Series schreibt dazu:

„Rokitas Hände zitterten, aber sein Lächeln verriet die ganze Geschichte. Fügen Sie einen weiteren Punkt für Wien hinzu und begrüßen Sie Roland Rokita auf dem Siegerpodest.“

Diese Preisgelder erhielten die besten Spieler des Turniers

Der Preispool der Triton Poker Series in Jeju betrug insgesamt 4,5 Millionen US-Dollar. Das Geld wurde auf die 39 besten von insgesamt 225 Spielern aufgeteilt. Für die ersten zehn sprangen Summen zwischen 78.700 und 904.000 US-Dollar heraus:

  1. Platz: Roland Rokita, Österreich – 904.000 $
  2. Platz: Sirzat Hissou, Deutschland – 599.000 $
  3. Platz: Kiat Lee, Malaysia – 439.000 $
  4. Platz: Mikita Badziakouski, Belarus – 355.000 $
  5. Platz: Aleksandr Zubov, Russland – 278.000 $
  6. Platz: Leon Sturm, Deutschland – 210.000 $
  7. Platz: Damir Zhugralin, Kasachstan – 154.000 $
  8. Platz: Tobias Schwecht, Deutschland – 113.000 $
  9. Platz: Yu Xiangyu, China – 94.500 $
  10. Platz: Alex Theologis, Griechenland – 78.700 $

Die übrigen Teilnehmer bekamen (bis Platz 39) zwischen 31.000 und 78.700 US-Dollar.

Fazit

Roland Rokita hat seine Skier zugunsten einer Pokerkarriere an den Nagel gehängt. Er ist mit seinem Sieg bei der Triton Poker Series in Jeju zwar noch längst nicht unter den Top-Verdienern der Pokerszene angekommen. Es könnte sich hier allerdings um eine Art Initialzündung handeln. Grundsätzlich halten Experten große Stücke auf den jungen Österreicher. Die Zeit wird zeigen, ob er irgendwann einmal in die Gefilde des erfolgreichsten österreichischen Pokerspielers, Matthias Eibinger, gelangt oder diesen sogar übertreffen wird. Wir haben spätestens mit diesem zweifelsohne großen Sieg ein Auge auf Rokita.

Quelle des Bildes: Screenshot von https://triton-series.com/real-deal-roland-rokita-scores-maiden-triton-triumph-in-jeju/

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0 Kommentare zu: Ehemaliger österreichsicher Skispringer jetzt Poker-Profi mit erstem großem Titel

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