Bereits aus eigenen Erfahrungen mussten Daniel und Matthias feststellen, dass es auf Malta schwierig ist, gutes Personal zu finden. Firmen suchen teilweise händeringend nach deutschsprachigen Kräften, auch in der iGaming-Branche sind ständig Stellen frei. Wer also auswandern möchte, sollte den Inselstaat in Betracht ziehen. Wo kann man schon so stressfrei leben und arbeiten wie auf Malta?

Die iGaming Industrie ist auf Malta einer der stärksten Wirtschaftsmotoren der Insel. Der deutsche Markt ist für die meisten Glücksspielunternehmen sehr interessant, da er über ein relativ großes Wachstum verfügt. Leider suchen die meisten Firmen händeringend nach deutschsprachigen Mitarbeitern, was sich auch bemerkbar macht, wenn man bei den jeweiligen Online Casinos spielt. Wenn man den Kundensupport kontaktiert, stellt man fest, dass deutsche Supportmitarbeiter lediglich via Mail erreichbar sind, im Chat muss man des Öfteren mit einem englischsprachigen Kundendienst vorliebnehmen.

Wenn man sich in großen Jobbörsen einmal die iGaming Industrie in Malta genauer ansieht, kann man feststellen, dass alleine bei careerjet.com.mt 100 Stellen für Supportmitarbeiter, German Content Writer, aber auch im Bereich des Casinomanagements oder der VIP Kundenbetreuung frei sind. Die Branche sucht folglich händeringend nach neuen Kräften, sodass man es den potenziellen Auswanderern mit großzügigen Lohnangeboten und Übernahmen von Umzugskosten teilweise recht einfach macht.

Aus eigenen Erfahrungen meinte Matthias zu mir, wenn ich einen Job auf Malta suchen würde, würden mir sofort zahlreiche Firmen entsprechende Angebote nach der Ankunft unterbreiten. Ich müsste den jeweiligen Kontakten lediglich meinen Lebenslauf zusenden und dann würde man eine Stelle gemäß meinen Qualifikationen schaffen. Die Aufstiegschancen seien in Malta wohl ebenfalls enorm, wenn man gute Leistungen zeigt. Teilweise haben einige Mitarbeiter der Online Casinos im Support begonnen und sich nach wenigen Jahren in die Management-Kreise hochgearbeitet.

Da Daniel schon seit längerem auf Malta lebt, möchte er nun auch andere Menschen oder GambleJoe User unterstützen, die mit dem Gedanken der Auswanderung auf die Mittelmeerinsel spielen. Im Folgenden versuche ich die Vorzüge des Lebens dort gemäß den Erzählungen von Matthias und Daniel einmal zu beschreiben.

Beliebtheit der Insel als Auswanderungsziel

Laut aktuellen Statistiken sind von 2005 bis 2014 rund 1.107 Deutsche nach Malta ausgewandert. Im gleichen Zeitraum sind jedoch 762 Rückwanderer zu verzeichnen gewesen. Daher ergibt sich nur Platz 18 für Malta auf der Zufriedenheitsliste deutscher Auswanderer. Wenn man in den offiziellen Statistiken Aus- und Rückwanderung betrachtet, stellt man fest, dass Norwegen, Schweiz, Slowenien, Schweden und Kanada die Länder sind, welche ihre Einwanderer am ehesten zum Bleiben überzeugen können.

Bei meiner Recherche bin ich aber auch auf eine Umfrage des Expat-Netzwerks InterNations von 2015 gestoßen. Hier wurden 14.000 Auswanderer verschiedener Nationalitäten befragt. Malta war damals zum ersten Mal unter den Top 10 und hat es hinter Ecuador und Mexiko auf Platz 3 geschafft. 73 % der Befragten hatten angegeben, dass sie schnell neue Freunde gefunden haben. Weiterhin sind mehr als Zweidrittel der Teilnehmer der Umfrage zufrieden mit ihrem Job, den Aufstiegschancen und den Arbeitsbedingungen gewesen.

Gründe für das Wohnen auf Malta

Wenn man Daniel oder vor allem Matthias nach den Vorzügen Maltas fragt, muss man ungefähr einen halben Tag für das Gespräch einplanen. Nur die wichtigsten Schlagworte sind:

  • schönes Wetter (wenigstens 300 Sonnentage im Jahr, höchstens 5 Regentage pro Monat)
  • ruhiges Leben mit weniger Stress (gut für Menschen mit Depressionen und anderen psychischen Problemen)
  • Sicherheit: das zweitsicherste Land der Welt - in Bezug auf Naturkatastrophen
  • gutes Essen (selbst Sushi-Restaurants sind besser als in Berlin)
  • kein Heuschnupfen (besonders wichtig für Allergiker wie Matthias)
  • geringere Steuern
  • gutes Gesundheitssystem
  • schnelles Internet
  • 365 Kirchen (für jeden Tag eine andere)
  • billige Taxis (Vorsicht: Die weißen Taxis sollten gemieden werden, da die Fahrer versuchen, ohne Taxameter zu fahren und kassieren mindestens 10 Euro pro Fahrt. Etwas günstiger sind eCabs, sie haben strikte Festpreise für jede Route. Am günstigsten ist die Suche nach einem Taxi mit der taxify-App.)
  • kalkfreies Trinkwasser, schmeckt gewöhnungsbedürftig (für Frauen: Es macht die Haare weich und die Haut trocknet nicht so schnell aus)
  • höhere Lebenserwartung in Malta (2016 wurde die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland mit 81 Jahren angegeben, in Malta lag sie bei 82,6 Jahren)
  • Europäische Kulturhauptstadt 2018 (Malta hat eine lange Besiedlungsgeschichte, viele Museen und Burgen, die an die Geschichte der Mittelmeerinsel erinnern. Für Kulturliebhaber ein echtes Erlebnis. Alte Bunkeranlagen gibt es ebenfalls.)
  • Strand, Mittelmeer, Salzwasser und vieles mehr

Es gibt folglich viele Gründe, um nach Malta auszuwandern, nicht zuletzt sollte man ebenfalls erwähnen, dass man von dort gut die ganze Welt bereisen kann. Von Luqa, dem Flughafen Maltas, gibt es Flüge zu 95 Zielen in 86 Ländern. So kommt man beispielsweise recht schnell von Malta nach Nürnberg, Berlin, Stuttgart, Frankfurt oder Hamburg. Selbst wenn jemanden das Heimweh packt, ist er schnell wieder in Deutschland, da es sich um Direktflüge handelt, muss man auch nicht mehrmals umsteigen oder lange Wartezeiten einplanen. Die Flugdauer beträgt in der Regel von und nach Deutschland nur circa 2 bis 2,5 Stunden.

Leben und Arbeiten auf Malta

Malta hat ungefähr 430.000 Einwohner, ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union und hat seit 2008 den Euro als Zahlungsmittel. Die Arbeitslosenquote liegt auf Malta lediglich bei 4,4 % (im Vergleich in Deutschland beträgt sie derzeit 5,6 %, wobei diese Zahlen von der Agentur für Arbeit geschönt werden). Sie ist relativ gering, da ein Unternehmen bei der Einstellung eines Ausländers begründen muss, ob oder warum es keinen Malteser gibt, der die gleiche Arbeit ausführen kann. Vor allem wenn nach Angestellten mit besonderen Fremdsprachen gesucht wird, hat man sehr gute Karten, da die Malteser selbst meist lediglich ihre eigene Sprache und vorzugsweise Englisch sprechen.

Wie gestaltet sich dort das Ankommen?

Wenn man nun als Einwanderer in Malta durchstarten möchte, ist dies ohne Probleme möglich. Da Malta zur EU gehört, braucht man keinerlei Visum, um dort arbeiten zu können. Es gilt innerhalb der Europäischen Union die Niederlassungsfreiheit, die auch Staatsbürger der Schweiz in Anspruch nehmen können.

Eigentlich ist es auf Malta relativ einfach einen Job zu finden, man braucht nur einige Englischkenntnisse. In einer Bewerbung werden lediglich ein Anschreiben und ein Lebenslauf auf Englisch erwartet (nicht mehr als 2 Seiten). Relevante Zeugnisse und Zertifikate sollten ebenfalls in englischer Übersetzung mitgeliefert werden, allerdings zeigen die Erfahrungen von Matthias hier, dass die meisten Online Casinos auch ohne sie zufrieden sind. Sie bemühen sich um jeden deutschsprachigen Arbeitnehmer, den sie finden können.

Matthias und Daniel haben mir persönlich schon des Öfteren angeboten, dass ich auch nach Malta auswandern könnte und mir aufgezeigt, welche Vorteile es hätte. Ich kann es mir persönlich nicht vorstellen, aus Deutschland auszuwandern, dennoch wollte ich von den beiden einmal wissen, wie so etwas ablaufen würde.

Matthias meinte zu mir, er würde seinen Anwalt dort kontaktieren und der würde für ihn und mich mit seinem Team alle Vorbereitungen treffen. Folgende Punkte gehören dazu:

Meldepflicht

Wer als EU-Bürger länger als 3 Monate auf Malta leben und arbeiten möchte, benötigt eine eResidence Karte der maltesischen Regierung. Es handelt sich um eine Karte, die man bei den maltesischen Behörden bekommt, die bestätigt, dass man auf Malta lebt. Sie ist notwendig, um ein maltesisches Bankkonto zu bekommen. Matthias meinte, wenn er diesen Vorgang in die Wege leiten würde, die Anwaltskanzlei bei jeder Art des Schriftverkehrs mit den Behörden behilflich ist und man selbst lediglich die Termine bei den Behörden wahrnehmen muss. Hier kann man laut Matthias auf die Hilfe einer Assistentin des Anwaltes hoffen, die sogar mit in die Behörden kommt, damit absolut nichts schiefgehen kann.

Krankenversicherung

Weiterhin benötigt man eine Sozialversicherungsnummer, die man beim Sozialamt beantragen muss. Die Gesundheitsversorgung wird vom Staat abgedeckt und kann von jedem Einwohner genutzt werden. Auch chronische Krankheiten können dort gut behandelt werden. Private Krankenversicherungen gibt es ebenso, allerdings sind sie keinesfalls ein Muss.

Wohnung

Fast alle Wohnungen in Malta sind möbliert, sodass man sich keine Gedanken über die Anschaffung oder den Transport von Möbeln machen muss. Die Inneneinrichtungen gibt es in jedem erdenklichen Stil. Von antik bis hochmodern ist alles dabei. Wie in Deutschland gibt es beliebte Regionen wie Sliema, Valletta oder St. Julians, wo man sehr viel zahlt, aber auch etwas günstigere Gegenden wie Mellieha, St Paul’s Bay, Qawra und Bugibba.

Wichtig ist, dass man versteht, dass die Wohnungen nach Anzahl der Schlafzimmer vergeben werden. Eine Einraumwohnung besteht dort aus einem Schlafzimmer, einem Wohnzimmer, einer Küche und einem Bad. Je nach bevorzugtem Wohnsitz zahlt man zwischen 750 und 1000 Euro an teuren Standorten (1 Bedroom Apartment). Es handelt sich um Preise, die man ungefähr in Berlin für eine normale Zwei-Zimmer-Wohnung zahlen würde. Ein wenig teurer ist es schon, aber meist bekommt man in Deutschland keine möblierten Wohnungen. Etwas weiter außerhalb der Städte fallen die Mieten rapide ab. Allerdings darf man die Entfernungen bei einer Mittelmeerinsel nicht zu verbissen sehen, denn letztlich ist Malta nicht einmal 30 Kilometer lang.

Dennoch hat Matthias mir gesagt, dass man bei der Suche nach Wohnungen immer Kompromisse machen muss. Letztlich gibt es mehr Autos als Einwohner auf Malta, sodass man sich entscheiden muss, ob man sehr billig wohnen möchte, dafür aber riskiert eine halbe Stunde im Stau zu stehen, weil die Straßenverhältnisse nicht der Anzahl der Autos gerecht werden, oder eher näher an der Arbeitsstelle wohnt und dann zu Fuß gehen kann.

In Malta kann man in jedem Falle eine Wohnung sofort nach Unterschreiben des Mietvertrages beziehen, sodass es keine Probleme mit der Verfügbarkeit der Wohnung oder des Umzuges geben sollte. Im Normalfall trifft man sich mit einem Makler, um schnell eine passende Wohnung zu finden, es gibt aber auch viele Ausschreibungen auf Facebook, wenn man lieber selber sucht.

Gehalt und Steuern

Malta hat einen gesetzlichen Mindestlohn, der bei 735,63 Euro liegt. Insgesamt ist das Einkommen auf der Insel recht niedrig, im Durchschnitt liegt der Jahreslohn bei 16.000 Euro brutto pro Jahr, was aber auch daran liegt, dass einige Stellen im Bereich der Gastronomie oder der Hotels schlecht bezahlt werden. Malteser können davon gut leben, zumal geringverdienende Malteser auch Mietunterstützung vom Staat bekommen.

Online Casinos zahlen bereits für Supportmitarbeiter 12 bis 15 Euro pro Stunde. Im Monat wären es zwischen 2.000 Euro und 2.500 Euro so möglich, auf ein Jahr dann wenigstens 24.000 Euro bis 30.000 Euro. Casinomanager können teilweise das Doppelte verdienen.

Die Einkommensteuer variiert auf Malta. Sie wird auf vielen Webseiten mit 0 % bis 35 % beziffert. Je nach Einkommen und Familienstand wird individuell unterschieden. Ungefähr 10 % des Gehaltes sind Sozialabgaben.

Ich habe einmal Matthias gefragt, ob er mir konkrete Daten zuspielen kann. Er hat glücklicherweise Bekannte dort, die ihm bereitwillig eine Übersicht des Jahresgehaltes gegeben haben und mich die Angaben natürlich anonymisiert verwenden lassen.

Die Person hat ein monatliches Bruttogehalt von 3.000 Euro im Monat. In der folgenden Tabelle habe ich einmal die möglichen Abgaben in Deutschland und Malta für dieses Gehalt gegenübergestellt:

 Vergleichskriterien Malta Deutschland
Jahresgehalt 36.000 € 36.000 €
Lohnsteuern 6.403 €   5.067 €
Solidaritätszuschlag - 279 €
Sozialabgaben 2.404 € 7.461 €
Nettoarbeitslohn 27.829 € 23.193 €

In Malta spart man im Jahr 4.636 € an Abgaben an den Staat. Das entspricht einer monatlichen Ersparnis von 386 €, die man jedoch in eine private Altersvorsorge investieren sollte, da es keine sehr gute Rentenversicherung in dem Inselstaat gibt. Sicherlich bekommt man mehr netto vom brutto, aber auch hier will der Staat sein Geld vom Arbeitnehmer bekommen, es sind jedoch lediglich knapp 17,8 % an Lohnsteuern und 6,7 % an Sozialabgaben.

Lebenshaltungskosten

Geringere Steuern, höhere Wohnungskosten und die Lebenshaltungskosten sind ebenfalls ein wenig höher als in Deutschland, was aber daran liegt, dass es sich um eine Insel handelt und viele Dinge des täglichen Bedarfs importiert werden müssen.

Wichtig ist auch hier, dass kleinere Läden oder Kioske meist höhere Preise als die größeren Einkaufszentren wie Smart oder Towers Supermarket haben. Die Qualität kann mitunter bei den kleinen Läden besser sein, dennoch muss man sich auf Preissteigerungen um 10 % bis 20 % gegenüber den Supermärkten einstellen.

Bei technischen Produkten wie Laptops, Smartphones, Fernsehern oder Tablets ist es auf Malta nicht anders. Man bekommt zwar alles, was man haben möchte, muss aber mit höheren Preisen als in Deutschland rechnen.

Berufsausbildung

Ein Berufsausbildungssystem wie in anderen europäischen Ländern gibt es in Malta nicht, daher sind auch Handwerker sehr gefragt auf der Insel. Es bedarf eigentlich jeder Arbeitskraft vom Bäcker über den Tischler zum Maurer, aber auch Büroangestellte werden beispielsweise im Rechnungswesen gesucht. Deutsche Ärzte suchen Schwestern und Arzthelferinnen, die ebenfalls ihre deutschen Kunden gut versorgen können.

Studierte Kräfte sind ebenfalls gern gesehen, Rechtsanwälte oder Webentwickler, sowie Marketing-Spezialisten werden laufend gesucht. Immer wieder liest man von SEO-Managern oder Textern für deutschsprachige Firmen, die von Malta aus operieren, sodass selbst Geisteswissenschaftler dort schnell einen Job finden können.

Insgesamt gelten die Malteser selbst in den Augen von Daniel oder Matthias als „faul“. Wobei man hier sagen muss, dass meist die Arbeitseinstellung eine andere ist. Wie im gesamten südländischen Raum läuft alles gemächlicher ab, was einigen Deutschen vielleicht sehr langsam vorkommt. Umso besser haben es Einwanderer, die zeigen, dass sie Leistung bringen können und wollen - die Aufstiegschancen auf der Insel sind enorm, solange man ein wenig Englisch beherrscht und eine „Let’s Do it“-Mentalität, wie bei vielen Berlinern Start-ups zeigt. Ein großer Unterschied ist, dass man auf Malta eher belohnt wird, als hierzulande (bessere Gehälter, Jobpositionen, etc.).

Urlaub und Feiertage

In der Regel hat man eine 5 Tage Arbeitswoche mit 40 Stunden, man darf höchstens 8 Überstunden pro Woche machen. Es gibt 24 bezahlte Urlaubstage und 14 Feiertage, die nachgeholt werden müssen, sollten sie auf ein Wochenende fallen. Insgesamt sind 38 Tage der rund 240 Arbeitstage im Jahr frei.

In Deutschland hat man lediglich einen Anspruch auf 20 Urlaubstage. Die Feiertage sind je nach Bundesland verschieden, jedoch hat man in Berlin beispielsweise nicht mehr als 10 Feiertage im Jahr, wobei es niemanden interessiert, ob sie auf ein Wochenende fallen.

Kinder und Familie

Es gibt Schulen, die sich auf die Betreuung der Kinder von Einwanderern spezialisiert haben. Zunächst lernen sie 3 Monate intensiv Englisch, um sich verständigen zu können. Danach schließt sich noch einmal 1 Jahr mit Englischunterricht, sodass sie nach dieser Zeit die Sprache perfekt beherrschen und auch anderen Unterricht darin wahrnehmen können. Privatschulen nehmen sich danach der Kinder an, wobei das Bildungssystem genauso zum Studium führen kann, wie in Deutschland.

Malta ist ein katholisches Land, mehr als 98 % der Malteser sind Katholiken, sodass der Familie ein besonderer Schutz gewährt wird, was sich auch bei den Steuern bemerkbar machen wird. Der Lebenspartner kann, sollte er noch keinen Job gefunden haben, zunächst einen 3-monatigen Englischsprachkurs machen und dann die diversen Stellenangebote auf Malta in Anspruch nehmen. Weitere Fremdsprachen neben Deutsch und Englisch sind immer gern gesehen.

Malta: Ist wirklich alles Gold, was glänzt?

Malta hat auch einige negative Seiten, Daniel und Matthias verschweigen sie gern, wenn man auswandert, sollte man sich aber auch dessen bewusst sein. Malta hat schlechte Straßen, die der Anzahl an Autos nicht angemessen ist. Die Mietwagen sind ebenfalls nicht überragend, insgesamt genießt das Auto dort keinen hohen Stand.

Das Fahren eines Fahrrads sollte man auf der Insel unterlassen, die Malteser mögen es nicht. Wenn es einmal regnet, muss man sich auch mit dem Thema Blutregen auseinandersetzen. Also rötlicher Regen mit Einschlüssen von Wüstensand - früher wurde er bei uns als Unheil gedeutet, in Malta ist er aber normal. Die Nähe zu Afrika und der Sahara sorgt für das Phänomen.

Sicherlich würden sich tausend andere Dinge wie fehlende Heizungen (man nutzt Elektro- oder Gasheizer), schlechte Stromführungen an den Häusern oder ein zeitweise schlechter Wasserdruck anführen lassen, aber letztlich handelt es sich bei jeder Auswanderung um einen Sprung ins Ungewisse.

Nach allem, was ich gehört und gelesen habe zu dem Thema, kann man gut arbeiten und leben auf Malta. Das Wohnen dort kann sich scheinbar als recht angenehm herausstellen, zumal man in jedem Raum eine Klimaanlage haben soll, sodass man, wenn man keine anderen Verpflichtungen (Familie, Freundin oder Kinder) hat, durchaus den Schritt wagen sollte.

In Malta wird man mit offenen Armen empfangen, Gastfreundlichkeit wird dort großgeschrieben, sodass man relativ schnell neue Freunde finden kann.

Wer wirklich nach Malta auswandern möchte, sollte die Zenith Quality Services Limited als ersten Ansprechpartner ansehen. Wer in der iGaming-Branche arbeiten möchte, sollte mit der Firma Betting Connections Kontakt aufnehmen. Ansonsten gibt es zahlreiche Facebook-Gruppen, die Hilfe für deutsche Auswanderer anbieten.

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